Frischer Wind für Nostalgie-Fans
Das Trio JE T’AIME aus Paris hatte 2022 ein großes Jahr mit dem Doppelalbum Passive (Link) / Aggressive (Link), das bewusst zum Valentinstag und zu Allerseelen veröffentlicht wurde. So langsam wird es dann auch Zeit für ein Nachfolgewerk, im Januar ist schließlich Useless Boy über Noires Productions erschienen. Nach wie vor besteht die Band aus Sänger dBoy, Gitarrist Tall Bastard und Bassist Crazy Z., wobei die beiden die Instrumente auch wechseln. Außerdem teilen sich dBoy und Crazy Z. das Programming am Synthesizer. Neu dagegen ist Little Bastard, der zusätzliche Gitarren beigesteuert hat. Weiterlesen

Achtung, Verwechslungsgefahr. Es geht hier nicht um die schamanische Band Living Temples aus Klaipėda in Litauen, sondern um das Musikprojekt Living Temples des Schweden Kalle Fagerberg, manchen auch bekannt von Bootblacks, Liste Noire und The Blank VRS. Ursprünglich stammt er aus Stockholm, lebt mittlerweile aber in Berlin, dem Mekka der elektronischen Underground-Musikszene. Denn Kalleberg arbeitet unter anderem mit alten japanischen Synthesizern. Schon sein Debüt Against the day hatte mir gut gefallen, und mit Glass ist sein zweites Album bei Manic Depression Records erschienen.
CURTAIN ist eine French Cold Wave Band, die mit Flowers by request im Jahr 2000 und Urban disease 2006 zwei Alben veröffentlicht hat, dann aber von der Bildfläche verschwunden ist. Vielleicht sind sie deswegen auch spurlos an mir vorübergegangen. 2022/23 sind sie schließlich auf die Live-Bühne zurückgekehrt und haben u. a. zusammen mit Christian Death, Selofan und Kontravoïd gespielt. Im Zuge dessen haben Emmanuel Burget (Gesang und Gitarre) und François Peronet (Bass) auch wieder an neuen Songs gearbeitet, weitere Shows sind in Planung, und auf Manic Depression Records ist das neue Album Between us erschienen. 
Aux Animaux ist das Soloprojekt von Gözde Duzer, das sie 2015 in Stockholm ins Leben gerufen hat. Geboren und aufgewachsen ist sie in Istanbul, lebt aber schon lange in Schweden. Manch eine*r hat sie bereits im Vorprogramm von She Past Away, Hante und Then Comes Silence gesehen, mit dessen Drummer Jonas Fransson sie übrigens verheiratet ist. Der Bandname ist auf ihr Engagement im Animal Rights Movement zurückzuführen. Nach einigen veröffentlichen EPs wurde das Debüt-Album Body Horror von Doruk Öztürkcan (She Past Away) gemixt und ist bei Manic Depression Records erschienen.
Mit Passive haben JE T’AIME ein tolles Schwester-Album vorgelegt (
The Midnight Computers ist ein französisches Trio aus Lyon, auf das manch eine*r vielleicht schon durch die Zusammenarbeit mit Venim Carnim aufmerksam geworden ist. Die Band besteht aktuell aus Sänger Jonathan Cast, der gleichzeitig die Synthesizer bedient, Bassist Théo Chapuis und Alex, der die Drums programmiert. Gemeinsam haben sie das Spektrum von Cold Wave bis Post Punk erkundet, und das Resultat ist das zweite Album Romantic desaster, das bei Manic Depression Records erschienen ist.
Muß man zu Pete Burns noch viel schreiben, schließlich habe ich ihn mit seinem Projekt Kill Shelter schon wiederholt im Webzine vorgestellt. Er ist Multi-Instrumentalist und Produzent in Personalunion in Edinburgh und darüber hinaus auch als Remixer tätig. Wieder einmal hat er sich neue Mitstreiter aus dem schwarzen Musikspektrum gesucht und in sein neues Album Asylum eingebunden, das abermals bei Manic Depression Records erschienen ist.
Das italienische Cold-Wave-Duo Winter Severity Index hat sich 2013 in Rom gegründet, mit ihren ersten beiden Alben haben sie sich eine Art Geheimtipp-Status im Underground erspielt. Sängerin Simona Ferrucci spielt dabei Bass und Gitarre und programmiert die Drums, während Alessandra Romeo Synthesizer und Keyboard bedient. Sechs Jahre haben sie sich für ihr drittes Album Disgelo Zeit gelassen, das nun bei Manic Depression Records / Icy Cold Records erschienen ist. Die Songs schrieben sie aber bereits vor der Pandemie.
Die 2018 gegründeten JE T’AIME aus Paris hatte ich schon zu deren tollen selbstbetitelten Debüt vorgestellt (