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Crazy Charaktere wieder in Mysteryhausen

Kinder, wie die Zeit rennt. Schon drei Jahre ist es her, als Avantasias Moonglow– Album raus kam. Noch immer sind die Tracks in meiner privaten Songliste mit am Start. Um so besser, dass endlich neuer Stoff hinzukommt, denn A paranormal evening with the Moonflower Society steht in den Startlöchern. Wir durften das neue Werk vorab durchhören.

Bereits die drei vorab veröffentlichen Tracks u.a. mit Floor Jansen (Nightwish) und Ralph Scheepers (Primal Fear) lassen auf ein neues Masterpiece hoffen. Noch persönlicher soll es werden, was unter anderem auch der Corona-Pandemie geschuldet ist. Tobias Sammet ist noch mehr als bei den Vorgängeralben zum Beispiel in die Produktion involviert. Weiterlesen


Der Nikolaus trägt giftgrün und bringt laute Geschenke: Am 06.12. kündigten Nuclear Blast und das Summer Breeze Open Air die nächste Runde einer liebgewonnenen Tradition an, die Dinkelsbühl Jahr für Jahr in seinen Grundfesten erschüttert: 2022 wird das Festival am Mittwoch, den 18. August, den zehnten Geburtstag der Nuclear Blast Label Night erleben, angeführt von Testament, Pállbearer, Paradise Lost, Benediction und Fleshgod Apocalypse.

Für das Event am Festivalmittwoch sind keine Tageskarten erhältlich, die Veranstaltung ist nur für Besitzer eines Festivaltickets zugänglich. Karten für das Summer Breeze Open Air 2022 könnt ihr hier bestellen:
https://www.sbtix.de/home Weiterlesen

„Pretty fuckin‘ loud in Mexico City“

enforcer-live-by-fire-ii-album-cover-800x800Nach Solbrud (Link zur Review) schon wieder ein Livealbum, aber es geht ja gerade sonst nix. Die emsigen Jungs von Enforcer haben bislang fünf Studio-Alben rausgerotzt und touren sich unermüdlich den sprichwörtlichen Arsch ab. Mit Live by fire II, ihrem zweiten Live-Album, halten sie den bisherigen Höhepunkt fest. Es ist Zeugnis einer furiosen Show von Enforcer in Mexico City, die 2019 aufgenommen worden ist. Sowohl die Gatefold 2LP als auch die CD erscheinen mit einem umfangreich bebilderten Booklet. Die Fotos hat Sänger und Gitarrist Olof Wikstrand selbst zusammengestellt. Schlagzeuger Jonas Wikstrand, Bassist Tobias Lindqvist und Gitarrist Jonathan Nordwall vervollständigen das Quartett, das mit seiner Musik einen starken 80er-Vibe versprüht. Weiterlesen

Dampframme vom Feinsten

Benediction-ScripturesBenediction – Oldschool-Deather bekommen bei diesem Namen erhöhten Blutdruck, und die Nackenmuskeln zucken unkontrolliert. In den Neunzigern haben die Briten ein phänomenales Todesblei-Album nach dem anderen rausgehauen, wir erinnern uns an Großtaten wie The grand leveller oder Grind bastard. In den Zweitausenderjahren wurde es dann ruhiger, Ur-Sänger Dave Ingram wurde von Dave Hunt abgelöst, das Leben hat sich auch eingemischt, sodass nur noch alle paar Jahre ein neues musikalisches Lebenszeichen auf den Markt kam – das letzte, die Scheibe Killing time, 2008! Es wird also wirklich Zeit für eine ordentliche Portion tiefergelegten Groove – eines der Trademarks von Benediction. Hat sich was verändert? Weiterlesen

Schwarz, schwärzer, am schwärzesten

Witchcraft-Black-MetalWitchcraft – das ist der Schwede Magnus Pelander samt wechselnder Bandmitglieder. Ursprünglich im Jahr 2000 als Doom-Band – als Tribut an Pentagrams Bobby Liebling sowie an Roky Erickson – gestartet, hat sich der Sound in den folgenden Jahren immer mehr hin zu 70ies-Retro-Rock gewandelt. Das vierte Album Legend , 2012 bei Nuclear Blast erschienen, war dann auch ein astreines Retro-Album mit begnadeten Melodien, das bei mir damals wochenlang in Dauerrotation lief. Der Nachfolger Nucleus fiel dann etwas verschrobener und schwerer zugänglich aus – und auch wieder etwas lärmiger. Jetzt gibt es Black Metal, und die logische Konsequenz wäre ja dann tatsächlich ein lautes Metalalbum, oder? Naja, fast. Weiterlesen

Düstere Perfektion

Avatarium-the-fire-I-long-forDie Zeit vergeht so schnell, dass meine Schweden-Doom-Rock-Lieblinge Avatarium schon wieder was Neues rausgebracht haben (den Live-Mitschnitt ihres Konzertes in Stockholm im Januar 2020, An evening with Avatarium, erschienen am 04.12. bei Nuclear Blast), bevor ich noch die Gelegenheit hatte, The fire I long for ausführlich zu besprechen. Jetzt ist schon ein Jahr vergangen, das von vielen Dingen – vor allem natürlich die Corona-Pandemie – verschluckt wurde, das trotz aller Stagnation rasend schnell verging. Gute Musik verjährt aber zum Glück nicht, weshalb ich euch The fire I long for trotzdem noch mal kurz in Erinnerung rufen möchte – und vielleicht ist die Zeit, bis man diese Ausnahmeband mit dem Album dann live sehen kann, dann auch nicht mehr so furchtbar lang. Hoffen wir das Beste. Weiterlesen

Eine eindeutige Erklärung

Dass Corona Stillstand für Musiker und andere Künstler zur Folge hat, ist bekannt. Viele nutzten den kompletten Lockdown, um sich ins Studio zu verziehen, um an neuen Werken zu tüfteln – so auch die Schweden von Amaranthe, deren neues Album Manifest seit dem 02.10.2020 in den Läden zu haben ist. Wir haben mal reingehört.

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Finnischer Dämon

Oranssi-Pazuzu-Mestarin-kynsiBislang ist mir die finnische Band Oranssi Pazuzu kein Begriff gewesen, höre ich doch nur in Ausnahmefällen in schwarzmetallische Gefilde rein. Doch bei dem Namen wurde ich neugierig, denn Pazuzu ist im alten Babylon der Dämon des Windes und hat als solcher auch eine Rolle im Film Der Exorzist. Die Band wurde 2007 gegründet und besteht aus Sänger Juho „Jun-His“ Vanhanen, Bassist Toni „Ontto“ Hietamäki, dem Gitarristen Niko „Ikon“ Lehdontie, Jarkko „Korjak“ Salo an den Drums und Ville „Evil“ Leppilahti am Keyboard und den Percussions. Ihr neuestes und fünftes Album heißt Mestarin kynsi. Weiterlesen

Thrash Metal auf dem nächsten Level

Testament-Titans-Of-Creation-ArtworkMuss man eine neue Testament-Scheibe überhaupt ausführlich besprechen? Reicht es nicht zu sagen: Ist wie immer geil geworden, kauft euch das Teil und freut euch auf die nächste Tour, die nicht lange auf sich warten lassen wird! Klar, man könnte es sich einfach und dabei auch nichts falsch machen, denn dass Testament mittelprächtige Arbeit abliefern, ist sowieso unmöglich. Die Band macht es sich ja aber auch nicht leicht, sondern präsentiert alle paar Jahre wahre Schmuckstücke an ausgefeilten Thrash-Alben, die textlich und musikalisch immer wieder neue Maßstäbe setzen. Mit ihrem dreizehnten Longplayer Titans of creation wird das sicher nicht anders sein, weshalb ich mich gern auf Entdeckungsreise begebe. Einen kleinen Vorgeschmack gab es auf der jüngsten, phänomenalen Tour mit Exodus und Death Angel zu hören, und das klang schon sehr vielversprechend. (Hier der Bericht dazu.) Alle drei Bands plus der Tourtross hatten übrigens nach ihrer Rückkehr in die Staaten mit teilweise lebensgefährlichen Corona-Erkrankungen zu kämpfen, die Erkrankten sind aber alle glücklicherweise wieder gesund oder auf dem Weg der Besserung. Weiterlesen

Könige der Tristesse

Seit Jahren höre und liebe ich My Dying Bride über alles. Über die Britische Doom/Death Metal Institution, die auf das stolze Gründungsjahr 1990 zurück blickt, braucht man nicht allzu viele Worte zu verlieren. Viele Bands haben sie mit ihrem Sound beeinflusst, man denke an Saturnus, Insomnium und ähnlich der Melancholic Metal Sparte zugeordnete Formationen. Der Labelwechsel von Peaceville Records zu Nuclear Blast war ein konsequenter Schritt in die richtige Richtung. Nun also ist Album Nummer 14, The Ghost of Orion, erschienen und nicht nur ich habe mich gefragt, wie denn der Sound auf dem neuen Album ist. Weiterlesen