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CD: Geometric Vision – Fire! Fire! Fire!

Nebel, Tanzfläche, schweben

a3871787772_10Bald ist wieder Katzenclub in München (02.11.2019), und auf dem Festival sind unter anderem Geometric Vision aus dem italienischen Neapel zu Gast, die ich euch vorstellen möchte. Sänger Ago Giordano hat sich zunächst solo im Darkwave ausprobiert, dann aber mit Gennaro Campanile, der den Bass bedient, und Gitarrist Roberto Amato Mitstreiter gefunden. Das Debütalbum Dream ist 2013 erschienen und zwei Jahre später folgte Virtual analog tears. Das aktuelle Album Fire! Fire! Fire! erschien bereits 2018 und soll nun endlich gewürdigt werden. Weiterlesen

CD: She Pleasures Herself – XXX

Ich bin dead

XXX_coverDie erst 2016 im portugiesischen Lissabon gegründeten She Pleasures Herself lassen nicht nur mit ihrem Bandnamen aufhorchen, denn mit ihrem Debütalbum Fetish offenbaren sie Interesse für abgründige zwischenmenschliche Neigungen, auch mit der düsteren Musik zwischen Cold Wave und Gothic Rock machen sie sich einen Namen im europäischen Gothic-Underground. David Wolf übernimmt dabei neben Bass und Gitarre auch die Synthesizer und die Produktion, Nuno Francisco ist für die Drums und das Programming zuständig, und Nuno Varudo verleiht der Band seine Stimme. Live wird die Band außerdem von Leticia Contreiras am Synthesizer unterstützt. Pünktlich zum WGT ist nun das zweite Album XXX bei Manic Depression Records erschienen. Weiterlesen

CD: Holygram – Modern cults

Musik zum Schweben

cover_1535539084718647[1]Nach der Bandgründung 2015 erschien bereits ein Jahr später eine selbstbetitelte EP, und mit der im Gepäck begleiteten die Kölner Holygram die britische New-Wave-Legende OMD auf deren Europa-Tournee 2017. Marius Lansing spielt Gitarre und Bennett Reimann den Bass, Sebastian Heer sitzt am Schlagzeug, Pilo Lenger bedient die Synthesizer, und Patrick Blümel übernimmt den Gesang. Für das Debütalbum Modern cults haben sie als Verstärkung Maurizio Baggio engagiert, der mit The Soft Moon auch schon die Alben Deeper und Criminal aufgenommen hat. Aber genug Namedropping, wenden wir uns den modernen Kulten zu. Weiterlesen

Konzert: 26.09.18 King Dude + Kælan Mikla + The Dark Red Seed, Feierwerk Kranhalle, München

Night of the living bass players

Es ist Mittwoch, der Wiesn-Wahnsinn ist in vollem Gange, und das Feierwerk liegt genau im Torkelbereich – es ist also mit erhöhtem Bierzombieaufkommen zu rechnen. Wir hoffen aber, dass uns heute nicht Menschen mit mehr Alkohol als Blut im Körper vor die Flinte – äh Linse und den Stift – laufen, sondern hochkarätige Bands mit dem entsprechend begeisterten Publikum. King Dude ist ein alter Bekannter in München, nach Konzerten in der Milla und im Backstage Club (so war es z. B. letztes Jahr) bittet er heute in die etwas größere (aber weniger gemütliche) Kranhalle des Feierwerks, um sein neuestes Düsterwerk Music to make war to vorzutragen – hoffentlich mit den üblichen schlagfertigen Sprüchen garniert. Als Vorband hat er die drei jungen Isländerinnen Kælan Mikla dabei, die sich auch zu äußerst beliebten Stammgästen in Münchens Untergrundclubs entwickelt haben. Statt abgründig-dunkler Wärme wie bei King Dude strahlt ihr Sound zwar eisige Kälte und karge isländische Weiten aus, aber die Mischung ist trotzdem fantastisch, und das SB-Team scharrt schon mit den Hufen – zumal mit The Dark Red Seed noch ein kurzfristig angekündigter besonderer Support Act auf der Bühne stehen wird. Weiterlesen

LP: Dead Astropilots – New Control

Völlig losgelöst

Dead_Astropilots_New_ControlAus dem französischen Lille stammt das Duo Dead Astropilots. Rachel Biggs und Simon Dak teilen sich das Programming der Maschinen, dazu spielt Simon Gitarre, und Rachel übernimmt die meisten Gesangsparts. Nach dem Debüt …And reach Palm Springs von 2012 erscheint nun bei Manic Depression Records nach langer Wartezeit das Nachfolgealbum New Control. Electro Rock Punk Wave heißt es auf der Facebook-Seite der toten Weltraumpiloten, das kann im Grunde genommen alles oder nichts sein. Ich bin also gespannt und tauche in deren musikalischen Kosmos ein. Weiterlesen

LP: Bootblacks – Fragments

These Boot(black)s are made for listening

coverDie New Yorker Band Bootblacks hat sich 2010 gegründet, wobei der Name nicht von schwarzen Stiefeln her stammt, sondern auf eine Beschreibung des New Yorker Untergrunds von William S. Burroughs zurückgeht. Eine Zusammenarbeit mit Jim Sclavunos von Nick Cave and The Bad Seeds wirkt als kreative Initialzündung, infolgedessen 2012 die EP Narrowed veröffentlicht wird, gefolgt vom Debütalbum Veins 2016. Sie entwickeln ihren Sound konsequent weiter, und nun liegt das zweite Album Fragments vor. Panther MacDonald übernimmt den Gesang und teilt sich Synthies und Programming mit Barrett Hiatt. Alli Gorman spielt die Gitarre, und Roger Humanbeing vervollständigt das Line-Up an den Drums. Weiterlesen