Balsam für die traurige Seele
SJÖBLOM aus Stockholm wurde 2016 als Soloprojekt von Johan Sjöblom Eliott gegründet, der außerdem Mitglied der Post Punk Band The Exploding Boy ist. Dafür hat er zusätzlich Robert Eklind ins Boot geholt, der vorher bei Malaise aktiv gewesen ist. Nach dem ersten Album 6 (Link zur Review) sind einige Singles und EPs erschienen. Das neue Album Dead of night wurde zeitgleich mit The Cures Songs of a lost world veröffentlicht, und ob nun Zufall oder nicht. Der Name The Exploding Boy wurde von einem ihrer Songs übernommen, ein gewisser Einfluss ist hier also durchaus vorhanden. Aber warten wir es ab. Weiterlesen



Die schwedische Band A Projection ist mir das erste Mal aufgefallen, weil Johan Sjöblom von The Exploding Boy sie in unserem Interview empfohlen hatte. Das damals aktuelle Album Sections traf mich mitten ins Herz. In der Zwischenzeit hat der ursprüngliche Sänger Isak Erikson die Band verlassen, und Bassist Rikard Tengvall hat seinen Posten eingenommen. Zusammen mit Gustav Forneus, Jesper Lönn und Linus Högstadius wurde das neue Album In a different light aufgenommen, das bereits im November bei Metropolis Records erschienen ist. Am 8. August ist die Band außerdem zu Gast im Münchner Backstage.
Das italienische Cold-Wave-Duo Winter Severity Index hat sich 2013 in Rom gegründet, mit ihren ersten beiden Alben haben sie sich eine Art Geheimtipp-Status im Underground erspielt. Sängerin Simona Ferrucci spielt dabei Bass und Gitarre und programmiert die Drums, während Alessandra Romeo Synthesizer und Keyboard bedient. Sechs Jahre haben sie sich für ihr drittes Album Disgelo Zeit gelassen, das nun bei Manic Depression Records / Icy Cold Records erschienen ist. Die Songs schrieben sie aber bereits vor der Pandemie.
DURAN DURAN, muss man diese 1978 gegründete Band noch irgendwem groß vorstellen? Wenn, dann hat diese Person die Achtziger verpennt oder war noch nicht geboren. Sänger Simon Le Bon, Bassist John Taylor, der nicht verwandte Schlagzeuger Roger Taylor und nicht zuletzt Nick Rhodes am Keyboard waren die Vorreiter der New-Romantic-Bewegung und lieferten mit New-Wave-Megahits wie „The Wild Boys“, „Hungry like the wolf“ oder „Rio“ einen elementaren Bestandteil zum Soundtrack der Achtziger. Und im Gegensatz zu manch anderen Vertretern sahen sie dabei nicht nur umwerfend gut aus, sondern waren auch im gleichen Maße musikalisch.
Bald ist wieder Katzenclub in München (02.11.2019), und auf dem Festival sind unter anderem Geometric Vision aus dem italienischen Neapel zu Gast, die ich euch vorstellen möchte. Sänger Ago Giordano hat sich zunächst solo im Darkwave ausprobiert, dann aber mit Gennaro Campanile, der den Bass bedient, und Gitarrist Roberto Amato Mitstreiter gefunden. Das Debütalbum Dream ist 2013 erschienen und zwei Jahre später folgte Virtual analog tears. Das aktuelle Album Fire! Fire! Fire! erschien bereits 2018 und soll nun endlich gewürdigt werden.
Die erst 2016 im portugiesischen Lissabon gegründeten She Pleasures Herself lassen nicht nur mit ihrem Bandnamen aufhorchen, denn mit ihrem Debütalbum Fetish offenbaren sie Interesse für abgründige zwischenmenschliche Neigungen, auch mit der düsteren Musik zwischen Cold Wave und Gothic Rock machen sie sich einen Namen im europäischen Gothic-Underground. David Wolf übernimmt dabei neben Bass und Gitarre auch die Synthesizer und die Produktion, Nuno Francisco ist für die Drums und das Programming zuständig, und Nuno Varudo verleiht der Band seine Stimme. Live wird die Band außerdem von Leticia Contreiras am Synthesizer unterstützt. Pünktlich zum WGT ist nun das zweite Album XXX bei Manic Depression Records erschienen.
Nach der Bandgründung 2015 erschien bereits ein Jahr später eine selbstbetitelte EP, und mit der im Gepäck begleiteten die Kölner Holygram die britische New-Wave-Legende OMD auf deren Europa-Tournee 2017. Marius Lansing spielt Gitarre und Bennett Reimann den Bass, Sebastian Heer sitzt am Schlagzeug, Pilo Lenger bedient die Synthesizer, und Patrick Blümel übernimmt den Gesang. Für das Debütalbum Modern cults haben sie als Verstärkung Maurizio Baggio engagiert, der mit The Soft Moon auch schon die Alben Deeper und Criminal aufgenommen hat. Aber genug Namedropping, wenden wir uns den modernen Kulten zu.