Film: Only Lovers Left Alive (2013)

Ein Film wie Poesie

Quelle: http://www.moviepilot.de

Adam und Eve leben in einer Fernbeziehung zwischen Detroit und Tanger. Ihr Alltag ist bestimmt von Musik, Literatur und Blut aus Likörgläsern. Als Eve spürt, dass ihr Mann in einer Depression steckt, nimmt sie die unbequeme Reise in die USA auf sich, um bei ihm zu sein. Glücklich wiedervereint genießen sie ihre Zweisamkeit, schwelgen in Kunst und Kultur und betrauern den Verfall der Welt. Doch die Ruhe ist dahin, als Eves Schwester Ava auftaucht, die ihnen schon früher Probleme bereitet hat und auch diesmal nichts als die Flausen eines ewigen Teenagers im Kopf hat. Und auch diesmal endet ihr Besuch im Chaos … Weiterlesen

Film: Riddick – Überleben ist seine Rache (Kinostart: 19.09.2013)

Kampf in der Dunkelheit

Verraten von seinen eigenen Gefolgsleuten, strandet Riddick auf einem einsamen Planeten, der zerstört und sonnenverbrannt im Universum seine Bahnen zieht. Die Gegend scheint unbewohnt, doch sie entpuppt sich bald als tödlicher Ort, von dem Riddick so schnell wie möglich weg möchte. Er sendet ein Notrufsignal aus einer verlassenen Station und bald treffen zwei Schiffe ein. Kopfgeldjäger, die zusammen Jagd auf den Gesuchten machen. Leichtfertigkeit ist hier fehl am Platz, das bekommen einige der Teammitglieder bald zu spüren.

Die Mundpropaganda schien nicht besonders für den Film zu sprechen. Nach der dritten Woche wurde der Film bereits in ein kleines Kino verlegt und es waren vielleicht 30 Zuschauer, die zur Leinwand starrten und warteten. Weiterlesen

Film: Imaginaerum

Musiker, bleibt bei der Musik

Quelle: www.imaginaerum.com

Quelle: www.imaginaerum.com

Tom, ein alter, dementer Komponist, wird ins Krankenhaus eingeliefert. Es ist offensichtlich, dass seine Tage gezählt sind, deswegen reist seine Tochter Gem an. Die beiden sind sich nach dem frühen Tod ihrer Mutter allerdings fremd geworden, und es ist vieles vorgefallen, was die junge Frau ihrem Vater einfach nicht verzeihen kann. Noch dazu ist auch Ann anwesend, die Sängerin von Toms ehemaliger Band, der Gem die Schuld am tragischen Unfall ihrer geliebten Mutter gibt. Die versucht, trotz der feindseligen Stimmung, Gem die Welt ihres Vaters näherzubringen. Tom selbst kämpft währenddessen im Koma mit den Erlebnissen seiner Vergangenheit und sucht die Erinnerung an seine Tochter, die die Demenz ihm genommen hat. Weiterlesen

Film: Wolverine – Der Weg des Kriegers (Kinostart: 25.07.2013)

Wolverine schwächelt

Im zweiten Weltkrieg rettet Mutant Logan, Wolverine, dem japanischen Offizier Yashida in Nagasaki das Leben.
Nach dem tragischen Tod seiner geliebten Jean verbringt er die Tage in der kanadischen Wildnis, heimgesucht von Visionen, bis ihn die Japanerin Yukio aufgreift. Der alte Yashida liegt im Sterben und möchte sich von Wolverine verabschieden. Doch hinter dem Wunsch steckt mehr, denn der ehemalige Offizier möchte die Selbstheilungskräfte des Mutanten auf sich übertragen. Wolverine lehnt ab! Die Ärztin Yashidas gibt sich damit natürlich nicht zufrieden und flößt ihm eine Flüssigkeit ein, die ihn schwächt. Wolverine nimmt den Kampf auf. Weiterlesen

Filmreview: Da geht noch was! (Kinostart 12.09.13)

Familie kann man sich nicht aussuchen

 

Conrad (Florian David Fitz) ist ein smarter, erfolgreicher Jungunternehmer, verheiratet mit der attraktiven Tamara (Thekla Reuter), Vater des 13jährigen Jonas (Marius Haas) und plant gerade den Bau eines luxuriösen Eigenheims für seine kleine Familie – alles wunderbar, sollte man meinen, wäre da nicht das angespannte Verhältnis zu seinen Eltern, zu denen er den Kontakt auf ein Minimum zu beschränken versucht. Schuld daran ist sein Vater Carl (Henry Hübchen), ein inzwischen pensionierter hoher Gewerkschaftsfunktionär, den Conrad Zeit seines Lebens eigentlich nur als zynischen und selbstgerechten Familientyrann kennengelernt hat.
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Filmreview: Dampfnudelblues (Kinostart August 2013)

Der Blues

„Stirb Du Sau!“ steht in roten Buchstaben an der Hauswand des Schuldirektors Höpfl von Niederkaltenkirchen geschrieben. Er erstattet Anzeige und taucht für ein paar Tage ab. Kurz nach seiner Rückkehr wird der Direktor zerstückelt auf den Bahngleisen gefunden. An Selbstmord glaubt der örtliche Polizist Franz Eberhofer nicht und startet trotz Verbot seine eigenen Ermittlungen.

Wer, so wie ich, die liebenswerten Geschichten des jungen Dorfpolizisten Franz Eberhofer von Rita Falk gelesen hat, der kann es sich einfach nicht entgehen lassen, sich die Verfilmung des zweiten Teils „Dampfnudelblues“ im Kino anzusehen.
Natürlich interessierte mich brennend: Wie wurden die Charaktere besetzt? Sind sie authentisch? Habe ich sie mir während des Lesens schon so vorgestellt? Und muss ich genauso oft lachen und schmunzeln? Weiterlesen

Filmreview: The Conjuring – Die Heimsuchung (Kinostart: 01.08.2013)

Heimsuchung

Carolyn und Roger Perron ziehen mit ihren vier Töchtern in ein Häuschen auf dem Land. Doch die ruhige und idyllische Atmosphäre trügt, denn die Mädchen werden nachts von Erscheinungen heimgesucht. Das Haus erwacht zum Leben, und der Wahnsinn sucht auch bald Carolyn heim. Die bekannten und berühmten „Geisterjäger“ Lorraine und Ed Warren nehmen sich des vermeintlichen Dämons an und kommen selbst an ihre Grenzen.

Ich muss ja etwas gestehen: Noch vor ein paar Jahren hätte mich keiner in so einen Film gebracht, war ein Angsthase hoch zehn. Doch seitdem ich mir fast ausschließlich nur noch Horror- und Thrillerliteratur einverleibe, musste ich diesen Film unbedingt sehen, zumal er auch noch auf einer wahren Begebenheit basieren soll. Und verstecken kann ich mich immer noch hinter den starken Schultern meines Freundes.
Mit Spannung und leichter Gänsehaut ging es auch gleich los. Die Geschichte um die Puppe Annabelle versprühte Schauder und Grusel und verwirrte zunächst ein wenig. Der Zusammenhang zur restlichen Story wurde aber recht schnell hergestellt. Weiterlesen

Filmreview: The Purge (Kinostart: 13.06.2013)

Auslese in Amerika

PRG_31_5_Promo_CAN_4C_4F.inddWir befinden uns im Jahr 2022 in den Vereinigten Staaten, die mittlerweile von den „Neuen Gründervätern Amerikas“ regiert werden. Um gegen Kriminalität und hohe Arbeitslosenzahlen vorzugehen haben sie beschlossen, alljährlich eine „Säuberung“ durchzuführen. Mord, Totschlag und andere kriminelle Handlungen sind legal und bleiben ungestraft. Eine Nacht, in der weder Feuerwehr noch Polizei oder Krankenhäuser erreichbar sind.
Die Familie Sandin, durch Verkauf von Sicherheitssystemen sehr wohlhabend, fühlt sich in dieser Nacht in ihrem Haus geschützt, doch Sohn Charlie entdeckt auf den Überwachungskameras einen hilflosen, verletzten Mann, der Zuflucht sucht. Mitleid und Gerechtigkeitssinn veranlassen Charlie, das Sicherheitssystem zu deaktivieren. Trotz schneller Reaktivierung des Vaters kann der Fremde ins Haus gelangen und die Nacht wird für die Familie zu einem Albtraum.

Sicher fühlt sich Ethan Hawke mit seiner Familie in der großen, schönen Villa. Die amerikanische Familie, Sohn Charlie ein kleiner Freak, der gerne bastelt, und Tochter Zoey, die gerade ihre erste große Liebe Henry anhimmelt. Der Vater bekannt und in der Nachbarschaft wegen des Erfolgs gehasst. Die Mutter, gespielt von Lena Headey, eine unscheinbare Hausfrau. Jedes Klischee wurde bedient. Langweilig! Aber klar, es musste die Schönen und Reichen treffen.
Wie schnell sich das Schicksal doch zum Schlechten wenden kann, erleben die Sandins in dieser „Säuberungsnacht“. Weiterlesen

Filmreview: MAMA (Kinostart 18.04.2013)

„Du darfst sie nicht eifersüchtig machen!“

Der Familienvater Jeffrey ist verzweifelt und tötet aus Frust Arbeitskollegen und Ehefrau. Zusammen mit seinen Kindern

Victoria und Lilly flüchtet er. Ein Verkehrsunfall führt sie schließlich in ein Wäldchen mit einer schaurigen Hütte. Als er versucht seinen Kindern und sich selbst das Leben zu nehmen, wird er von einer schattenhaften Gestalt aus dem Haus gerissen. Die Kinder überleben und werden erst nach fünf Jahren verwildert und verängstigt aufgefunden. Eine neue Herberge finden sie bei ihrem Onkel Lucas und seiner Partnerin Annabel. Doch die schattenhafte, düstere Gestalt, die die Kinder „Mama“ nennen, ist nicht im Wald zurückgeblieben.

Der Film wurde seit langem stark beworben und natürlich siegte bei mir die Neugierde. Tragisch und erschütternd beginnt der Film, die Regisseure wählten eine typische Horrorfilmumgebung, den trostlosen Wald, eine alte Baracke und den kalten Winter. Keine neue Idee! Wie die Geschichte an sich selbst keine neuen aufweist. Ein Geist, der keine Ruhe findet und Unruhe stiftet, bis er hat, was er will. Aber es kommt immer auf die Umsetzung an! Weiterlesen

Filmreview: Hitchcock (Kinostart 14.03.2013)

Geduld und Überzeugung

Alfred Hitchcock hat in seiner Karriere als Filmemacher Großes geleistet. An die 60 Filme sind entstanden, und viele hatten weltweiten Erfolg. Der Film „Hitchcock“ erzählt von der Entstehung seines Meisterwerkes „Psycho“, wie er zu der Idee kam, die Auswahl der Schauspieler. Die Filmbranche ist dem Projekt gegenüber sehr skeptisch eingestellt und versagt ihm die Finanzierung. Seine Frau und einige andere treue Seelen glauben an ihn und geben ihm die gewünschte Unterstützung und den nötigen Halt.

„Hitchcock“ ist ein grandioser Film, der die Sorgen und Gedanken Hitchcocks sehr gut darstellt. Er wirkt hin und wieder sehr einsam und ängstlich, und doch strotzt er vor Energie und Kraft, versucht seine Ideen um- und durchzusetzen. Nicht ganz einfach, wenn man bedenkt, dass er die Finanzierung zu seinem neuen Werk allein übernehmen muss und viele Skeptiker im Nacken sitzen hat. Er ist überzeugt von dem Drehbuch und sieht den Erfolg bereits vor sich. Die Hoffnung gibt er nicht auf. Seine Frau ist sein ganz großer Halt, sie sagt ihm die Meinung, auch wenn sie mal negativ ausfällt, dennoch unterstützt sie ihn mit allen Mitteln. Weiterlesen