CD: The Legendary: Let’s get a little high

We are The Legendary, we play Rock ’n‘ Roll

Lets_get_a_little_high-Album-Cover-Front-Highdef-SquareVerehrte Freunde des Schweinerock, macht euch auf etwas gefasst. The Legendary, die 2014 in München gegründete Band um Sänger und Gitarristen Thorsten Rock, haben wir hier schon vorgestellt.
Jetzt geben die Jungs, die schon mit Tito und Tarantula auf Europatour waren, uns mit ihrem Debütalbum Let’s get a little high gepflegt was auf die Ohren. Im Opener „Rocket Ship“ stellen sie sich ganz in Motörhead-Manier mit den Worten „We are The Legendary, we play Rock’n’Roll“ vor, und sie versprechen uns nicht zu viel. Mit sattem Sound und eingängigen Melodien, die man schon ab dem zweiten Refrain mitsummt, machen sie ordentlich Laune. Der Titelsong „Let’s get a little high“ (before we die) reißt absolut mit, Mitnicken reicht hier nicht mehr, es darf getanzt und gemosht werden. Satte Riffs und ein Schlagzeug-Gewitter leiten „Half a Devil“ ein – der Song lässt an ZZ Top denken, das Tempo zieht nochmal etwas an. Gleich so weiter geht es im nächsten Track „Sazerac Woman“. Immer wieder gefällt mir der mehrstimmige Gesang.

Etwas düsterer wird die Atmosphäre bei „Feel Some“. Man möchte mit ganzem Herzblut mitsingen „Will I ever see the ocean? Will I ever go beyond the horizon?“ Spätestens „The Path“ beweist, dass es sich lohnt, auf die großartigen Texte zu hören. „We spent the night together, felt like it lasts forever – shouldn’t we apologise to the neighbour and his wife?“ – diese Zeile hat mich lauthals zum Lachen gebracht. Es geht weiter mit starken Riffs und mitreißenden Refrains. Der nächste Song, „Shot in the Dark“, ist das Stück, das für mich als erstes herausgestochen ist, und nachhaltig im Ohr festhängt. Von den Harmonien her ähnelt er zwar erstmal dem vorletzten Song „Feel Some“, aber den eindringlichen Refrain, der auf ein herausgebrülltes „Are you crazy?“ endet, bekommt man nicht mehr aus dem Kopf.

Mit „The Dirt“ geht es wieder weniger düster weiter. „Extraterrestrial“ ist ein Appell an irgendwo da draußen vorhandene Aliens, einen doch bitte endlich von dieser Welt abzuholen. „Tomorrow“ beginnt ziemlich ruhig mit Akustikgitarre und baut sich nach und nach auf – das Tempo bleibt gemäßigt. Man möchte mit der Harley auf weiten Landstraßen cruisen. Na gut, mangels Harley tut es zur Not auch das Auto auf der A96.

Den fulminanten Abschluss nach bester Southern Rock-Manier bildet „Kissin Kate“, das schon 2015 als Single released wurde.

Fazit: Ich habe das Album einen ganzen verdammten Tag lang beim Großputz gehört, immer wieder von vorne, und hatte noch nie so gute Laune und so viel Energie beim Aufräumen. Kann ich nur empfehlen! The Legendary hat sehr viel Ohrwurmpotenzial, und das Album ist toll produziert – vielleicht wünscht man sich aber ein paar mehr Ecken und Kanten und ein bisschen mehr Unverwechselbarkeit.

Für Fans von: Queens of the Stone Age, ZZ Top, Black Stone Cherry
Weiterhören: Los Bastardos Finlandeses

The Legendary – Let’s get a little high
Cargo Records/My Redemption records, VÖ 19.05.2017

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Tracklist:

1. Rocket Ship
2. Let’s get a little high
3. Half a Devil
4. Sazerac Woman
5. Feel some
6. The Path
7. Shot in the Dark
8. The Dirt
9. Extraterrestrial
10. Tomorrow
11. Kissin Kate

Quelle: Band-Homepage

(Bildquelle: Band-Homepage)

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