News: Schandmaul mit Best-Of auf Platz 7 der LP-Charts und neues Album „Unendlich“

Die Mittelalterrocker von Schandmaul und deren Label F. A. M. E. Recordings haben am Dienstag, den 10.09.2013 Abends voll Freude auf Facebook verkündet, dass sie mit ihrem Best-Of-Album So weit, so gut auf Platz 7 der Deutschen Longplay-Charts eingestiegen sind. Wir gratulieren herzlich!

„Zwölf Klassiker, Publikumslieblinge und Geheimtipps wurden von Schandmaul mit frischem Sound und z.T. veränderten Arrangements neu eingespielt. Hinzu kommen drei ganz neue, bisher unveröffentlichte Stücke wie Herz aus Gold oder der

Instrumental-Opener mit dem programmatischen Titel Folk n Roll als spezieller Bonus für alle Schandmaul-Fans.

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Bild: http://new.fame-recordings.de/

Über eine Stunde Werkschau in neuem Soundgewand wird hier geboten, letztendlich ein vollwertiges neues Album! In der Extended Edition gibt es darüber hinaus 17 weitere Originale als Zusammenstellung der Highlights aus allen bisherigen Veröffentlichungen. Das CDBooklet dieser Jubiläums-VÖ enthält persönliche Kommentare der Bandmitglieder und viel Bildmaterial aus 15 Jahren Bandgeschichte.“ [Quelle: amazon.de]

So weit, so gut (30. August 2013)
Extended Version auf Amazon:  Link

Doch auch ein komplett neues Album steht in den Startlöchern…

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News: Werter Herr meets Goth-Rock-Gott

Es ist eine seltsame Mischung, wenn man die beiden Musiker in ihrer „natürlichen Umgebung“ kennt – dennoch überrascht es kaum, dass sie sich musikalisch zusammengetan haben: Le Comte Caspar vom selbsternannten Kammercore-Sextett Coppelius und Chris „The Lord“ Harms, Fronter der Hamburger Lord of the Lost, standen gemeinsam im Studio. Mit dem Nebenprojekt Harms & Kapelle will Harms musikalisch einen anderen Weg einschlagen und hat ein paar Freunde um sich geschart, um auf Deutsch durchzustarten. Das Debütalbum Meilenstein wird in den nächsten Wochen final eingesungen und sollte eigentlich noch in diesem Jahr in den Läden stehen – vielleicht wird es ja ein Weihnachtsgeschenk. Unter den 14 Songs ist auch die Coverversion von Reinhard Meys „Narrenschiff“. Hierfür hat Harms den werten Klarinettenvirtuosen le Comte Caspar ins Boot geholt. Wie das klingt, wird man hoffentlich in absehbarer Zeit hören können.

Chris Harms ist derzeit mit Lord of the Lost auf Tour, supportet werden die Fünf von Lost Area. Coppelius hingegen geben sich derzeit recht ruhig und bereiten sich wohl auf die traditionelle Jahresendtour im Dezember vor.

CD-Review: Isvind: Daumyra (VÖ: 15.08.2013)

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A Blast from the Past

Isvind gehören zu den ganz, ganz alten Black-Metal-Bands, gegründet 1992 in Oslo, damals noch als Trio und unter dem englischen Namen Ice Wind. Nach isvind_daumyra_coverdrei Demos und einer EP erschien 1996 das Debutalbum Dark Waters Stir, danach wurde es ruhig um Isvind, denn ganze sieben Jahre dauerte es, bis die Split-EP Kuldedød / Det Hedenske Norge 2003 auf den Markt kam. Danach kam wieder lange lange nichts, 2011 erschien dann das zweite Album Intent Lever. Diesmal hat sich das Duo Goblin (Schlagzeug, Gesang, Keyboards) und Arak Draconiiz (Gitarre, Bass, Gesang – und ja, das ist auch der Ex-Tsjuder-Klampfer) beeilt und beglückt meine Ohren 2013 via Folter Records mit ihrem neuesten, dem dritten Studioabum Daumyra.

Diese lange Einführung dient vor allem einem Zweck: Aufzuzeigen, was einen auf Daumyra erwartet. Knüppelharter Black Metal, wie er sein sollte, der seine Wurzeln in den 90er Jahren nicht verleugnen kann und auch nicht verleugnen will. Mich versetzen die rasenden, wütenden und ziemlich kalten Lieder jedenfalls sofort wieder in die glückliche Zeit meiner Jugend, als das, was die Jungs hier vorlegen, noch brandneu war. Und genau dafür mag ich Daumyra: Hier gibt es keine Kompromisse, keine Überraschungen, drin ist, was draufsteht – so muss das sein! Weiterlesen

CD-Review: Absent/Minded: Earthtone (VÖ: 12.07.2013)

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Erdige, dunkle Klänge aus Franken

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Absent/Minded ist ein Quartett aus Bamberg, das sich einer Musik verschrieben hat, die sehr eigenständig und ungewöhnlich ist. Die Mischung aus Sludge, Doom und Postcore Metal, die uns die Franken auf ihrem zweiten Album Earthtone bieten, ist aber dennoch richtiggehend organisch zu nennen, die Elemente greifen reibungslos ineinander und erzeugen eine düstere Stimmung, nicht unähnlich einer Sepia-Fotografie eines verlassenen Landstriches, einer Wiese vielleicht mit hüfthohem, verdorrtem Gras. Wie die vier Bandmitglieder Jürgen, Uwe, Stevie und Michael so ticken, haben sie uns bereits im Kurzinterview verraten, als wir Absent/Minded als Band der Woche vorgestellt haben. Genug der Vorrede, allerhöchste Zeit, ins aktuelle Album Earthtone reinzuhören! Weiterlesen

Band der Woche: Toys Get Lost

Alternativen Post NuRock bieten uns ein paar Jungs aus München in dieser Woche. Toys Get Lost überzeugen mit harten Gitarren und einem Rhythmus, der ins Blut und in die Beine geht. Seit 2007 teilen sie sich die Bühne mit Bands wie H-Blockx, Tenside, Mindjuice und vielen mehr.
Was die Band über sich verrät:

Wer verbirgt sich hinter Toys Get Lost?
Fabio: Michi (Gitarre), Fabio (Gesang), Franz (Drums) und Ken (Bass)
Franz: Hinter TGL verbergen sich vier Personen unterschiedlicher Genres und musikalischer Herkunft, unter denen sich nach Ableben Ihrer vorherigen Bands eine massive Freundschaft entwickelt hat, und die sich dazu bereit erklären, den Leuten vor der Bühne immer zu zeigen, wie viel Spaß wir an unserer Musik haben, und die immer erneut versuchen, den Leuten ein Grinsen aufs Gesicht zu zaubern.

Müsste man eure Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das?
Fabio: Alternative Rock
Franz: New Grunge Rock
Michi: Vorsicht Hochspannung Weiterlesen

Rezension: James Bowen – Bob, der Streuner

Echte Männerfreundschaft

James lebt mehr schlecht als recht in seiner kleinen Sozialwohnung in London. Sein tägliches Brot verdient er mühevoll als Straßenmusiker, lebt mit Pöbeleien und einer düsteren Zukunft: Drogenentzug läuft zwar, aber so recht Hoffnungen macht er sich nicht. Für James ist es nur eine Frage der Zeit, bis er sein Leben – mal wieder – vermasselt. Bis eines Tages ein ziemlich zerfledderter, roter Kater im Treppenhaus auftaucht und nicht mehr gehen mag. Diese wahrlich schicksalhafte Begegnung sollte das Leben der beiden vollkommen umkrempeln. Weiterlesen

Filmreview: Dampfnudelblues (Kinostart August 2013)

Der Blues

„Stirb Du Sau!“ steht in roten Buchstaben an der Hauswand des Schuldirektors Höpfl von Niederkaltenkirchen geschrieben. Er erstattet Anzeige und taucht für ein paar Tage ab. Kurz nach seiner Rückkehr wird der Direktor zerstückelt auf den Bahngleisen gefunden. An Selbstmord glaubt der örtliche Polizist Franz Eberhofer nicht und startet trotz Verbot seine eigenen Ermittlungen.

Wer, so wie ich, die liebenswerten Geschichten des jungen Dorfpolizisten Franz Eberhofer von Rita Falk gelesen hat, der kann es sich einfach nicht entgehen lassen, sich die Verfilmung des zweiten Teils „Dampfnudelblues“ im Kino anzusehen.
Natürlich interessierte mich brennend: Wie wurden die Charaktere besetzt? Sind sie authentisch? Habe ich sie mir während des Lesens schon so vorgestellt? Und muss ich genauso oft lachen und schmunzeln? Weiterlesen

Filmreview: The Conjuring – Die Heimsuchung (Kinostart: 01.08.2013)

Heimsuchung

Carolyn und Roger Perron ziehen mit ihren vier Töchtern in ein Häuschen auf dem Land. Doch die ruhige und idyllische Atmosphäre trügt, denn die Mädchen werden nachts von Erscheinungen heimgesucht. Das Haus erwacht zum Leben, und der Wahnsinn sucht auch bald Carolyn heim. Die bekannten und berühmten „Geisterjäger“ Lorraine und Ed Warren nehmen sich des vermeintlichen Dämons an und kommen selbst an ihre Grenzen.

Ich muss ja etwas gestehen: Noch vor ein paar Jahren hätte mich keiner in so einen Film gebracht, war ein Angsthase hoch zehn. Doch seitdem ich mir fast ausschließlich nur noch Horror- und Thrillerliteratur einverleibe, musste ich diesen Film unbedingt sehen, zumal er auch noch auf einer wahren Begebenheit basieren soll. Und verstecken kann ich mich immer noch hinter den starken Schultern meines Freundes.
Mit Spannung und leichter Gänsehaut ging es auch gleich los. Die Geschichte um die Puppe Annabelle versprühte Schauder und Grusel und verwirrte zunächst ein wenig. Der Zusammenhang zur restlichen Story wurde aber recht schnell hergestellt. Weiterlesen