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Konzert: 28.02.19 Gaahls Wyrd + Tribulation + Uada + Idle Hands, Backstage Werk, München

Die Geister, die wir riefen …

 

… kommen zu einer Doppel-Headliner-Show aus dem hohen Norden zu uns ins Backstage und versprechen uns einen prall gefüllten Konzertabend: Tribulation aus Schweden, die sich einer musikalischen Auslegung von Byrons Romantik verschrieben haben, und Gaahls Wyrd, das aktuelle Projekt des ehemaligen Gorgoroth-Sängers Gaahl, das im Dezember 2017 schon für ehrfürchtige Stimmung im Backstage gesorgt hat, führen den Tross an, der von zwei Bands aus Portland, Oregon komplettiert wird: Idle Hands und Uada. Diese Séance wird, dafür braucht man keine Kristallkugel, laut, heftig und lang. Ran an die Pommesgabeln!

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CD: Reverend Beat-Man & Izobel Garcia – baile bruja muerto

Tanz Hexe Tod

VR12109Der Schweizer Musiker Beat Zeller hat bereits 1986 die Psychobilly-Garage-Blues-Trash-Punk-Band The Monsters gegründet und ist darüber hinaus sowohl als Wrestler als auch als Prediger durch die Welt gezogen. In seinen One-Man-Shows spielt er Primitive Rock ’n‘ Roll oder Blues Trash. Außerdem ist er der Kopf hinter dem Indie-Label Voodoo Rhythm Records, das für seine hochwertigen Veröffentlichungen im weiten Feld des Bereichs Rock ’n‘ Roll und Artverwandtem weltweit geschätzt wird.
Die Mexikanerin Izobel Garcia hat in zahllosen kurzlebigen Garage-Punk-Bands in Los Angeles gespielt, seit sie sechzehn ist. Ihre musikalischen Wurzeln liegen im Punk, im Blues, und der mexikanischen Ranchera Music, mit der Band Manos del Chango hat sie einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht.
Kennengelernt haben die beiden sich bei einer Garage Punk Show in Los Angeles und vom Fleck weg ihr gemeinsames Projekt gestartet. Am Schlagzeug sitzen beide, während der Reverend zusätzlich noch Gitarre spielt, bedient Garcia Orgel oder Synthesizer. Eingespielt wurde das Album baile bruja muerto abwechselnd in Italien, der Schweiz und L.A. Weiterlesen

Konzert: 09.11.2018 – Watain, Rotting Christ und Profanatica im Backstage Werk, München

Der Fluch des Dreizacks

 

Nach langer, langer Zeit lassen sich die Schweden von Watain mal wieder in unseren Breitengraden blicken, und das auch noch an einem Freitagabend – Pflichttermin also, auch wenn parallel dazu Powerwolf das komplett ausverkaufte Zenith zerlegen. Mit auf der „Trident’s Curse“-Tour sind Rotting Christ, und allein die Griechen sind jeden Cent des Eintrittspreises wert. Außerdem dabei ist mit Profanatica eine Band aus den USA, die ich bisher nicht so recht auf dem Schirm hatte, obwohl sie zum Urgestein des amerikanischen Black Metal zählen.

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CD: Ayahuasca – Beneath the mind

Experimentell und bewusstseinserweiternd

a3673207349_10Im extremeren Metal-Bereich bin ich ja im Regelfall wirklich nicht Zuhause. Es gibt aber wie immer Ausnahmen, bei denen etwas Besonderes passiert, das die Band aus der Masse heraushebt und für mich interessant macht. Die vorab veröffentlichte Instinct-EP der Kölner Band Ayahuasca ist so ein Fall, ich bin gespannt, ob das Debütalbum Beneath the mind meine geweckten Erwartungen erfüllt. Kurz zusammengefasst: Ayahuasca ist ein halluzinogen wirkender Tee, der aus einer Lianenpflanze und einem DMT-haltigen Kaffestrauch gebraut wird und seinen Ursprung bei Schamanen und Naturvölkern ganz Südamerikas hat. Den Namen nach haben einige Mitglieder der neunköpfigen Band südamerikanische Wurzeln, woher sich die Verbindung erklärt. Weiterlesen

CD: Helrunar – Vanitas Vanitatvm

Zurück zum Ursprung

helrunarHelrunar ist für mich eine jener Bands, die ich seit der Veröffentlichung ihres ersten Demos Grátr im Jahre 2003 mit großem Interesse verfolge. Ein roter Faden zog sich sowohl musikalisch als auch thematisch durch ihre vier bisher erschienenen Alben. Zusammen mit einigen anderen aus Deutschland stammenden Pagan Black Metal Bands, hier sei besonders Nagelfar erwähnt, haben sie den Black Metal Kosmos angenehm erweitert. Vor wenigen Tagen erschien das neue Meisterwerk von Helrunar namens Vanitas Vanitatvm über Lupus Lounge, und es war für mich mehr als natürlich von meinen Eindrücken zu berichten. Weiterlesen

CD: SLÆGT – The wheel

Schwungrad

Slaegt_The_WheelDie Band mit dem ungewöhnlich klingenden Namen SLÆGT (dänisch für Gattung) wurde 2011 von Oskar J. Frederiksen in Kopenhagen gegründet und kann bereits eine EP und zwei Longplayer vorweisen, von denen man vor allem das letztjährige Werk Domus Mysterium hervorheben muss. Nun erscheint der neue Output namens The Wheel. Frederiksen singt und spielt Rhythmusgitarre, die weiteren Mitglieder sind Anders M. Jørgensen an der Leadgitarre, Bassist Olle Bergholz und Adam ‚CC‘ Nielsen am Schlagzeug. Die Wurzeln der Band liegen im Black Metal, und damit bin ich im Normalfall schon raus. SLÆGT halten sich jedoch nicht mit Klischees auf, sondern erweitern kontinuierlich ihren Sound, vor allem der klassische Heavy Metal hat es ihnen angetan, und durch diese Vorgehensweise werden sie für mich interessant. Weiterlesen

CD: Mantar – The modern art of setting ablaze

Giftige Pilze

Aufgrund meiner Begeisterung für Kackschlacht, einer Zwei-Mann-Punk-Band, die nur aus Gitarre und Schlagzeug besteht (Link zur Review), wurde mir seitens eines Redaktionsmitglieds empfohlen, doch mal in Mantar reinzuhören. Diese seien ebenfalls nur zu zweit und ebenfalls nur mit Gitarre und Schlagzeug unterwegs. Gesagt, getan, voller Vorfreude YouTube gestartet, dann allerdings von irgendeinem Black-Metal-Gegrunze abgeschreckt worden und die Band erst mal vergessen. Erst als der Redaktion nun das neue Album zur Rezension angeboten wurde, fiel mir die Band wieder ein. Also noch mal voller Angst YouTube gestartet, dann allerdings von einer massiven Rhythmus-Walze positiv überrascht worden und die Rezension dankend angenommen.
2012 in Bremen gegründet, veröffentlichten sie bereits 2013 das Debütalbum Death by burning, mit dem Nuclear Blast auf Mantar aufmerksam wurde. 2016 erschien hier das Nachfolgealbum Ode to the Flame sowie das nun zu besprechende dritte Album The modern art of setting ablaze. Weiterlesen

CD: Dimmu Borgir – Eonian

 Schwarzbombast

Dimmu Borgir - Eonian - ArtworkDass sich Schwarzmetall und Bombast-Arrangements gut verstehen, ist hinreichend bekannt. Dass sich diese Mischung nach wie vor hartnäckig hält und in Bands wie Carach Angren immer noch neue Vertreter findet, ebenfalls. Und dass die Norweger von Dimmu Borgir nicht nur von Beginn an ganz oben auf dieser Welle mitgeritten sind, sondern sie auch nachhaltig geprägt haben, dürfte auch niemanden mehr überraschen. Doch diese Welle, auf der der Black Metal in den Mainstream gesurft ist, schien in den letzten Jahren deutlich langsamer geworden zu sein, was vielleicht auch daran lag, dass Dimmu Borgir seit der umstrittenen Abrahadabra (2010) nichts mehr nachgelegt haben. Das änderte sich am 4. Mai dieses Jahres, als die Norweger pünktlich zum 25-jährigen Bandjubiläum ihre aktuelle Scheibe Eonian vorgelegt haben.

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Festival: 01.08.-04.08.18 – Wacken Open Air

Scheiß auf Feenstaub, hier gibt’s Wackendreck!

2018-08-04_23-25-45_wacken_impressionenSchwarzes Bayern goes Wacken – das bedeutet zunächst einmal eine LAAAAANGE Fahrt von München in das wohl bekannteste Kuh-Dorf Schleswig-Holsteins. In unserem Fall über Nacht von Dienstag auf Mittwoch, was den Fotografen Andreas Brauner und mich zwar die Affenhitze besser aushalten lässt, aber ansonsten eine ziemliche Quälerei ist. Endlich angekommen – erstaunlicherweise ohne Anreisestau und mit perfekt ausgearbeitetem Verkehrsleitsystem – heißt es erstmal gut zwei Stunden in der Knallsonne auf unsere Presse-Armbändchen warten, und anschließend die richtige Stelle auf dem riesigen Campingplatz zu finden, um uns unserem Camp, dem „Ponyhof“, anzuschließen. Der Name ist Programm, den Dreh- und Angelpunkt des Camps bildet ein ausgemusterter Militärtruck, der mit diversen Stoff-Ponys in allen Größen verziert ist. Ansonsten gibt es viele Zelte und einen großen Pavillon mit drei Kühlschränken, Küchenzeile mit Spüle und Holzofen und mehrere Paletten voll Nahrung, Getränken und allem, was man womöglich in diesen vier Tagen brauchen könnte. Wir sind also bestens versorgt und arbeiten EINMAL mit Profis!

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CD: Immortal – Northern Chaos Gods

Ein Phönix aus Eis

Immortal - Northern Chaos Gods - ArtworkNach neun Jahren sind die Tore nach Blashyrkh endlich wieder offen, und wieder weht der eiskalte Wind von Norden herab: Immortal sind zurück! Northern Chaos Gods heißt das erste Album, das die Norweger, inzwischen nur noch zu zweit unterwegs, seit All shall fall auf den Markt gebracht haben – nach dem ganzen Hickhack um den Bandnamen und Abbaths Ausstieg hat man damit ja kaum noch gerechnet. Demonaz (Gitarre, Gesang) und Schlagzeugmaschine Horgh haben sich dafür die Unterstützung von Peter Tägtgren, der auch für die Produktion verantwortlich zeichnet, am Bass geholt. Schon allein das lässt auf ein gutes Album hoffen, aber die bange Frage, die sich ein jeder Fan im Vorfeld gestellt hat, bleibt: Wie funktioniert Immortal ohne Abbath?

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