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CD: Auðn – Farvegir fyrndar

Islands Speerspitze

CoverDas Jahr 2017 neigt sich langsam dem Ende entgegen und ich besinne mich musikalisch eher auf ruhigere, atmosphärische Klänge, das liegt wohl an der eher trist-grau-depressiven Phase des Winters, wenig Licht und Vitamin D, ein böser Mix. Von Auðn, einer aufstrebenden Black / Folk Metal Band aus Island (was aus Island stammt ist zu 99 % grandios) hatte ich vor kurzem erst einen Artikel gelesen, und es blieb so einiges hängen. Seit 2010 spielen die fünf Männer zusammen (einige von ihnen sind ehemalige Mitglieder der Band Dynfari, die eine Offenbarung ist) und veröffentlichten vor wenigen Tagen ihr zweites Album Farvegir fyrndar über Season of Mist aus Frankreich. Ich habe für mich und für Euch in das Album hineingehört: Weiterlesen

CD: Zornheym – Where hatred dwells and darkness reigns

Symphonischer Wahnsinn

Zornheym-CoverSymphonic Metal war bislang so gar nicht meine Baustelle, da ich zuviel Bombast-Kitsch und Pseudo-Operngesang überhaupt nicht ausstehen kann. Aber das tolle Video aus der Psychiatrie zu „The opposed“ hat mich neugierig gemacht. Noch dazu ist Zornheym eine Allstar-Band, deren Musiker der Hauptsongwriter Zorn aus aktiven oder ehemaligen Mitgliedern von illustren Bands aus dem Extrem-Metal-Bereich wie Dark Funeral, Devian, Diabolical und Facebreaker um sich geschart hat. Mit Bendler von Facebreaker als Vocalist ist auf jeden Fall klar, dass ich mir um Operngesang schon mal keine Sorgen machen muss. Weiterlesen

CD/Tape: Lock Howl – Pareidolia

Gothic Rock meets Death Rock meets Black Metal

coverErst kürzlich hatte ich mittels des Samplers Night Voices – Volume 1 das DIY-Underground-Label Occult Whispers Records aus Chicago vorgestellt (Link). Eine Veröffentlichung hat es mir besonders angetan: Lock Howl ist ein Ein-Mann-Projekt von James McBain aus dem englischen Aberdeen. Damit ist er natürlich bestens vertraut mit tristem und Melancholie erzeugendem nasskalten Regenwetter, das so unnachahmlich die Postpunk- und Gothic-Rock-Szene beeinflusste. Doch das ist McBain nicht genug, und so lässt er sich auch von der anderen Seite der Nordsee inspirieren, den tiefen und düsteren Wäldern Norwegens, wiederum Einfluss für die dortige Black-Metal-Szene. Weiterlesen

Band der Woche: Kull

In den dunklen Hügeln Yorkshires … haben sich fünf düster drein blickende Schwarzmetaller zusammengetan und sich dem Symphonic Black Metal verschrieben. Kull bestehen aus ehemaligen Mitgliedern der Black Metal Größen Bal-Sagoth und Death Metallern von Dyscaphia und sind bei näherer Betrachtung garnicht mal so gruselig, sondern erzählen von sich, Donnergrollen und David Hasselhoff.

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CD: Vintersorg – Till Fjälls, Del II (Vö. 30.06.2017)

Odins Söhne

695_Vintersorg_CMYKOdin, was bin ich froh, dass es noch Bands des alten Schlages gibt! 1998 erstand ich in einer Metalbörse das Debütalbum namens Till Fjälls! Der Sound hat mich damals sehr beeindruckt. Im Laufe der folgenden Jahre erschienen weitere beachtliche Alben wie Ödemarkens son (1999) oder das viel beachtete Album Jordpuls (2011). Ich gestehe, die schwedischen Vikinger Vintersorg etwas aus den Augen verloren zu haben. Die Formation wurde 1996 in Skellefteå (Schweden) gegründet und besteht aktuell aus Vintersorg (Vocals, Guitars, Bass, Keyboards), Mattias Marklund (Lead Guitar, backing Vocals) und Simon Lundström (Bass, Vocals). Nun liegt mir ihr aktuelles Album Till fjälls, del II (eine Doppel CD) zum Review vor, und ich ließ mich nicht bitten. Weiterlesen

News: Svarta mit erstem eigenen Musikvideo

Ein Jahr nach dem Erscheinen ihres aktuellen Albums Lethargie hat die österreichische Black-Metal-Band Svarta nun ihr erstes Musikvideo zum Song „Ausbruch“ nachgelegt. Drehbuch, Regie und Produktion wurde dabei von den Bandmitgliedern selbst übernommen; beim Dreh erhielten die vier Oberösterreicher Unterstützung des Genrefilm- und Undergroundmusiklabels Black Lava Entertainment. Das Ergebnis ist ein sehenswerter Kurzfilm:

CD: Ghost Bath – Starmourner

Das Rad zwar nicht neu erfunden, aber ein recht solides Album

Ghost Bath - Starmourner - ArtworkIn letzter Zeit fällt auf, dass mehr und mehr Bands aus dem Post/Depressive Black Metal Genre ans Tageslicht treten. Ghost Bath ist eine bereits etablierte Formation aus North Dakota (USA), die vor kurzem ihr bereits drittes Studioalbum, Starmourner, veröffentlichte. Seit der Gründung im Jahre 2012 ging man unbeirrt seinen Weg. Die aktuelle Veröffentlichung erscheint unter der Flagge des amerikanischen Ablegers des mittlerweile zum Kult gewordenen Labels Nuclear Blast. Ist Starmourner ein würdiger Nachfolger des grandiosen Vorgängeralbums Moonlover aus dem Jahre 2015? Lest selbst! Weiterlesen

Bandportrait/DEMM: Pillorian

Aus der Asche der leider zu Grabe getragenen Agalloch entstiegen Pillorian. Das Nachfolgeprojekt des einstigen Gitarristen John Haughm, das nach dem Split von Agalloch 2016 ins Leben gerufen wurde, hat bereits eine Single namens A Stygian Pyre und ein reguläres Album, Obsidian Arc, veröffentlicht. Pillorian ist ein Kollektiv aus Musikern, die aus jeder erdenklichen Richtung des Metals stammen. So finden sich Mitglieder, die in Funeral Doom Metal Formationen der Marke Maestus spielen, als auch Musiker, die aus der eher Experimental Black Metal Szene stammen.

Pillorian

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Bandportrait/DEMM: Batushka

Der Anti-Patriarch kommt

Wie schreibt man ein Bandportrait über eine Band, über die es so gut wie keine Informationen gibt? Selbst ihre Homepage zeigt nur ein düsteres aber sehr gut gemachtes Video. Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: unbekannte, maskierte Musiker, anti-klerikale Texte, eine Art Hohepriester – hinter dem Konzept von Batushka schimmert eine gehörige Portion Ghost durch. Aber während Papa Emeritus und seine Nameless Ghouls vor allem die katholische Kirche persiflieren, beziehen sich Batushka auf die orthodoxe Kirche Osteuropas. Batushka bedeutet im Russischen „Vater“ und wird im Allgemeinen als Synonym für einen Priester verwendet.Batushka

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Bandportrait/DEMM: Ravencult

Würdiger Ersatz

Gehenna mussten ihren Auftritt auf dem diesjährigen Dark Easter Metal Meeting (vom 15. bis 16.04.2017 im Backstage) leider aus persönlichen Gründen absagen. Das ist natürlich schade, dennoch hat der Veranstalter mit den Griechen Ravencult kurzfristig einen würdigen Ersatz buchen können. Es wird sogar der erste Auftritt der Band in München sein.ravencult

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