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Konzert: 30.01.19 Amorphis + Soilwork + Jinjer + Nailed to Obscurity, Backstage Werk, München

München kann Metal

Große Dinge sind für heute Abend im Backstage Werk angekündigt, nämlich die Doppel-Headliner-Tour von Amorphis und Soilwork. Begleitet werden die beiden nordischen Metal-Urgesteine von den Ukrainern Jinjer und den Deutschen Nailed to Obscurity. Ein ultrafettes Package also, kein Wunder, dass die Schlange beim Einlass um halb sechs schon beeindruckend ist. Das Backstage hatte am Tag zuvor schon „Ausverkauft!“ gemeldet, es wird also höllisch voll werden, und wer einen vernünftigen Platz mit guter Sicht möchte, muss tatsächlich früh da sein. Der Merch der vier Bands ist diesmal im Nebenraum vor der Werkstatt aufgebaut, auch die dortige Bar ist offen, was die Ströme der Kaufwütigen, Durstigen und Klogänger doch etwas entzerrt. Soweit wäre also alles vorbereitet, das Werk füllt sich kontinuierlich, es kann losgehen. Mrs. Hyde erzählt euch was über die ersten zwei Bands, torshammare über die zweite Hälfte des Abends. Weiterlesen

CD: Ayahuasca – Beneath the mind

Experimentell und bewusstseinserweiternd

a3673207349_10Im extremeren Metal-Bereich bin ich ja im Regelfall wirklich nicht Zuhause. Es gibt aber wie immer Ausnahmen, bei denen etwas Besonderes passiert, das die Band aus der Masse heraushebt und für mich interessant macht. Die vorab veröffentlichte Instinct-EP der Kölner Band Ayahuasca ist so ein Fall, ich bin gespannt, ob das Debütalbum Beneath the mind meine geweckten Erwartungen erfüllt. Kurz zusammengefasst: Ayahuasca ist ein halluzinogen wirkender Tee, der aus einer Lianenpflanze und einem DMT-haltigen Kaffestrauch gebraut wird und seinen Ursprung bei Schamanen und Naturvölkern ganz Südamerikas hat. Den Namen nach haben einige Mitglieder der neunköpfigen Band südamerikanische Wurzeln, woher sich die Verbindung erklärt. Weiterlesen

CD: Alestorm – No grave but the sea

„Rum, beer, quests and mead“

K800_704_Alestorm_RGB„These are the things that a pirate needs“. Das klingt wie eine Zusammenfassung dessen, was einen bei Alestorm erwartet. Angus McFife, der Protagonist und Held bei der Power Metal Band Gloryhammer hat mich hergeführt, denn deren Keyboarder Chris Bowes ist auch bei Alestorm die federführende Person. Oder vielleicht sollte ich besser schwerterführend sagen. Die Thematik der beiden Bands ist zwar verschieden, aber bei beiden spielt Humor eine große Rolle, denn mit den klischeehaft überzeichneten Texten nimmt man sich selbst und das Genre nicht allzu ernst, was sie wohltuend von manch anderen abhebt, die im Pathos ertrinken. No grave but the sea ist mittlerweile das fünfte Album von Alestorm, die sich 2004 noch unter dem Namen Battleheart gründeten. Weiterlesen

Band der Woche: Towers & Bridges

TOWERS&BRIDGES_LogoUnsere Band der Woche erfreut ihre Zuhörerschaft mit musikalischem Hardcore bzw. Metalcore. Dies warfen die sechs Freunde im April auch in den Ring beim Rockavaria Bandcontestfinale, und am 21. Mai treten sie beim Springbreakdown (Feierwerk, Hansa 39 in München) auf. Ihr wollt mehr über diese Band wissen? Kein Problem, die Jungs haben sich unseren Fragen gestellt, und wir präsentieren euch hiermit Towers & Bridges!

Wer verbirgt sich hinter Towers & Bridges? Weiterlesen

CD: Adept – Sleepless

Hypnotic Insomnia Core

651_Adept_CMYK[1]Metalcore, der von Adept gespielte Style, ist normalerweise nicht wirklich mein Metier. Aber erst mal eins nach dem anderen. Die aus Trosa/Schweden stammende Band gründete sich im Jahr 2004. Bestehend aus Robert Ljung (Vocals), Jerry Repo (Guitars), Fillip Brandelius (Bass), Gabriel Hellmark (Drums) und Gustav Lithammer (Guitars) haben sie bisher drei reguläre Studioalben und drei EPs veröffentlicht und sind mit ihrem neuen Album Sleepless nun bei Napalm Records unter Vertrag. Ihre recht quirlig gespielte Mixtur aus Metalcore mit Death Metal- und Doom Metal-Einschlag erwies sich dann doch als recht interessant für mich. Weiterlesen

CD: Introspection – Human Emancipation

Brasilianische Brachialien

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Was kommt dabei heraus, wenn ein Philosophie-Magister mit Hang zum extremen Metal eine Band gründet? Introspection! Die Brasilianer wurden irgendwie auf unser Webzine aufmerksam, kontaktierten uns, schickten mir ihren Erstling Human Emancipation (da kommt der Philosophie-Magister durch!) und siehe da, ist alles gar nicht mal schlecht, was die Herren da produzieren!

Die allwissende Encyklopaedia Metallum jedenfalls verrät, dass die Band 2006 gegründet wurde, 2007/08 insgesamt drei Demos auf den Markt geworfen hat und sich thematisch mit „Nietzsche Nihilism“ befasst – ein Eindruck, den ich bestätigen kann. Weiterlesen

CD: F. O. B.: Reap what you sow (VÖ: 05.07.2013)

Keine Experimente!

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F.O.B. sollten besser nicht mit der amerikanischen Band Fall Out Boy verwechselt werden – mit diesen netten Alternative-Rock-Bubis aus Chicago teilt sich das Metal-Quintett aus Tschechien nämlich nur die Abkürzung des Bandnamens. „Unsere“ Band F. O. B. besteht aus Mára (Vocals), Corbow (Bass), Marty (Schlagzeug) und den beiden Gitarristen Profesor und Daniel Mazanec, wurde Mitte der Neunzigerjahre gegründet, und das nun vorliegende fünfte Studioalbum Reap what you sow zeigt schnell, womit man es hier zu tun hat: energiegeladene Songs mit Mut zum Experiment. Weiterlesen