Ein charismatischer Abend
Ab und zu passiert es, dass man durch Zufall auf eine Band stößt, sich sofort in die Musik verliebt, den gesamten Backkatalog kauft und natürlich darauf hofft, die neuen Favoriten auch bald live erleben zu dürfen. So ging es mir vor einer ganzen Weile mit der irisch-französischen Band Molybaron, und als diese eine Tour im Vorprogramm der Finnen Wheel ankündigten, habe ich mich euphorisch sofort um die Konzertakkreditierung gekümmert. Dass ich Wheel bis zu dem Zeitpunkt gar nicht kannte – geschenkt. Nun mussten Molybaron aber verletzungsbedingt aus der Tour aussteigen, die neue Vorband war lange nicht bekannt und ich ein wenig ratlos. Doch zugesagt ist zugesagt, und als ich schließlich erfuhr, dass eine isländische Band – Múr – Wheel in München begleiten wird, war meine Neugier auf dieses Package (beide Acts werden als Progressive Metal angekündigt) doch sehr groß. Also nichts wie hin ins Backstage! Weiterlesen




Es geschah im Jahre des Herrn 2014, als ein paar Jungs im finnischen Heinola scheinbar den Verlust eines wichtigen heiligen Buches bemerkten. Klar, dann kann man sich auch gleich der satanischen Musik hingeben und eine Band gründen, die folgerichtig Where’s My Bible? heißen soll. Nach der ersten EP The Beginning 2016 folgt 2018 das Debütalbum M’N’R (Mosh ‚N‘ Roll). Die Pandemiezeit hat die Band genutzt, um ihren Stil weiter zu verfeinern und präsentiert nun die neue konzeptuelle EP Circle, zu der es auch vier im Zusammenhang stehende Videos gibt.
Corona und die Begleitumstände zerren ja allen an den Nerven, da kommt ein neues Hatebreed-Album gerade recht, um mal ein wenig Dampf abzulassen. Weight of the false self heißt das nunmehr achte Werk aus der Bridgeporter Hardcore-Schmiede in Connecticut. Schmiede ist in dem Fall ein fast schon bildlicher Vergleich, denn der Metal-Anteil ist naturgemäß hoch. Schließlich sind sie auch regelmäßig auf den großen Metalfestivals gebucht und haben auch dort eine stabile Fanbase. Zu Sänger Jamey Jasta gesellen sich die Gitarristen Wayne Lozinak und Frank Novinec, Bassist Chris Beattie und Matt Byrne an den Drums. Dann legen wir das gute Stück mal auf.
Im extremeren Metal-Bereich bin ich ja im Regelfall wirklich nicht Zuhause. Es gibt aber wie immer Ausnahmen, bei denen etwas Besonderes passiert, das die Band aus der Masse heraushebt und für mich interessant macht. Die vorab veröffentlichte Instinct-EP der Kölner Band Ayahuasca ist so ein Fall, ich bin gespannt, ob das Debütalbum Beneath the mind meine geweckten Erwartungen erfüllt. Kurz zusammengefasst: Ayahuasca ist ein halluzinogen wirkender Tee, der aus einer Lianenpflanze und einem DMT-haltigen Kaffestrauch gebraut wird und seinen Ursprung bei Schamanen und Naturvölkern ganz Südamerikas hat. Den Namen nach haben einige Mitglieder der neunköpfigen Band südamerikanische Wurzeln, woher sich die Verbindung erklärt.