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CD: Zanias – Into the all

Ein Ritual, das verzaubert

Zanias Into the allZanias ist die musikalische Inkarnation von Alison Lewis, die bereits mit Linea Aspera und Keluar für gehörig Wirbel in der Cold-Wave- und Elektroszene sorgte und seit einigen Jahren solo ihre Visionen und Gefühle in Form von mitreißenden Tracks veröffentlicht. Nach den EPs To the core aus dem Jahr 2016 und 23.10.14 aus dem Jahr 2015 liegt nun mit Into the all das erste Full-Length-Album der vielseitigen Künstlerin vor, das sicher nicht nur von mir sehnsüchtig erwartet wurde. Beim Katzenclub im Dezember 2018 gab es schon einige Songs zu hören, die das Publikum verzauberten. Doch Into the all hat noch viel mehr zu bieten. Weiterlesen

LP: Ghostland – Dances on walls

Ein Begleiter in guten und besonders in schlechten Tagen

GhostlandBei Ghostland handelt es sich um eine Band aus Athen, die sich 2015 gegründet hat. Die Griechen zeigen sich dabei von Post Punk und New Wave beeinflusst. Neben der Frontfrau Makrina spielt Nikos den Bass, und Gitarrist Argyris programmiert außerdem den Drumcomputer und den Synthesizer. Bislang hatten sie Auftritte in der griechischen Untergrundszene, bei denen der Studiotechniker Stavros die Position hinter dem Synthesizer übernimmt. Bei Manic Depression Records ist nun das Debütalbum Dances on walls erschienen, mit dem sie hoffentlich auch hierzulande auftreten werden. Weiterlesen

News: Ghostland veröffentlichen Debüt-LP „Dances on walls“ auf Manic Depression Records

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Ghostland ist eine Post-Punk / New-Wave-Band mit Sitz in Athen, Griechenland, die im Jahr 2015 gegründet wurde. Die Band besteht aus den Mitgliedern Makrina (Gesang), Nikos (Bass) und Argyris (Gitarre, programmierte Drums und Synthesizer). Weiterlesen

Festival: 03.11.18 – Katzenclub Festival – Feierwerk München

Von rutschenden Hosen, Zombieclowns und tanzenden Katzen

 

Meine Güte, wie die Zeit vergeht. Fünf Jahre gibt es den Katzenclub schon, die vierteljährliche Party- und Konzertreihe, die es schafft, an nostalgische Pulverturmzeiten anzuknüpfen und gleichzeitig die derzeit angesagtesten Bands aus dem schwarz-wavigen Untergrund auf die Bühne zu holen. Die Tempers waren schon da, Zanias, She Past Away, Lebanon Hanover, Ash Code, aber auch so Szenelegenden wie Psyche oder The Invincible Spirit; Klangstabils Boris May ist sowieso Stammgast. Doch die schönste Partyreihe taugt nichts ohne die DJs hinter den Reglern, und da kann der Katzenclub auf die langjährige Erfahrung der Pagan DJs zurückgreifen, auf DJ Thaly aus dem Pulverturm und diverse hochklassige Gäste an den Reglern, die die kleine Tanzfläche mit oft wohltuend unbekanntem Material versorgen. Solche Erfolge müssen gefeiert werden, dachten sich daher die Veranstalter, und daraus wurde das erste Katzenclub Festival im Feierwerk. Weiterlesen

Konzert: 26.09.18 King Dude + Kælan Mikla + The Dark Red Seed, Feierwerk Kranhalle, München

Night of the living bass players

Es ist Mittwoch, der Wiesn-Wahnsinn ist in vollem Gange, und das Feierwerk liegt genau im Torkelbereich – es ist also mit erhöhtem Bierzombieaufkommen zu rechnen. Wir hoffen aber, dass uns heute nicht Menschen mit mehr Alkohol als Blut im Körper vor die Flinte – äh Linse und den Stift – laufen, sondern hochkarätige Bands mit dem entsprechend begeisterten Publikum. King Dude ist ein alter Bekannter in München, nach Konzerten in der Milla und im Backstage Club (so war es z. B. letztes Jahr) bittet er heute in die etwas größere (aber weniger gemütliche) Kranhalle des Feierwerks, um sein neuestes Düsterwerk Music to make war to vorzutragen – hoffentlich mit den üblichen schlagfertigen Sprüchen garniert. Als Vorband hat er die drei jungen Isländerinnen Kælan Mikla dabei, die sich auch zu äußerst beliebten Stammgästen in Münchens Untergrundclubs entwickelt haben. Statt abgründig-dunkler Wärme wie bei King Dude strahlt ihr Sound zwar eisige Kälte und karge isländische Weiten aus, aber die Mischung ist trotzdem fantastisch, und das SB-Team scharrt schon mit den Hufen – zumal mit The Dark Red Seed noch ein kurzfristig angekündigter besonderer Support Act auf der Bühne stehen wird. Weiterlesen

CD: European Ghost – Collection of shadows

Skeletons are dancing

Collection-of-ShadowsAus dem italienischen Bologna stammen European Ghost. Das Trio besteht aus Sänger Christiano Biondo, der auch die Texte schreibt, dem Gitarristen Mario d’Anelli, der sich außerdem mit dem Bassisten Giuseppe Taibi die Synthesizer teilt. Darüber hinaus programmiert dieser die Drum Machine und den charakteristischen Drone Sound der Band. Nach dem Debüt Pale and sick von 2016 haben European Ghost nun das Nachfolgealbum Collection of shadows veröffentlicht. Weiterlesen

CD: Twin Tribes – Shadows

The dark side of the eighties

ShadowsTwin Tribes ist ein junges Band-Duo aus Brownsville, Texas, das sich erst 2017 gegründet hat. Dafür waren die Jungs sehr fleißig, denn mittlerweile ist bereits ihr Debüt-Album Shadows erschienen. Texas, da denkt man unwillkürlich an heiße staubige Landschaften und Rinderherden, aber das hält Luis Navarro und Joel Niño nicht davon ab, einen düsteren und kalten Sound zu fabrizieren, der sich der „dark side of the eighties“ als Inspirationsquelle bedient. Folgerichtig kommen Synthesizer und Drumcomputer zum Einsatz, Luis spielt dazu Gitarre und Joel den Bass, beim Gesang wechseln sie sich ab. Weiterlesen

CD: TRAITRS – Butcher’s coin

Back to Pornography

Butcher's coinAus dem kanadischen Toronto stammt das Duo TRAITRS, das mir, ich muss gestehen, bislang unbekannt gewesen ist. Allerdings haben sie sich erst 2015 gegründet, und nun legen Shawn Tucker und Sean-Patrick Nolan nach der Single Speak in tongues und dem Kurz-Album Heretic nun mit Butcher’s coin das erste Full-Length-Album vor. Post Punk und Cold Wave verspricht der Pressetext? Ja, bitte! Weiterlesen

CD: Raskolnikov – Hochmut kommt vor dem Fall

A perfect time to go insane

Manic Depression Records - MD094 - RASKOLNIKOV -Hochmut kommt vor dem Fall- !!Free Download!! - coverRaskolnikov haben sich 2015 in Genf gegründet, die Bandmitglieder führen aber ein Drei-Länder-Nomadenleben zwischen Genf, Paris, Reims und Konstanz. Der Bandname erscheint nur im ersten Moment als ungewöhnlich, denn er bezieht sich auf den Protagonisten aus Schuld und Sühne von Dostojewski. Pablo Garrido spielt die Gitarre, Jérôme Blum sitzt hinter den Drums und Bassist Mathieu Pawelski-Szpiechowycz übernimmt zusätzlich den Gesang. Als musikalische Haupteinflüsse geben sie die Zeit der späten siebziger bis frühen achtziger Jahre, zwischen Post Punk und New Wave an. Dieser Stil ist auch einer meiner Favoriten, ich bin also entsprechend gespannt auf ihr Debüt Hochmut kommt vor dem Fall. Weiterlesen

Konzert: 28.01.2018 – Drab Majesty + Kælan Mikla – Milla, München

Myrkriđ kallar – Dunkelheit ruft

Drab Majesty und Kælan Mikla, diese Kombination lockt erstaunlich viele Menschen an einem Sonntagabend ins Milla. Was noch erstaunlicher ist: Ich habe in München beim Weggehen schon lange nicht mehr so viele herausgeputzte Schwarzkittel gesehen. Schön zu wissen, dass die Gothen hierzulande doch noch nicht ausgestorben sind. Da fühlt man sich direkt in die gute alte Zeit zurückversetzt, wozu auch der gewölbeartige Bühnenaufbau im Milla beiträgt. Kurz nach acht ist es noch recht übersichtlich, füllt sich aber schnell, da niemand die für halb neun angesetzten Isländerinnen verpassen will, die dann um neun auch endlich loslegen. Weiterlesen