Ganze 22 Jahre ist es her, dass Gerrit Thomas das letzte Album mit seinem Projekt Fictional veröffentlichte. Zuletzt mit Jason Bainbridge als Hauptsänger, aber teilweise sogar noch selbst am Mikro. Am 16. Oktober 2025 erschien der dritte Longplayer mit insgesamt elf neuen Songs, stimmlich interpretiert von sieben verschiedenen Gastsängern.
Some great constructions heißt das Album und soll als Hommage an die musikalischen Wurzeln seines Machers betrachtet werden. Geprägt durch Depeche–Mode-Alben wie A broken frame, Construction time again oder Some great reward zieht sich diese Assoziation spürbar durch die gesamte Spielzeit der elf Stücke, ohne dabei die eigene Handschrift des Herrn Thomas zu vernachlässigen. Weiterlesen
Beiträge
Dancing in the night
Traditionell gibt es beim Free & Easy ja auch immer mindestens einen schwarzen Abend samt dementsprechender Aftershowpartys, und genauso traditionell sind dabei Solar Fake immer wieder gern gesehene Gäste. Vor zwei Jahren waren sie mit Future Lied to Us dabei (Review hier), heute haben sie mit Days of Sorrow und Gulvøss zwei spannende und für München neue Opener dabei, die aber alles andere als Unbekannte in der Szene sind. Die Zeichen für einen Abend mit bester Synth-und-mehr-Musik stehen also gut, und wer danach noch weitertanzen möchte, kann das bei DJ Schwedler auf der Aftershowparty mit Depeche Mode und Anverwandtem tun. Wenn das mal nicht ein starkes Programm ist! Weiterlesen
Die Welt gehört nicht deinem Schwanz
Die Bandgründung des Wiener Duos Laut Fragen geht auf ein Filmprojekt über Obdachlosigkeit zurück, bei dem sich Maren Rahmann und Didi Disko 2016 getroffen hatten. Multiinstrumentalist Didi spielt auch bei Collapsing New People, und Maren hat sich als Chanson-Sängerin auch mit Textvertonungen beschäftigt. Dabei gehen sie experimentell vor und erweitern so ihr musikalisches Spektrum, das sich grob zwischen New Wave und Post Punk bewegt. Nach zwei Alben und zwei EPs (Link und Link) ist mit Age of Angst auf Numavi Records das erste Album erschienen, das ausschließlich auf eigenen Texten beruht. Umso mehr ein Grund genau hinzuhören. Weiterlesen
Neues aus Stockholm
Die schwedische Band A Projection ist mir das erste Mal aufgefallen, weil Johan Sjöblom von The Exploding Boy sie in unserem Interview empfohlen hatte. Das damals aktuelle Album Sections traf mich mitten ins Herz. In der Zwischenzeit hat der ursprüngliche Sänger Isak Erikson die Band verlassen, und Bassist Rikard Tengvall hat seinen Posten eingenommen. Zusammen mit Gustav Forneus, Jesper Lönn und Linus Högstadius wurde das neue Album In a different light aufgenommen, das bereits im November bei Metropolis Records erschienen ist. Am 8. August ist die Band außerdem zu Gast im Münchner Backstage. Weiterlesen
And I ran
Greg Mackintosh, Gitarrist von Paradise Lost, und deren Sänger Nick Holmes haben gemeinsam mit Host ein neues Projekt ins Leben gerufen, und IX ist das erste Album dazu. Der Name Host ist sicherlich kein Zufall, heißt so doch auch das 1999er Album von Paradise Lost. Sie schließen an die Experimentierfreude von damals an, die seinerzeit in der Metal-Anhängerschaft leider größtenteils auf wenig Gegenliebe gestoßen ist. Sie waren damit schlichtweg überfordert. Aber Menschen können reifen und ihre Engstirnigkeit überwinden. Wagen wir es also aufs Neue, zumal IX beim Metal-Label Nuclear-Blast erschienen ist. Weiterlesen
Heute haben wir unsere Playlist #2/2023 für euch. Mit dabei sind Depeche Mode, DOL, Earlyguard, Empusae, Fixed Lens, Frail, Harsh Symmetry, Hidden Lines/Majestoluxe, Iamnoone, Johnathan Christian, Left For Pleasure, Luna Del Luna, Rina Pavar, Semantix/Balvanera, Vandal Moon/Antipole, Videotraum, Vonder, Wisborg/Noire Antidote und Xerxes The Dark. Viel Spaß beim Reinhören!
Dark as a dungeon
Die erste Auflage von The beast in me: Johnny Cash erschien anlässlich des 70. Geburtstags von Johnny Cash, dem unvergesslichen Man in black. Nach dessem Tod 2003 hat Franz Dobler seine Biografie noch einmal für die Taschenbuchausgabe überarbeitet. Doch Johnny Cash ist als Thema noch lange nicht abgehakt, und so wurde das Buch auch 17 Jahre später noch einmal aktualisiert. Erst durch sein Spätwerk, den American Recordings, die in Zusammenarbeit mit dem legendären Producer Rick Rubin entstanden sind, wurde ich so richtig auf Cash aufmerksam. Denn wegen der abgrundtiefen Ausstrahlung sowohl von der Musik als auch von den Covermotiven stehen diese bei mir unter Gothic im Regal, und nicht unter Country. Man spürt den Tod jederzeit lauern, und was könnte mehr Gothic sein.
Wer dies noch nicht getan hat, sollte sich dringend seine Version von „Personal Jesus“ anhören (Link), die derart intensiv ist, dass das Original von Depeche Mode im Vergleich dazu nur mehr wie ein mäßiges Cover wirkt. Und wie Cash „Hurt“ von Nine Inch Nails intoniert (Link), das ist ein Song für die Ewigkeit und einfach nur zum Niederknien. Weiterlesen
NoCut präsentieren mit Music for Constructions – A Tribute to Depeche Mode einen musikalisch abwechslungsreichen Sampler, der einer der wichtigsten und einflussreichsten Band der letzten 40 Jahre einen würdigen Tribut zollt! Weiterlesen
Gefühlvolle Interpretationen
Dave Gahan hat zusammen mit seinem langjährigen musikalischen Partner Rich Machin (Soulsavers) am 12. November 2021 ein neues Album veröffentlicht. Unter dem Titel Imposter nimmt Gahan uns auf eine ganz persönliche Reise mit. Die zwölf ausgewählten und neu interpretierten Songs umfassen verschiedene Genres und Zeitabschnitte, darunter zum Beispiel Stücke von Neil Young, Bob Dylan, PJ Harvey, Charlie Chaplin, Cat Power und Mark Lanegan. Weiterlesen
The Boys are back
DURAN DURAN, muss man diese 1978 gegründete Band noch irgendwem groß vorstellen? Wenn, dann hat diese Person die Achtziger verpennt oder war noch nicht geboren. Sänger Simon Le Bon, Bassist John Taylor, der nicht verwandte Schlagzeuger Roger Taylor und nicht zuletzt Nick Rhodes am Keyboard waren die Vorreiter der New-Romantic-Bewegung und lieferten mit New-Wave-Megahits wie „The Wild Boys“, „Hungry like the wolf“ oder „Rio“ einen elementaren Bestandteil zum Soundtrack der Achtziger. Und im Gegensatz zu manch anderen Vertretern sahen sie dabei nicht nur umwerfend gut aus, sondern waren auch im gleichen Maße musikalisch.
Vierzig Jahre nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum 1981 ist kürzlich mit FUTURE PAST das 15. Studioalbum der Ausnahmeband erschienen, mit dem sie auch das 40-jährige Jubiläum der Bandkonstallation feiern. Weiterlesen
