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Konzert: 25.04.2018 – Primordial + Moonsorrow + Der Weg einer Freiheit – Backstage Werk, München

There are two places you can go: To hell or the hangman

Mit ihrem neuen Album im Gepäck Exile amongst the ruins (Link zur Review) rufen Primordial um Frontmann Alan AverillNemtheanga“ zur Heathen-Crusade-Tour, und zahlreich erscheinen die Fans zum Heiden-Kreuzzug, sodass im Gegensatz zur letzten Show 2016 (Link zum Bericht) von der Halle ins doppelt große Werk gewechelt werden muss.
Im Video der ersten Single „Stolen years“ präsentierte sich Nemtheanga ohne Asche im Gesicht, dafür mit Hipster-verdächtigem Bart. Insofern darf man gespannt sein, wie die Show heute ausfällt. Im Vorprogramm spielen die renommierten Der Weg einer Freiheit aus Würzburg und Moonsorrow aus Helsinki. Damit könnte man den Abend als kleines europäisches Festival bezeichnen. Weiterlesen

Konzert: 02.03.2017 – Wolves Den + Welicoruss + Saeculum Obscurum, 8Below, München

Grab Europe by the pussy!

Untergrund-Metal wird im Untergrund gespielt, und so müssen wir tatsächlich eine steile Kellertreppe hinabsteigen, um ins 8Below zu gelangen. Am Einlass werden alle gefragt, wegen welcher Band sie gekommen sind. Wolves Den machen das Rennen um die Publikumsgunst und werden daher heute als Headliner auftreten. Das 8Below füllt sich rasch, bis es etwa halb voll ist, und dann geht es um 21 Uhr auch schon los. Weiterlesen

CD: Arkona – Vozrozhdenie

Slawische Mystik im Pagan-Metal-Gewand

 

620_Arkona_CMYKMit ihrem Erstlingswerk Vozrozhdenie machten sich Arkona 2004 auf Anhieb einen Namen in der Pagan- und Folk-Metal-Welt. Auf diesem ersten Album konnten die Russen rasch ihren Erfolg ausbauen, und inzwischen haben sie sieben Longplayer, drei Live-Aufnahmen und drei Kompilations produziert. Dabei stehen unter der Thematik slawischer Mythen immer die charakteristische Stimme von Frontfrau Maria „Masha“ Archipowa sowie harte, erdige Sounds im Vordergrund. Jetzt hat die Band Vozrozhdenie komplett neu eingespielt und lässt die ersten Schritte Arkonas in ausgefeilter Produktion neu aufleben. Weiterlesen

CD: Skálmöld – Vögguvisur Yggdrasils

Von Yggdrasils Sphären

 

687_skalmold_rgb1Als Fan des eher heroischen und barbarischen Viking Metals habe ich mich wie ein Schneekönig auf dieses Release gefreut. Album Numero vier namens Vögguvisur Yggdrasils der aus Island (ihr wisst schon, die mit dem „Huh“ bei der EM) stammenden Band Skálmöld. Bestehend aus sechs Mitgliedern (man möge mir verzeihen, wenn ich sie nicht aufzähle, aber bei den Namen bekomme ich einen Knoten in den Fingern) wird musikalisch dem Viking / Pagan Metal gehuldigt sowie auch thematisch alte Sagen und nordischer Götterglaube besungen. Alle Songs des Albums behandeln die Geschichte des Weltenbaumes (Yggdrasil) und werden rigoros in isländisch vorgetragen. Hier mein Höreindruck für euch! Weiterlesen

CD: Timor et Tremor – For cold Shades

Der Underground lebt!

 

Timor_Et_Tremor-CoverEiner der wohl interessantesten Vertreter des deutschen Underground in Sachen Pagan Black Metal veröffentlicht dieser Tage sein drittes Studioalbum namens For Cold Shades via Trollzorn Records. Die Rede ist hier von der aus Kassel stammenden Band Timor et Tremor. Im Jahr 2005 gegründet, sorgt man in regelmäßigen Abständen für qualitativ hochwertige Veröffentlichungen. Thematisch setzt man sich seit jeher mit dem nordischen Götterglauben, der Natur und Mythen auseinander. Weiterlesen

Konzert: 03.08.05 – Abinchova, Knaat, Brezno, Cruadalach, Interregnum – Free & Easy Festival, Backstage Halle, München

Hoch die Trinkhörner!

Kein Free & Easy ohne einen zünftigen Pagan-Metal-Abend, und so hat sich auch dieses Jahr wieder ein wildes Heer aus fünf Bands zusammengetan, um dem Heidenvolk ordentlich einzuheizen (buchstäblich, die Hitze hat München fest im Griff). Noch erfreulicher finde ich ja, dass das Backstage und MRW Concert Promotion & Booking immer die Perlen unter den eher unbekannteren Bands aus dem Ärmel zaubern und man so jedes Jahr neue großartige Truppen aus diesem Genre entdeckt. Daher freue ich mich also auf Interregnum, Cruadalach, Brezno, Knaat und Abinchova und einen schweißtreibenden Abend mit hoffentlich feierwütigem Publikum. Weiterlesen

CD: Obscurity – Vintar

Winter im Bergischen Land

Pünktlich zu Beginn der kalten Jahreszeit haben Obscurity mit Vintar ihr neuestes Album fertig, zwei Jahre nach der letzten Scheibe Obscurity, mit der sie endgültig aus der Underground-Szene heraustraten. Beim Label Trollzorn sind sie mittlerweile einer der Top-Acts und touren erfolgreich in ganz Europa. Die Wikinger aus dem Bergischen Land haben den Titel ihres neuen Werkes bewusst gewählt: Eine Kombination aus dem germanischen „Wintar“ und nordischen „Vinter“ beschreibt auch das Konzept des Albums.

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CD: Hangatyr – Elemente

Paganes Liedgut aus Thüringen

hangatyr_elemente_coverElemente heißt das zweite Album der Thüringer Pagan Black Metaller Hangatyr, und bereits der Name macht deutlich, worum es geht: Mythologie, verpackt in knackiges Metall. Spickt man dann mal auf die Tracklist, stellt man auch erfreut fest, dass Hangatyr deutsche Texte schreiben, was die Herren gleich noch sympathischer macht. Gegründet 2006 brachte das Quintett, bestehend aus Marco (Bass), Ali (Gitarre), Silvio (Gesang), Michael (Drums) und Tele (Gitarre) 2010 das Debütalbum Helwege via Nocturnal Empire auf den Markt, dem jetzt mit Elemente das zweite Album folgt. Diesmal verzichtet Hangatyr wieder auf die Unterstützung durch ein Label, um die volle Kontrolle zu behalten – ein Schritt, den man immer häufiger beobachtet. Weiterlesen

CD-Review: Delirium – Das Erbe der alten Zeit (EP, VÖ: 20.07.2013)

Franken auf dem Vormarsch

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Da euch die Jungs von Delirium erst kürzlich als Band der Woche präsentiert wurden, erübrigt sich hier eine detaillierte Vorstellung des Quintetts aus unserer Kolonie im Norden. Gehen wir stattdessen sofort in medias res: Rein mit der EP Das Erbe der alten Zeit, die Lautsprecher auf Anschlag aufgedreht und los geht’s!

Ich bin alles andere als ein Heimatkundler oder gar Expertin für Folk-s-musik, habe aber durchaus was übrig für diese Themen. Simon Dittrich (Schlagzeug), Steffen Schultheiß (Gitarre), Tobias Herrmann (Gitarre), Björn Bayer (Bass) und Manuel Hiller (Gesang) offenbar auch, denn selten bekommt der unbedarfte Review-Schreiber so detaillierte Hintergrundinformationen zu den einzelnen Liedtexten wie von Delirium. Musikalisch erwartet den geneigten Zuhörer melodischer Metal mit Kreischgesang, mit allen Zutaten, die eine Pagan-Band so braucht, die zwar gefallen, aber nicht ins Reich der beinahe schon tanzbaren Spaß-Mukke abdriften will. Weiterlesen

Band der Woche: Delirium

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Delirium sind eine 2006 gegründete Formation aus dem schönen Frankenland, das auch einen zentralen Platz in der Musik des Quintetts einnimmt: Inspiriert durch die geschichtsträchtige Vergangenheit Frankens, wachsendes Interesse an Germanen- und Heidentum sowie an nordischer Mythologie, die schöne Landschaft ihrer Heimat und natürlich durch das Kennenlernen neuer Bands verschrieben sich Delirium ganz dem Franconian Pagan Metal. Nach ihrem 2011 erschienen Debut Frankenblut gibt es dieses Jahr in Form einer EP, Das Erbe der alten Zeit, ein musikalisches Lebenszeichen. Bevor es aber wieder auf die Bühnen dieser Welt geht, standen Simon Dittrich (Schlagzeug), Steffen Schultheiß (Gitarre), Tobias Herrmann (Gitarre), Björn Bayer (Bass) und Manuel Hiller (Gesang) für unsere Rubrik Band der Woche Rede und Antwort.

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