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Prayer at the ruins

WSOBM_CoverDie Band White Snake of a Blackened Maze besteht aus den uralten Geschöpfen Wirogl und Wesdor, die den Menschen in Menschengestalt erscheinen. Eine Ewigkeit lang beobachten sie schon die Menschheit und haben viele Kriege und Königreiche kommen und untergehen sehen. Der Stamm der weißen Schlangen, dem Wirogl und Wesdor angehören, verbirgt sich im schwarzen Labyrinth der Weisheit. Ihr Debüt By the rivers of heresy ist ein Konzeptalbum, das sie den zahllosen Opfern der Religionskriege und der Unterwerfung für die Gottheit Amon widmen. Reichlich Mystik also, doch davon sollte man sich nicht verwirren lassen. Weiterlesen

„Billy Idol and Glenn Danzig meet The Sisters Of Mercy in a barfight.“

TheNecromancersUnion_CoverZitat Presseinfo, Klappe zu, kaufen. Hier könnte die Rezension eigentlich schon enden. Aber das wäre ja auch irgendwie blöd, also halte ich mich an den üblichen Ablauf.
The Necromancer’s Union ist das neue Projekt von Daniel Belasco aus dem kanadischen Niagara On The Lake, Ontario, mit dem er seine Leidenschaft für Horrorfilme und Gothic Rock der Achtziger Jahre auslebt. Mit seinem Hauptprojekt Glass Apple Banzai widmet er sich ebenfalls stark Achtziger-lastigem Synthwave und Synthiepop. Petrichor wurde auf seine zwei 2019 digital veröffentlichten EPs aufmerksam, die für das nun erschienene Debütalbum Flesh of the dead von Daniel noch einmal neu eingespielt und mit einem neuen Track ergänzt wurden. Also rein in die Kneipe, in der der das Fleisch von Toten serviert wird. Weiterlesen

Next stop Krakow

MekongMekong, da denke ich sofort an den großen Fluss, der nacheinander durch China, Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam fließt, sich also einmal quer durch Südostasien schlängelt. Und da es sich hier ja aber um eine Band handelt, kommt mir zwangsläufig die französische New-Wave-Rock-Band Indochine in den Sinn. In diesem Fall weist Mekong allerdings ins polnische Krakow und ist das musikalische Projekt des in Portugal geborenen Renato Alves. Der Gesang ist aber im international verständlichen Englisch gehalten. End of the world ist sein Debütalbum und im Mai auf Icy Cold Records erschienen. Weiterlesen

A cure in these pandemic times

NoTustInDawn_DeathRays_CoverDas Duo No Trust In Dawn hat sich 2016 zusammengefunden. Soykut Gür übernimmt dabei den musikalischen Part, während Rio Black, der auch noch mit Atomic Neon aktiv ist, der Band seine Stimme verleiht. Das Debütalbum As we fall ist ein Jahr später erschienen, und nun ist über Alice in… der Nachfolger Lost and apart erschienen. Mir ist das Duo bislang unbekannt, doch die Vergleiche zu The Cure, New Order und Depeche Mode, die in der Vergangenheit gezogen worden sind, haben mich neugierig gemacht. Dem Bandnamen zum Trotz höre ich das Album tatsächlich in der Morgendämmerung. Weiterlesen

Goth ’s not dead

A-Haunted-Place-Promo-Cover-ArtNeues von Pete Burns, dem englischen Kopf hinter Kill Shelter (Link zum Interview), der mich schon mit seinem letzten Album Damage begeisterte (Link zur Review). Dort war „In decay ft. Antipole and Delphine Coma“ mein Favorit, insofern bin ich entsprechend voller Vorfreude über die Zusammenarbeit mit Antipole, hinter dem sich der Norweger Karl Mortem Dahl verbirgt. Die Grundidee wurde 2019 auf dem Cold Transmission Festival in Köln geboren. Karl steuert sein Gitarrenspiel bei, und Allrounder Pete übernimmt Gesang und Texte sowie Bass, Gitarre, Synthesizer und das Programming auf A haunted place. Das Album wird u.a. mit „euphorischer Melancholie“ beworben und passt somit perfekt ins Programm von Manic Depression Records. Kann da noch etwas schiefgehen? Weiterlesen

Dark as a crypt

Die persönlichen Informationen zu dem Hamburger Dark sind nur spärlich vorhanden, eigentlich gar nicht. Ein bisschen geheimnisvoll ist das schon, aber er lässt scheinbar lieber seine Musik für sich sprechen. Geschrieben hat er die Songs in Eigenregie während des Lockdown Sommers, und über die sozialen Medien wurde schließlich das DIY-Label Young & Cold Records auf ihn aufmerksam. Veröffentlicht wird das Minialbum konsequent retro und oldschool auf Tape. Das Cover ziert dabei übrigens das kanadische Gothic Model Madame Absinth, die auch im Video die Hauptrolle inne hat. Weiterlesen

“Don‘t fear your dreams and close your eyes”

Ein persönliches Schicksal wie eine Herzoperation ist sicherlich belastend, damit verbundene Gefühle in Songs zu verpacken ist nicht jedermanns Sache, allerdings hat Michael Sele sich dem gestellt. Skeleton Dreams ist dadurch entstanden, der neunte Longplayer von The Beauty of Gemina. Flying with the owl war schon „keine leichte Kost“, wie unsere Rezensentin meinte (hier nachzulesen), was erwartet mich/uns also auf dem neuen Album? Weiterlesen

Harte Sprache, weicher Kern

dogs-in-treesHeute möchte ich noch einen Nachzügler präsentieren, denn manchmal passt es zeitlich einfach nicht, und dann bleibt schon mal etwas liegen, dem man sich trotzdem hätte widmen wollen.
Ob Hunde nun wirklich auf Bäume klettern, sei einmal dahingestellt. dogs in trees aus dem polinschen Gdynia können jedenfalls so einiges. Die Band besteht seit 2010 und hatte nach einigen EPs 2015 ihr erstes Studioalbum pióra mew veröffentlicht. Seit letztem Sommer ist auch ihr aktuelles Album echo erhältlich, das in einer Zusammenarbeit von Icy Cold Records und Alchera Visions erschienen ist. Sänger Paveł Goździewicz, der auch Gitarre und Synthesizer übernimmt, Arkusz Książczak am Bass und Schlagzeuger Tymek Lasota haben sich ganz den dunkleren Emotionen verschrieben, die atmosphärisch umgesetzt werden. Weiterlesen

Start the Machine!

Then Comes Silence hatten mich nicht nur mit dem 2017er-Album Blood begeistert (Link zur Rezension), sondern anschließend auch mit ihrem Auftritt beim Wave Gotik Treffen. Mit Blood hatte Bandleader Alex Svenson vor allen Dingen den Tod seines Vaters verarbeitet, und entsprechend düster war es ausgefallen. Was hat sich seitdem verändert? Sie sind vom Branchenriesen Nuclear Blast zum kleineren Spv-Sublabel Oblivion gewechselt, und Alex hat zwischendurch sogar ein komplettes Album wieder verworfen. Außerdem haben die Gitarristen Jens Karnstedt und Seth Kapadia die Band verlassen. Dafür sind Mattias Ruejas Jonson, zuvor bei den Stockholmer Kollegen A Projection, und Hugo Zombie von den spanischen Deathrockern Los Carniceros Del Norte neu im Boot, der außerdem als Live-Musiker für die Gothic-Rock-Götter Fields of the Nephilim gespielt hat. Jonas Fransson sitzt natürlich nach wie vor an den Drums. Ob und wie sich das alles ausgewirkt hat, hören wir uns jetzt auf dem neuen Album an. Start the Machine! Weiterlesen

Reise nach Rom

Die Band mit dem ungewöhnlichen Namen 3+Dead wurde erst 2017 von Gitarrist Roberto Ruggeri, der zusätzlich den Synthesizer bedient, und der Sängerin Elisa Pambianchi in Rom gegründet. Giuseppe Marino am Bass macht das Line-Up komplett. Die Band konnte bereits einige Live-Erfahrung sammeln und hat unter anderem schon mit undertheskin, Miro Sassolini (Ex-Diaframma) und Winter Severity Index gespielt. Mittlerweile haben sie ihr selbstbetiteltes Debüt 3+Dead in einer Co-Produktion zwischen Icy Cold Records und Swiss Dark Nights herausgebracht. Weiterlesen