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Licht und Dunkelheit

Lighthouse-CoverLighthouse – Leuchtturm. Ein Lichtstrahl in der Dunkelheit, der einem den Weg weist. Ein markanter Punkt an der Küste, ein Sehnsuchtsort für viele, ein Anker für die Verlorenen. Auch das Cover ist sehr hell und und voller (Mond-)Licht gehalten. Was erwartet einen bei diesem Bandnamen? Ganz klar – mal harsch knüppelnder, mal atmosphärischer Black Metal von (erst drei, mittlerweile) vier Musikern aus Bayern, die seit 2018 zusammenarbeiten und sich laut Presseinfo in ihrer Herangehensweise an ihr Schaffen von keinerlei Genregrenzen beschränken lassen wollen. Die Herren haben einiges an Erfahrung vorzuweisen, sei es bei den wunderbaren Abandoned Dreams oder TAV, die ihren Erstling Mitte 2020 bei Ván Records veröffentlicht haben. Seit November 2020 gibt es jetzt auch die erste EP von Lighthouse, die – so treffend wie logisch – A debut heißt. Weiterlesen

Mit Hingabe loslassen

Von Zeit zu Zeit stoße ich immer mal wieder auf Bands, die noch nicht unter Vertrag genommen worden sind, weil sie erst am Anfang ihres Weges sind und gerade ihr Debüt in Eigenregie veröffentlicht haben. So auch mein neuestes Review-Opfer Corps Fleur aus dem Vereinigten Königreich. England ist seit einigen Jahren konsequent Lieferant für guten bis sehr guten Black Metal inklusive fast jeglicher Unterart außer dem vakanten Post Black Metal Thron. In klassischer Besetzung mit zwei Gitarren zeigen uns die Jungs von Corps Fleur wo der Hammer hängt und erheben auch Anpruch auf den Thron. Ihren Sound würde ich nach meinen Empfindungen als einen Mix aus Post Black Metal, Suicide Depressive Black Metal und Blackgaze beschreiben. Folgend habe ich meine Empfindungen beim Hören des Albums für euch niedergeschrieben. Weiterlesen

 

Pure cineastische Epik

Das Jahr 2020 ist erst zwei Monate alt, aber bereits jetzt sind einige sehr gute Releases erschienen. Lange schon habe ich dem neuen Album A new Dawn der aus Russland stammenden Post-Atmospheric-Black-Metal-Übermacht Skyforest entgegengefiebert. Die beiden Mitglieder B.M. (Everything, er spielt nebenbei auch bei A Light in the Dark) und Michael Rumple (Vocals, er ist auch tätig in den Bands Forefather und Carona Mortis) veröffentlichen A new Dawn über das Label Northern Silence Productions, dass bekannt ist für sein sehr gutes Bandrooster im Bereich Depressive / Atmospheric Black Metal. Da ich die beiden Vorgänger ihrerzeit fast totgehört habe (haha) waren meine Erwartungen sehr hoch. Folgend meine Höreindrücke in Worte gefasst für Euch! Weiterlesen

Listen with Care

Mother-Augusta-Fragile-e1575218724672Beim Betrachten der ersten offiziellen Album-Veröffentlichung der aus Parma (Italien) stammenden Formation Mother Augusta dachte ich zugegebenermaßen zuerst an eine Nonne oder einen Horrorfilm, bezogen auf den Bandnamen. Fragile wurde vor kurzem über das sehr umtriebige Label Pest Productions released. Im Alleingang hat der einzige Akteur Vinteren alle Instrumente eingespielt, und so war ich gespannt, ob das im Beipackzettel als Melodic Atmospheric Black Metal umschriebene Album den Weg über mein Ohr zu meinen Synapsen finden würde. Weiterlesen

Spirituelle Reise durch mehrere Ebenen

coverGleich zu Beginn möchte ich festhalten, dass Alcest aus Frankreich eine vollkommen eigene Nische im sehr variantenreichen Black Metal für sich beanspruchen. Was 1999 mit der Veröffentlichung des ersten Demo Tristesse hivernale noch recht roh und ungeschliffen begann, erfuhr im Laufe der darauffolgenden Releases einen fast schon transzendentalen Wandel hin zum, wie ich es nennen würde, Spiritual Shoegaze Black Metal. Um die Entwicklung nachvollziehen zu können, lege ich euch Souvenirs d´un autre monde ans Ohr.
Die zwei begnadeten Musiker Neige, seines Zeichens Gründungsmitglied von Alcest und Workaholic (die Liste seiner Nebenprojekte, in denen er spielt oder spielte ist endlos), und Winterhalter haben vor wenigen Tagen Ihr neues Opus Spiritual Instinct veröffentlicht. Mit großen Erwartungen machte ich mich also ans Rezensentenwerk. Ich versuche meine Eindrücke für euch mal in Worte zu fassen. Weiterlesen

Eine Reise ins Innere

4PAN1TGleich vorweg möchte ich erwähnen, nichts von dieser Band oder wahlweise Projekt (D’un Autre Temps besteht nur aus einem Mann namens Antoine Guibert) gehört oder gelesen zu haben. Alleine ihr Bandname, der mich an Alcest denken hat lassen, hat eine Review unausweichlich gemacht, da eben jene besagten Alcest eine meiner absoluten Lieblingsbands sind. Seit 2018 erst agiert Antoine Guibert und bedient mit dem neuen, im März 2019 erschienenen Album Nos Mémoires Liebhaber des Post / Atmospheric Black Metal. Zum Glück ist ihr Sound nicht wie in ihrer Heimat Quebec in Kanada üblich dünn produziert, sondern sie gehen einen anderen Weg, und das ist auch gut so. Aber lasst euch von mir in ihre Welt einführen! Weiterlesen

Epische Weiten und ein Absturz

Saor_Cover„Caledonian metal from Scotland“ lese ich im Internet, als ich mich zu Saor informiere, „inspiriert vom kulturellen Erbe, der Natur und traditioneller Lyrik“ – so die Eigenbeschreibung der Band auf ihrer Bandcamp-Seite. Seit 2013 gibt es die Band aus Glasgow – die im Grunde nur aus Andy Marshall besteht – bereits und hat es in dieser Zeit auf stolze vier Full-length-Alben gebracht – Forgotten paths eingeschlossen. Andy Marshall ist für alle Instrumente, die Texte und die Vocals verantwortlich, zieht aber auch Gastmusiker hinzu. Musikalisch beheimatet ist Saor – das Gälisch für „frei, ohne Fesseln“ ist – im atmosphärischen Black Metal, ist sehr episch angelegt und hat außerdem große Folk-Anteile. Eine interessante Mischung also, die mich neugierig macht, weshalb ich mir die Vorgängeralben und natürlich das aktuelle Forgotten paths zu Gemüte führe. Weiterlesen

Wucht und Verträumtheit

folderSeit dem Debütwerk Herbstklagen, das Waldgeflüster im Jahr 2009 veröffentlichte, ist bereits ein Jahrzehnt verstrichen. Es folgten weitere sehr beachtenswerte Alben und stilistische Weiterentwicklung. Im April dieses Jahres erschien das neue Werk Mondscheinsonaten über das kleine aber feine Label Nordvis Produktion. In fast schon klassischer Fünf-Mann-Besetzung agieren die aus München (diese Tatsache freut mich besonders) stammenden Musiker in einer musikalisch absolut spannenden Parallelwelt bestehend aus Post Black Metal, Folk und viel Atmosphäre. Genau die Zutaten, die mein Reviewerherz braucht. Dass ich darüber einen kleinen Bericht verfasse, war für mich schnell klar. Hier meine Eindrücke. Weiterlesen

From Russia with Gaze

coverDas Jahr 2018 hat releasetechnisch für mich brilliert. Unzählige sehr gute bis meisterliche Veröffentlichungen wurden der Metalschar offeriert. Für mich ist es das Schönste, aus der Masse das Besondere herauszupicken. Das Album, das ich euch vorstellen möchte, erschien bereits im Oktober 2018 und ist einer Erwähnung wert. Der in Russland ansässige Musiker B.M. der nebenher auch in anderen Bands (Autumn´s Kingdom, A Light in the Dark) aktiv ist, hat vor kurzem den neuen Silberling Sillage über Casus Belli Musica unter das Volk gebracht. Von der Qualität ausgehend, die seine oben erwähnten anderen Tätigkeitsfelder bieten, konnte ich mir dieses Review nicht entgehen lassen. Weiterlesen

Frühzeitiger Herbst

ForlattUnd Deutschland hat wieder eine jener Bands hervorgebracht, an der sich zukünftige Formationen orientieren können, nein, sie werden sich daran messen lassen müssen. Mir völlig unbekannt bis dato treibt das Ein-Mann-Projekt aus Chemnitz Forlatt bereits seit ihrer Gründung 2015 sein Unwesen im heimischen Black Metal Underground. Aufmerksam auf sie geworden bin ich durch die Umschreibung ihres Stiels als Atmospheric Post Black Metal, genau das Richtige für meine sich nach mehr und mehr Post Sound sehnenden Ohren. Am 17. August 2018 erschien ihr bereits viertes Album namens Fantom über das feine für Atmospheric Black Metal bekannte Label Mourning Light Records. Wurden meine Erwartungen erfüllt? Weiterlesen