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Nicht von dieser Welt!

Der Sommer hat ein abruptes Ende gefunden (im wahrsten Sinne). Pünktlich wie eine Schweizer Uhr war der Herbst da. Für mich persönlich bricht die schönste Jahreszeit an. Alles wird ruhiger, es wird nebliger und schummriger, und das Gefühl von Vergänglichkeit macht sich breit. Perfekt, wie die viel zitierte Faust aufs Auge, passt die im November anstehende Veröffentlichung von Ellereves drittem Album Umbra. Elisa Giulia Teschner vermag es Atmosphären zu kreieren, in denen man sich verlieren möchte. Bereits das Debütalbum hat mich umgehauen (Link zu meiner Review). Wie die beiden Vorgänger erscheint auch Umbra über Eisenwald. Voller Vorfreude also machte ich mich an die Review. Weiterlesen

Pure Agonie!

Der Sommer ist da, mit seiner für mich unerträglichen Hitze, und der Rezensent (also ich) fühlt sich ein wenig antriebslos und ohne Energie. Aber glücklicherweise fiel mir eine Neuerscheinung auf, von der ich schon viel Gutes in Black Metal Kreisen gehört hatte. Was soll ich sagen (ich möchte ja nichts vorwegnehmen), mein Anwärter für das Album 2025. Der Workaholic aus den USA, namentlich In One Place, veröffentlichte schon im März 2025 (das Album ist dennoch eine Review wert) sein Album Everything is exactly where it belongs, man möge es kaum glauben, in Eigenregie. Alleiniges Mitglied J Sebastiano (he plays everything) spielt eine von mir so geliebte Post Black Metal Art, dass ich euch das jetzt erzähle! Weiterlesen

Metal für die Seele!
Ätherisch und einnehmend

Zu Beginn des jungen Jahres reiht sich bereits eine hochkarätige Veröffentlichung an die andere. Musikalisch ist bereits für jeden etwas dabei. Mich freut es immer besonders, wenn es sich bei den Alben um Black Metal, genauer gesagt um Melancholic Post Black Metal geht. Ganze vier Jahre nach ihrem wundervollen Album Beautiful ghost erschien Anfang Februar das neue Werk von Unreqvited: A pathway to the moon. Zugegeben war ich sehr gespannt, ob man den bereits perfekten Teppich aus Black Metal mit viel Atmosphäre, Melancholie und das ständige Gefühl von Verlorenheit noch weiterentwickeln kann. Wie immer möchte ich für euch meine Höreindrücke in Worte fassen. Weiterlesen

Ruhig, mystisch und einfach nur schön!

Ihr kennt das sicher, es gibt Momente, da hört man einen Bruchteil eines Songs und schon ist man angefixt und möchte mehr hören. Das Ein-Frau-Projekt Silence of the Nemeta aus Belgien veröffentlichte in Eigenregie das Kleinod Where our coils collide. In den unendlichen Weiten des Internets als Atmospheric Black Metal / Folk Metal angepriesen, machte mich die Musikrichtung schon neugierig. Es handelt sich hierbei um eine EP mit einer Spielzeit, die einigen Bands Schamesröte ins Gesicht zaubern dürfte aufgrund der Länge (Leider werden immer mehr Releases mit einer Spielzeit von knapp 30 Minuten schon als vollwertiges Album angepriesen). Da mir die Band vollkommen unbekannt war, konnte ich mich beim Hören so richtig fallen lassen und die Musik ohne Vergleiche zu früher genießen. Folgend also mein Höreindruck für euch. Weiterlesen

Musik aus anderen Sphären

Durch meine zuletzt geschriebenen Reviews bin ich wieder ein wenig in die atmosphärische Richtung abgedriftet, in dem Metier fühle ich mich recht wohl. Nun da die Tage kürzen werden und das Licht immer weniger wird, kommt das neue Album der aus Dänemark stammenden Myrkur (Amalie Bruun) gerade recht. Nach ihrem Meisterwerk Folkesange aus dem Jahr 2020 also folgt nun Spine. War Folkesange noch rein mit Nordic Folk behaftet, so sei es gleich vorweggesagt, gibt es hier eine kleine Überraschung. Ach ja, danke Relapse Records für dieses Juwel! Weiterlesen

Welches Jahr schreiben wir?

Schön. dass es noch Überraschungen gibt wie die äußerst feine Veröffentlichung der mir bis Dato unbekannten Formation Hyl. Ende März 2023 ist ihre EP Where emptiness is all auf dem kleinen Label Odium Records erschienen. Die Akteure, die sich hinter Hyl verbergen sind bei Weitem keine Unbekannten. Rick Costantino (seines Zeichens Mitbegründer der italienischen Extreme Metal Szene mit seiner Band Schizo) und Shadow (live bei Ofermod) kredenzen Black Metal, der einem Anhänger der Second Wave of Black Metal die Tränen in die Augen treibt. Eine unheilige Allianz zwischen Polen und Italien! Meine euphorischen Eindrücke lest ihr beim Weiterlesen. Weiterlesen

Der Sound der Alpen im dunklen Gewand

Meine erste musikalische Begegnung mit der aus dem schönen Salzburger Land stammenden Band Vinsta hatte ich bereits 2017, als ich ihr Album Vinsta wiads hörte. Es war wohl Liebe auf dem ersten Hördurchgang! Unter dem Banner des Progressive Death Metal geführt, sind sie viel mehr für mich. Wie viele aus Bayern/Österreich stammende Formationen haben auch Vinsta diese Naturverbundenheit in ihrem Sound, diese tiefe Liebe zu ihren Wurzeln, und dies könnt ihr auch in ihren in ihrem Akzent vorgetragenen Texte hören. Ende Juli ist über Eisenwald Tonschmiede ihr neues Album Heimweitn erschienen, und ich möchte euch meine Höreindrücke im Folgenden schildern. Weiterlesen

Vertonte Schwermut

Es ist Herbst! Warum diese Jahreszeit so wichtig ist, erfahrt ihr im Laufe meiner Review. Der Name ColdWorld kursiert bereits seit dem Jahr der Gründung 2005 im Black Metal Underground. Das alleinige Mitglied Georg Börner (für alle Instrumente verantwortlich) und sein Projekt ColdWorld gehören für mich seit je her zur Speerspitze des Deutschen Depressive Post Ambient Black Metal (diese Bezeichnung ist nicht weit hergeholt oder gar übertrieben). Alben wie das 2016 erschienene Autumn beinhalten ihre ureigene Magie und Melancholie. Das Ende September veröffentlichte neue Album Isolation hatte ich sehnlichst erwartet. Hier für euch ein kleiner Eindruck der musikalischen Reise in das Album. Weiterlesen

Licht und Dunkelheit

Lighthouse-CoverLighthouse – Leuchtturm. Ein Lichtstrahl in der Dunkelheit, der einem den Weg weist. Ein markanter Punkt an der Küste, ein Sehnsuchtsort für viele, ein Anker für die Verlorenen. Auch das Cover ist sehr hell und und voller (Mond-)Licht gehalten. Was erwartet einen bei diesem Bandnamen? Ganz klar – mal harsch knüppelnder, mal atmosphärischer Black Metal von (erst drei, mittlerweile) vier Musikern aus Bayern, die seit 2018 zusammenarbeiten und sich laut Presseinfo in ihrer Herangehensweise an ihr Schaffen von keinerlei Genregrenzen beschränken lassen wollen. Die Herren haben einiges an Erfahrung vorzuweisen, sei es bei den wunderbaren Abandoned Dreams oder TAV, die ihren Erstling Mitte 2020 bei Ván Records veröffentlicht haben. Seit November 2020 gibt es jetzt auch die erste EP von Lighthouse, die – so treffend wie logisch – A debut heißt. Weiterlesen

Mit Hingabe loslassen

Von Zeit zu Zeit stoße ich immer mal wieder auf Bands, die noch nicht unter Vertrag genommen worden sind, weil sie erst am Anfang ihres Weges sind und gerade ihr Debüt in Eigenregie veröffentlicht haben. So auch mein neuestes Review-Opfer Corps Fleur aus dem Vereinigten Königreich. England ist seit einigen Jahren konsequent Lieferant für guten bis sehr guten Black Metal inklusive fast jeglicher Unterart außer dem vakanten Post Black Metal Thron. In klassischer Besetzung mit zwei Gitarren zeigen uns die Jungs von Corps Fleur wo der Hammer hängt und erheben auch Anpruch auf den Thron. Ihren Sound würde ich nach meinen Empfindungen als einen Mix aus Post Black Metal, Suicide Depressive Black Metal und Blackgaze beschreiben. Folgend habe ich meine Empfindungen beim Hören des Albums für euch niedergeschrieben. Weiterlesen