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Johan Sjöblom ist Sänger und Gitarrist der Stockholmer Post Punk Band The Exploding Boy, die bereits mehrfach beim WGT und auch in München zu Gast war (Link zum Bericht). Aber er ist unter SJÖBLOM auch als Solokünstler aktiv, hier hat er sich mehr dem Dark Wave verschrieben. Nach dem tollen Debütalbum 6 (Link zur Review) machte er letztes Jahr mit dem Alphaville-Cover „A victory of love“ auf sich aufmerksam.

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He’s lost control

John-SavageJoy Division sind eine der wichtigsten subkulturellen Musikbands, deren Einfluss für Bands in den Bereichen Post Punk, Dark Wave, Gothic und Indie Rock bis heute ungebrochen ist. Und deren Sänger Ian Curtis wurde durch seinen Selbstmord zum Mythos. Eine Woche vor seinem 40. Todestag halte ich das Buch in meinen Händen, und so beschließe ich noch zu warten. Der 18. Mai erscheint mir nur allzu richtig, um mit dem Lesen zu beginnen.
Im vorliegenden Buch handelt es sich mitnichten um eine Biographie, auch wenn die Bandkollegen Peter Hook, Bernard Sumner und Stephen Morris natürlich eine prominente Stellung haben. Stattdessen kommen außer ihnen eine Menge weiterer Zeitzeugen zu Wort, die zum Teil aus dem engsten Umfeld von Joy Division stammen. Darunter sind unter anderem die beiden Frauen in Curtis‚ Leben, Deborah Curtis und Annik Honoré, Manager Rob Gretton und Tony Wilson, gemeinsame Gründer des Independent-Plattenlabels Factory Records, Tourmanager Terry Mason sowie Produzent Martin Hannett. Und so wird man auch als langjähriger Fan mit Einblicken überrascht, die man so noch nicht kennt. Weiterlesen

Abu Nein haben im November 2019 ihr beeindruckendes Debüt I will rise veröffentlicht. Das schwedische Trio aus Malmö lässt fesselnden Darkwave erklingen, und auch die aktuellen Veröffentlichungen „Love in vain (ft. Mort-Moi)“ und „Rotten Garden“ sind perfekt für die Tanzflächen dunkler Szene-Clubs geeignet. In den letzten Monaten haben Erica Li Lundqvist, Dennis Lood und Anders Nordensson an den Songs für ihr neues Album Secular Psalms gearbeitet, das im Sommer bei Young & Cold Records und Rundgång Rekords erscheinen soll. Bleibt zu wünschen und hoffen, dass wir diese großartige Band mit dem neuen Album bald wieder live erleben können! Weiterlesen

Die Münchener Band Elvis de Sade gründete sich 2017 und spielt eingängigen Dark Wave / Post-Punk. Nach ihrer ersten Demo 2018 veröffentlichten Elvis de Sade Mitte März die EP Angelus Novus bei Young & Cold Records – fünf großartige Songs, die eine dunkelschöne Atmosphäre erschaffen. Kürzlich haben Sie ihr neues Video zum Song „Rusty phone“ beim Young & Cold Online Festival präsentiert. Die Band tüftelt bereits an einem Album, das im nächsten Jahr erscheinen soll, wir sind gespannt! Andreas (Gitarrist, Keyboarder) hat uns einige Fragen beantwortet. Weiterlesen

Harte Sprache, weicher Kern

dogs-in-treesHeute möchte ich noch einen Nachzügler präsentieren, denn manchmal passt es zeitlich einfach nicht, und dann bleibt schon mal etwas liegen, dem man sich trotzdem hätte widmen wollen.
Ob Hunde nun wirklich auf Bäume klettern, sei einmal dahingestellt. dogs in trees aus dem polinschen Gdynia können jedenfalls so einiges. Die Band besteht seit 2010 und hatte nach einigen EPs 2015 ihr erstes Studioalbum pióra mew veröffentlicht. Seit letztem Sommer ist auch ihr aktuelles Album echo erhältlich, das in einer Zusammenarbeit von Icy Cold Records und Alchera Visions erschienen ist. Sänger Paveł Goździewicz, der auch Gitarre und Synthesizer übernimmt, Arkusz Książczak am Bass und Schlagzeuger Tymek Lasota haben sich ganz den dunkleren Emotionen verschrieben, die atmosphärisch umgesetzt werden. Weiterlesen

Im letzen Jahr haben wir euch den in Kalifornien lebenden Solokünstler Accumortis  mit seiner Single „Deathwave“ bei unseren Musik-Tipps (hier entlang) vorgestellt. Das gleichnamige Album ist kürzlich über das australische Label Nowhere Now Records erschienen. Seit 2017 veröffentlicht Accumortis seine faszinierenden „Deathwave-Klänge“ – der Sound ist cold, dark, & minimal. Die bisherigen Veröffentlichungen haben uns neugierig gemacht!

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Jeder Baum sieht den andern

diaspora_coverAnfang November, Regen an den Scheiben, draußen geht der hervorragend neblig-trübe Herbsttag seinem frühen Ende entgegen und drinnen ist es der richtige Zeitpunkt, nicht rauszugehen, sondern sich lieber das neue Album von The Bedroom Witch anzuhören. Das Projekt aus Los Angeles existiert bereits seit 2011, seitdem sind vier Longplayer erschienen, ich wurde allerdings erst durch den Sampler Sacred Spells des Labels Psychic Eye darauf aufmerksam (zur Besprechung hier entlang). Der dort vertretene Track „This house is no longer“ machte gewaltig Vorfreude auf ein fünftes Album. Jetzt ist Diaspora also erschienen und wir stellen fest: Die Vorfreude war berechtigt.

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Lasset all eure Hoffnung fahren

Eigengrau_CoverDer französische Musiker Nicolas Albin aus Poitiers ist manchen vielleicht aus der Band Lower Savage bekannt, wo er die zweite Hälfte neben Eleanor Lattner bildet. Sein Solowerk lief bislang unter dem Namen Sludge, doch nach fünfzehn Jahren wurde es Zeit für einen Namenswechsel, da der alte Name in der Musiklandschaft inzwischen inflationär verwendet wird. Mit Then Came The Rain geht sein musikalisches Schaffen nun weiter. Das Album Eigengrau ist bereits letztes Jahr pünktlich zur Vorweihnachtsdepression erschienen, aber manchmal kommen Rezensionsschreiber leider nicht rechtzeitig hinterher. Nichtsdestotrotz möchte ich euch dieses tolle Album nicht vorenthalten, das Albin komplett selbst eingespielt hat. Weiterlesen

Drübengrund

Alles auf Anfang. Psychic Eye Records ist ein noch junges Label für Postpunk, Dark Wave, Experimental und Noise, beheimatet in Oakland, Kalifornien. Dort nimmt die dunkle Szene gerade neuen Aufschwung, und in diesen Wiederaufbruch hinein stellte Psychic Eye Anfang des Jahres mit seinem ersten Release eine grundlegende Frage: Wo stehen wir, und wer wollen wir sein? Wie offen sind wir als Underground für die, die wirklich – und ob sie das so wollen oder nicht – jenseits des Mainstreams stehen? Weiterlesen

Lieder für die Nacht

BoG owlThe Beauty of Gemina – das sind schweißtreibende Rocksongs, harte Elektro-Rock-Hymnen, beschwingte Düster-Blues-Country-Lieder, melancholische Dunkelpoesie und großartige Musiker, die man unbedingt live erleben muss. Eigentlich sind The Beauty of Gemina aus der Schweiz nicht in Worte zu fassen, man muss sich völlig offen auf ihre Version düster-schöner Musik einlassen und sämtliche Genreeinteilungen vergessen. Denn darauf arbeitet die Band selbst schon seit einigen Alben hin, und mit dem achten Streich Flying with the owl könnte es ihr endgültig gelungen sein. Selbst so eine recht allgemeine Bezeichnung wie Dark Wave ist hier zu wenig, die Band hat mittlerweile definitiv ihr eigenes Genre erschaffen: The Beauty of Gemina. Was erwartet uns jetzt also beim Flug mit der Eule?  Weiterlesen