Beiträge

Eine längst fällige Hommage

coverPaul Roland hat vor ein paar Jahren auf dem Wave-Gotik-Treffen, von den meisten Besuchern unbeachtet, in der hinteren kleinen Agra-Halle eines der besten Konzerte meiner bisherigen WGT-Laufbahn gespielt. Und diese Laufbahn jährte sich erst kürzlich zum immerhin zwanzigsten Mal.
Nun mag sich der eine oder die andere wahrscheinlich fragen, wer überhaupt Paul Roland ist, daher folgt an dieser Stelle ein kurzes Porträt. Weiterlesen

„Rum, beer, quests and mead“

K800_704_Alestorm_RGB„These are the things that a pirate needs“. Das klingt wie eine Zusammenfassung dessen, was einen bei Alestorm erwartet. Angus McFife, der Protagonist und Held bei der Power Metal Band Gloryhammer hat mich hergeführt, denn deren Keyboarder Chris Bowes ist auch bei Alestorm die federführende Person. Oder vielleicht sollte ich besser schwerterführend sagen. Die Thematik der beiden Bands ist zwar verschieden, aber bei beiden spielt Humor eine große Rolle, denn mit den klischeehaft überzeichneten Texten nimmt man sich selbst und das Genre nicht allzu ernst, was sie wohltuend von manch anderen abhebt, die im Pathos ertrinken. No grave but the sea ist mittlerweile das fünfte Album von Alestorm, die sich 2004 noch unter dem Namen Battleheart gründeten. Weiterlesen

Akustisch eigenwillig

STS_NEON_CoverKennt ihr das Gefühl, das sich am besten mit dem Laut „Hmpf“ beschreiben lässt? Wenn man etwas eigentlich gut findet, aber irgendwie dann doch nicht? Wenn etwas stört, aber nicht so ganz greifbar ist? Mit genau so einem Gefühl ließ mich das neue Live-Album von Subway to Sally Neon zurück. Ein Mitschnitt der letzten „Ekustik“-Tour, auf jeden Fall ein Live-Album, das man so nicht alle Tage in die Finger bekommt.

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Folk-Punk lockt die Massen

Als es hieß, die Dropkick Murphys kommen nach München, versprach das ein Abend voller Energie, Geschwindigkeit und Irish Folk zu werden, also ganz nach meinem Geschmack. Und nicht nur ich war in Vorfreude auf das Konzert: Die aus Boston stammende US-Band schaffte es, bereits viele Wochen vor dem Termin ein ausverkauftes Zenith zu vermelden, und immerhin passen 6.000 Menschen in diese riesige Halle. Was würden da für Menschen kommen? Diese Frage wurde mir bereits in der U-Bahn bei der Anfahrt beantwortet: wenig „schwarzes“ dafür sehr buntes und bunt gemischtes Volk – und sehr, sehr viele, bereits jetzt schon stark alkoholisierte Chaoten. Na, das konnte ja heiter werden!
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Liebe, Trauer und eine handfeste Schlägerei

triakel-1-von-1Triakel – in einem schwedischen Dialekt ist das ein schwarzer, süßer Likör. Die Musik der gleichnamigen Folkband ist allerdings alles andere als klebrig und zuckersüß, schwermütig und düster jedoch schon ab und an. Zum Glück gibt es aber auch die fröhlichen schwedischen Tänze, Polska genannt, und die augenzwinkernden Lieder über alles, was das Leben so bietet. Melodien und Texte – oft im jämtländischen Dialekt – stammen aus dem schier unendlichen Schatz schwedischer Volksweisen, die das Svenskt Visarkiv glücklicherweise seit vielen Jahren sammelt. Lieder über das bäuerliche Leben, unglückliche Lieben, verstorbene Kinder, Gott – aber auch heimliche Liebhaber, aus dem Ruder laufende Geburtstagsfeierlichkeiten oder den perfekten Mann. Weiterlesen

Band der Woche

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Hinter Amplified Memory stehen sechs junge Herren aus München, die sich musikalisch irgendwo zwischen In Flames und Dark Tranquillity bewegen, dabei den Death Metal der alten Schule nicht aus den Augen verlieren und sich standhaft weigern, Kindheitshelden hinter sich zu lassen. Was es noch über die Münchner zu wissen gibt, verraten sie im Interview!

Konzerte

Nach den User-Liveberichten ist jetzt endlich unser Review zum WGT 2014 online! Neben den Konzertberichten unserer Schreiberlinge gibts natürlich jede Menge Videos und Bilder sowie eine Link-Sammlung am Ende des Beitrags, der noch um weitere Berichte und Fotogalerien erweitert wird! Schaut also immer wieder mal rein!  Weiterlesen

Mystik und Mittelalter



stille-volk-coverStille Volk sind eine Folkband aus den französischen Pyrenäen und seit 1994 aktiv. Sie beziehen ihre Inspirationen aus der Natur, diversen Mythen, Zauberei und allen möglichen paganen Themen. Ihr Debüt – und immer noch Referenzwerk – Hantaoma erschien 1997. Mit La Pèira Negra ist nun ihr sechstes Album auf dem Markt, nachdem es einige Jahre ruhig um die Band geworden war. Wie gewohnt sind die Songtexte in Französisch und anderen romanischen Sprachen (ob wieder Katalan und Okzitanisch vertreten sind, kann ich leider mangels Sprachkenntnissen nicht beurteilen), die Lieder sind akustisch und wunderbar altmodisch mit allen Arten von Pfeifen, Saiteninstrumenten und Drehleiern instrumentiert. 
Hantaoma gehört zu meinen Lieblingsalben aus dem Folk-Mittelalter-Bereich, Maudat aus dem Jahr 2002 war auch noch sehr ordentlich, dann habe ich die Band etwas aus den Augen verloren. Ob sie immer noch diese magisch-mystischen Stimmungen erzeugen kann wie früher?  Weiterlesen