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„Remember, don’t be afraid to live“

©UNSPKBLE Bandcamp

„One is a crooner from Blackpool, UK. Another is a bass player, well-known in the Parisian DIY punk scene. The third one is a jazz and noise rock drummer from Lozère. The last one is a non-binary guitarist from Montpellier, a decade younger than the other three. What music could these humans possibly make together? It’s UNSPKBLE– a post-punk band from Montpellier, France.“ Diese Selbstvorstellung ist so schräg, dass ich sie einfach mal übernommen habe. Die Band wurde 2019 von Bassist Greg Reju in dessen Keller zusammen mit Sänger und Keyboarder Dion Lax gegründet. Ergänzt werden sie von Drummer Seb Dodus und Gitarrist Gom Pilote. Drei Jahre nach der ersten EP Friction ist das Debütalbum Reconstruction erschienen. Weiterlesen


Diese Woche haben wir einen französisch-italienischen Bandmix für euch, die Rede ist von Attractive Chaos. 2022 fassten Emma Elvaston, Pietro Paolo und Clément Botz den Entschluss, gemeinsam Musik zu machen. Aktuell schrauben sie fleißig an neuen Texten und Sounds, das Album soll nächstes Jahr erscheinen. Sie haben sich unseren Fragen gestellt.

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20230329_084051Der erste Tag des DEMM ist geschafft, eventuell schwappt noch der eine oder andere Restalkohol durch die Blutbahn, der Nacken ist ein wenig schwer, und die Füße wissen noch nicht so recht, zu welchen Konzerten sie sollen. Wir helfen euch mit unserem Guide durch den zweiten Tag des DEMM 2023. Weiterlesen

Into the wild

2018 begann der Katzenclub die höchst erfreuliche Tradition, nicht nur einzelne Konzertabende zu veranstalten, sondern auch ein eintägiges Festival, damals anlässlich von fünf Jahren Katzenclub. 2019 gab es eine Neuauflage, und dann gab es … Corona. Erst an Ostern 2022 konnte das nächste Festival stattfinden. Seither hat sich zum Glück einiges in der Konzertlandschaft stabilisiert – längst nicht alles! -, weshalb dem heutigen Tag im Feierwerk hoffentlich nichts im Weg steht. Die Bandauswahl ist mit She Past Away, Minuit Machine, Agent Side Grinder, Buzz Kull, Bragolin und Bathead Zucker und zieht nicht nur Münchner Schwarzvolk, sondern auch Gäste aus anderen Städten. In den früheren Jahren hat es sich fast ein bisschen wie ein Mini-WGT angefühlt – wenn auch ohne Trambahnfahrten -, so außerhalb jeglicher Festivalsaison, und ich bin mir sicher, dass das heute auch wieder gelingt. Das Young & Cold-Label aus Augsburg ist nicht nur mit Künstler*innen, sondern auch mit einem Stand vertreten, womit auch fürs Geldausgeben gesorgt wäre. Weiterlesen

Ein schwarzes Duracell-Häschen

FINAL_DIGITAL_COVER_TMC_RDThe Midnight Computers ist ein französisches Trio aus Lyon, auf das manch eine*r vielleicht schon durch die Zusammenarbeit mit Venim Carnim aufmerksam geworden ist. Die Band besteht aktuell aus Sänger Jonathan Cast, der gleichzeitig die Synthesizer bedient, Bassist Théo Chapuis und Alex, der die Drums programmiert. Gemeinsam haben sie das Spektrum von Cold Wave bis Post Punk erkundet, und das Resultat ist das zweite Album Romantic desaster, das bei Manic Depression Records erschienen ist. Weiterlesen

Keine Ärzte

The-doctorsHier sind nicht Die Ärzte aus Berlin mit einem Nebenprojekt am Start, sondern The Doctors aus Bordeaux, hinter denen sich das Brüderduo Patrick und Dominique Mouras verbirgt. Dominique spielt Gitarre und programmiert die Drums, während Patrick den Gesang und den Bass übernimmt. Zusätzlich bedienen beide noch Keyboards. Ihr Debüt Unterwelt stammt bereits aus 2016, also haben sie sich mit ihrem Zweitling Modern Zeit gelassen, der bei Icy Cold Records erschienen ist. Weiterlesen

Auf zehn Absinths mit Dorian

Hohe Erwartungen sind bekanntlich was sehr Fieses für die, die sie erfüllen sollen. Und wann wären die Erwartungen ähnlich hoch wie beim zweiten Album einer Band, die ein paar Jahre zuvor mit einem perfekten Debüt aufgeschlagen ist? Nairod Yarg haben mich mit ihrem 2019 erschienenen selbstbetitelten Erstling schwer begeistert: Eine grandios eigenständige Melange aus Post Punk, Cold Wave und Noise Rock mit leicht psychedelischen Elementen und einfallsreich gesetzten elektronischen Details, ebenso mitreißend und tanzbar wie wunderbar weird und abwechslungsreich. Ende September brachten Sébastien Ficagna und Rudy Centi nun den Nachfolger ans Licht der Welt. Ten days with Dorian Wilde: Der Titel verrät es schon, wir befinden uns noch im selben Band-Universum, einer gaslampenschummrigen Welt, deren Achse irgendwo zwischen den Ästhetiken und Werken Oscar Wildes, Fin de Siècle, Dekadenz und Film noir verläuft. Weiterlesen

De-Industrial

Zwei Wörter, die ich mit Sylvgheist Maëlström (noch) mehr als mit anderen Industrial- und Rhythm&Noise-Acts verbinde, sind „Dystopie“ und „Räumlichkeit“. Die vorherigen zwei Alben Norillag und Pripyat stellten mir postapokalyptische Landschaften in den Kopf, in denen unter einem leeren Himmel, vor einem ausgeräumten Horizont, unendlich weit weg, jeder verrostete Zahn des liegengebliebenen Schaufelbaggers einzeln zu klingen beginnt. Wie wird sich dann erst das neue Album anhören, nach und während all der Desaster dieser letzten paar Jahre? Schnell noch mal über das wie immer wunderbare Cover-Design aus dem Hause Hands gefreut und losgehört. Weiterlesen

Nihil ist ein französischer Schriftsteller, Digitalkünstler und Fotograf. Sein künstlerisches Universum ist dunkel, surreal. Wiederkehrende Themen sind Schmerz, Leiden, Verzweiflung, Trostlosigkeit, Isolation, Einsamkeit und Stille. Der in Oslo lebende Künstler zeigt in seinen Werken Körper, die meisten von ihnen haben kahle Schädel, kein Gesicht oder ihre Gesichtszüge sind ausdruckslos und ihrer Individualität beraubt. Nicht selten fangen seine Bilder den Kontrast von anmutiger Stille und aufwühlender Angst und Bedrohung ein. Leidende Körper mit Wunden, trostlose karge Landschaften – dunkle Farben stehen im Kontrast zu weißen Kunstwerken, die die Dunkelheit berühren und gleichzeitig Fragilität, Schönheit und Sinnlichkeit ausstrahlen.

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Alles andere als tot

Dead_DreamsDabei sind die Informationen im Netz zur französischen Band Dead eher rar, was aber auch daran liegen könnte, dass die gängige Suchmaschine bei dem Namen an ihre Grenzen stößt bzw. ca. 3.400.000.000 Ergebnisse liefert, und nun muss man die richtigen herausfiltern. Mit Dead von Mayhem hat sie z.B. nichts gemeinsam. Sie besteht aus Sänger Berne Evol, Brice Delourmel an der Gitarre und Bernard Marie, der den Drumcomputer und die Keyboards bedient. Nach den beiden EPs Transmissions (2012) und Verse (2014) sowie dem Debütalbum Voices (2016) haben Dead mit Dreams ihre dritte EP herausgebracht. Trotz des überaus Gothic-kompatiblen Bandnamens sind sie aber bislang unter meinem Radar hindurchgetaucht, aber das soll sich nun ändern. Weiterlesen