Doom with a spin
In München sind die Italiener*innen von Messa zwar nach ihren Auftritten auf dem Dark Easter 2022 (Review hier) und 2023 mit Crowbar (Review hier) keine Unbekannten mehr, mit dem großen „Ausverkauft“-Schild am Feierwerk hätte ich dann allerdings doch nicht gerechnet. Natürlich ist das völlig verdient, aber ich bin froh, dass ich früh da bin und mir daher einen guten Platz vorn an der Bühne sichern kann. Erst wenige Tage vor dem Konzert haben Messa ihr viertes Album The spin veröffentlicht, das ebenso wie die Vorgänger hervorragende Rezensionen eingeheimst hat. Doom Metal als grobe Richtlinie, angereichert mit Elementen des Jazz, Blues, Seventies Rock und noch so diversen Sachen – das ist eine ziemlich einzigartige und sehr faszinierende Mischung, die live noch einmal eine ganz eigene Magie entfaltet. Weiterlesen


Nach dem großartigen Live-Album Night of a thousand vampires (
Die „lauteste Band New Yorks“ hatte ich euch schon letztes Jahr mit der EP Hologram vorgestellt (Link), nun hat A Place To Bury Strangers, die Band um Gründer, Sänger und Gitarrist Oliver Ackermann, ihr sechstes Album See through you auf dem eigenen Label Dedstrange herausgebracht. Die weiteren Mitstreiter sind Drummerin Sandra Fedowitz und Bassist John Fedowitz von der Band Ceremony East Coast, der auch schon mit Ackermann zusammen bei Skywave gespielt hat. Das Probehören muss aus technischen Gründen leider ohne Röntgenbrille erfolgen.
TEKE::TEKE, bitte, was? Aber von Beginn an: TEKE::TEKE wurde im kanadischen Montreal vom Gitarristen Serge Nakauchi-Pelletier, Drummer Ian Lettre und Posaune-Spieler Etienne Lebel gegründet. Rhythmus-Gitarrist Hidetaka Yoneyama, Bassist Mishka Stein, die Multi-Instrumentalistin Yuki Isami und Sängerin Maya Kuroki vervollständigen die Band. Als solche haben sie mit Coverversionen im Surf-Stil der in der westlichen Welt sträflich unbekannten japanischen Legende an der Gitarre, Takeshi Terauchi, begonnen. Doch dieses Konzept wurde schnell zu eng, sodass sie ihren Sound in der Breite weiterentwickelten, was schließlich in das Debütalbum Shirushi gemündet ist.
Aus Oslo in Norwegen stammt die Formation Mayflower Madame, die 2016 ihr Debüt Observed in a dream veröffentlichten. Das Trio besteht aus Sänger Trond Fagernes, der darüber hinaus auch Gitarre und Bass spielt, Gitarrist Håvard Haga und Drummer Ola J. Kyrkjeeide. Bereits letzen Sommer ist das mittlerweile dritte Album Prepared for a nightmare bei Icy Cold Records erschienen. Ich weiß nicht, ob es irgendeinen Bezug gibt, aber Mayflower war übrigens der Name des Schiffes, mit dem die ersten Siedler nach Amerika kamen. Folgen wir also der Dame ins Ungewisse.
Paul Roland hat vor ein paar Jahren auf dem Wave-Gotik-Treffen, von den meisten Besuchern unbeachtet, in der hinteren kleinen Agra-Halle eines der besten Konzerte meiner bisherigen WGT-Laufbahn gespielt. Und diese Laufbahn jährte sich erst kürzlich zum immerhin zwanzigsten Mal.