(K)ein Desaster
Alle Jahre wieder – mittlerweile nun schon zum zwölften Mal – machen sich an Ostern Horden schwarzgekleideter Menschen aus den verschiedensten Ländern auf eine Pilgerreise ins Backstage, und das kann nur eins heißen: It’s that time of the year again! Das (natürlich ausverkaufte) Dark Easter Metal Meeting ruft zur Messe und Anbetung von insgesamt 32 handverlesenen Bands, die an zwei Tagen für mächtig Unordnung in der Frisur sorgen werden und auch immer für die eine oder andere Neuentdeckung gut sind. Ein großer Spaß, den wir – Nekrist und torshammare – uns natürlich nicht entgehen lassen. Weiterlesen

Ich habe ja ein kleines Faible für Bands aus etwas exotischeren Ländern außerhalb von Europa. Und nach meinem Mexiko-Trip im November kommen Phantom aus Guadalajara da gerade recht. Die junge Band hat sich erst 2021 gegründet und nach einigen EPs zwei Jahre später ihr Debüt Handed to execution herausgebracht, und nun steht mit Tyrants of wrath schon der Nachfolger bei High Roller Records am Start. Die Mitglieder sind Sänger und Gitarrist J.C. Necrohex, Gitarrist Harel Mortem, Bassist Raír Tavizón und Drummer J.P. Altorre. Leider ist der Gesang nicht auf Spanisch, aber dennoch bin ich sehr gespannt, schließlich ist Mexiko für seine große subkulturelle Szene bekannt.
Der Samstag war lang und aufregend, sicher wird auch das eine oder andere Erfrischungsgetränk geflossen sein, und den Sonntag sollte man besser erst mal langsam angehen lassen. Zum Beispiel mit dem Heavy Metal Barpiano – Frühschoppen im Biergarten ab 13.00 Uhr, perfekt zum Aufwärmen und gemächlich im zweiten Festivaltag ankommen. Und damit ihr für die Konzerte auch heute den Überblick habt, gibt’s hier den zweiten Teil unseres Festivalguides.
Moscow Death Brigade, die Underground-Sensation aus Moskau, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, nicht nur in Europa, sondern auch in der Punk-Gemeinde im fernen Thailand, wie ich im letzten Urlaub wieder feststellen konnte. Die Crew um Ski Mask G und Boltcutter Vlad findet also weltweit Beachtung, das sieht man auch in den Kommentaren der Videos auf Youtube.
Muss man eine neue Testament-Scheibe überhaupt ausführlich besprechen? Reicht es nicht zu sagen: Ist wie immer geil geworden, kauft euch das Teil und freut euch auf die nächste Tour, die nicht lange auf sich warten lassen wird! Klar, man könnte es sich einfach und dabei auch nichts falsch machen, denn dass Testament mittelprächtige Arbeit abliefern, ist sowieso unmöglich. Die Band macht es sich ja aber auch nicht leicht, sondern präsentiert alle paar Jahre wahre Schmuckstücke an ausgefeilten Thrash-Alben, die textlich und musikalisch immer wieder neue Maßstäbe setzen. Mit ihrem dreizehnten Longplayer Titans of creation wird das sicher nicht anders sein, weshalb ich mich gern auf Entdeckungsreise begebe. Einen kleinen Vorgeschmack gab es auf der jüngsten, phänomenalen Tour mit Exodus und Death Angel zu hören, und das klang schon sehr vielversprechend. (