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Band der Woche: Mohabitat

1_mohabiata2Mohabitat – das sind Francesco „Monoki“ Perrotta und Serena „Hamaranta“ Lombardi – ein audiovisuelles Projekt aus Italien. Kürzlich haben sie ihr Debütalbum Crisalide herausgebracht – eine Klangreise aus warmer Elektronik und zurückhaltenden Post-Rock-Echos. Bei ihren Live-Auftritten kreieren Mohabitat einen Dialog aus Licht und Schatten – zwischen faszinierenden Bildern und eindringlicher Musik – traumhaft schön.

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Album: Phasenmensch – Haunted [The gentle indifference of the world]

Klanggewordene Stille

phasenmensch_haunted_coverZehn Jahre Phasenmensch: Seit 2009 erkundet Wolfram Bange mit diesem Projekt den Bereich zwischen Industrial, Rhythm&Noise, Downbeat und Dark Ambient, mal allein, oft in Kollaborationen. Mit den Kollegen von ICD-10 und dem 2017 gemeinsam veröffentlichten Divinity/Unity/Nothingness war er vor Kurzem in München zu Gast (zum Konzertbericht hier entlang), zugleich konnte der Release des Phasenmensch-Jubiläum-Solo-Albums Haunted [The gentle indifference of the world] gefeiert werden. Mit Ine-San und Ein Profil haben auch hier Gastmusiker Sounds und Ideen beigesteuert, allerdings nur bei einem bzw. zwei Tracks.
Zehn Jahre Phasenmensch sind mehr als „nur“ zehn Jahre des Entwickelns und Auslotens eines eigenen musikalischen Stils, der auf dem Jubiläumsalbum entsprechend rund und vollkommen konsequent wirkt, als sei er schon immer so da gewesen. Die Musik ist hier Hauptträger eines intermedialen Ansatzes, dessen inhaltliches Anliegen sehr tief geht, einer intensiven Beschäftigung mit Nihilismus und buddhistischer Philosophie, die in Klänge, Rhythmus und Zeit, Textfragmente, Bilder gefasst wird. Die Tracklist sagt es explizit: Haunted ist, mehr noch als seine Vorgänger, eine Einladung, mit auf eine Wanderung zu gehen, die vor allem nach innen führt.

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LP: Ghostland – Dances on walls

Ein Begleiter in guten und besonders in schlechten Tagen

GhostlandBei Ghostland handelt es sich um eine Band aus Athen, die sich 2015 gegründet hat. Die Griechen zeigen sich dabei von Post Punk und New Wave beeinflusst. Neben der Frontfrau Makrina spielt Nikos den Bass, und Gitarrist Argyris programmiert außerdem den Drumcomputer und den Synthesizer. Bislang hatten sie Auftritte in der griechischen Untergrundszene, bei denen der Studiotechniker Stavros die Position hinter dem Synthesizer übernimmt. Bei Manic Depression Records ist nun das Debütalbum Dances on walls erschienen, mit dem sie hoffentlich auch hierzulande auftreten werden. Weiterlesen

Konzert: 24.01.2018 – Batushka + Schammasch + Trepaneringsritualen – Backstage Werk, München

Mystik und ganz viel Weihrau(s)ch

Nach ihrem Auftritt beim letztjährigen Dark Easter Metal Meeting, zu dem es unser rasendes Reporterteam leider nicht mehr in die zu kleine und daher überfüllte Halle geschafft hatte, machen die geheimnisvollen Batushka auf dem dritten Teil ihrer European Pilgrimage Tour noch einmal Halt in München, dieses Mal aber wegen der enormen Nachfrage im größeren Werk, sodass nun wirklich alle an der russisch-orthodoxen schwarzen Messe Litourgiya teilnehmen können sollten. Als Ministranten bzw. Vorbands sind die Black Metaller Schammasch aus dem Schweizer Basel und das mysteriöse Ein-Mann-Projekt Trepaneringsritualen aus Göteborg gebucht. Weiterlesen

Band der Woche: Ewian

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Ewian, ein 2013 in Bonn gegründetes Ein-Mann-Projekt um Ewian Christensen, macht stimmungsvolle Musik irgendwo zwischen Post-Rock, Alternative und Dream-Noise, hat soeben mit Good Old Underground das erste Studioalbum veröffentlicht und gibt sich reichlich wortkarg – umso mehr spricht Ewians Musik für sich: 

Wer verbirgt sich hinter Ewian?
Nein, kein Mineralwasser! Ein studierter Diplom-Psychologe. Jetzt solltest du Angst bekommen.

Müsste man eure Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das?
Im besten Fall Avantgarde. Weiterlesen