Balsam für die traurige Seele
SJÖBLOM aus Stockholm wurde 2016 als Soloprojekt von Johan Sjöblom Eliott gegründet, der außerdem Mitglied der Post Punk Band The Exploding Boy ist. Dafür hat er zusätzlich Robert Eklind ins Boot geholt, der vorher bei Malaise aktiv gewesen ist. Nach dem ersten Album 6 (Link zur Review) sind einige Singles und EPs erschienen. Das neue Album Dead of night wurde zeitgleich mit The Cures Songs of a lost world veröffentlicht, und ob nun Zufall oder nicht. Der Name The Exploding Boy wurde von einem ihrer Songs übernommen, ein gewisser Einfluss ist hier also durchaus vorhanden. Aber warten wir es ab. Weiterlesen

X Marks the Pedwalk – ein Name, den man nicht so schnell vergisst. Und ein Name, der in der (Düster-)Elektroszene auch schon sehr lange präsent ist. Ich muss allerdings zugeben, dass ich die deutschen Vorreiter von verfrickelten Endzeitsounds à la Skinny Puppy oder Front Line Assembly irgendwann etwas aus den Augen verloren habe. Selbige wurden mir aber vor einiger Zeit wieder geöffnet, als ich durch einen schier unglaublichen Zufall (Typ: Die Welt ist ein Dorf.) wieder auf X Marks the Pedwalk gestoßen bin und mir klar geworden ist, dass ich da ganz schön was nachzuholen habe. Seit damals hat sich nämlich einiges getan im Haus XMTP.
Den Älteren unter uns dürften Days of Sorrow noch aus den schönen Achtzigern bekannt sein, als ihr Song „Wild world“ die Tanzflächen der Szeneclubs eroberte. Mit Remembering The Days und A Thousand Faces wurden zwei EPs veröffentlicht und auf Konzerten im In- und Ausland präsentiert. Seit damals sind allerdings nicht nur etliche Jahre vergangen, auch die Bandmitglieder von damals, William Lennox (Vocals), Andre Schreiber (Bass, Gitarre) und Frank Junge (Keyboard) hatten unterdessen zeitweise sowohl musikalisch als auch geografisch getrennte Wege eingeschlagen. Über unter anderem Berlin und London kamen sie jedoch schlussendlich alle wieder zurück nach Dortmund und zu Days of Sorrow. 

Ein neues Album von The Awakening flattert ins Haus, This alchemy ist das mittlerweile zehnte. Dabei ist vor erst einem Jahr das letzte Soloalbum Waiting for a voice von Mastermind Ashton Nyte erschienen, dem aus Südafrika stammenden und mittlerweile in den USA lebenden Künstler. Die Pandemie erzeugt bei ihm keinen Stillstand, sondern fördert offensichtlich seine Kreativität. Da mir das Vorgängeralbum Chasm außerordentlich gut gefallen hatte (