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Lost in aviation oder Alles wird ASG

Das Jahr ist zwar noch jung, aber ganz bestimmt nicht arm an Highlights. Ein ganz besonderes ist wie immer der Katzenclub, dessen hervorragender Ruf sich mittlerweile schon international herumgesprochen hat. Die Party- und Konzertreihe holt zuverlässig die Acts nach München, die man hier unbedingt sehen möchte und für die man ansonsten meistens quer durch die Republik auf einschlägige Festivals reisen müsste. Zusammen mit den abwechslungsreichen Partys, die bis in die frühen Morgenstunden dauern und die man entweder mit exzessivem Quatschen oder genauso exzessivem Tanzen verbringen kann, freut man sich gern ein paar Wochen oder Monate im Voraus auf die Termine. Heute Abend ist es nach dem rauschenden Festival im November endlich wieder soweit, und mit The Devil & The Universe, Agent Side Grinder und Clan of Xymox hat man ein so internationales wie gothisch epochen- und stilübergreifendes Paket geschnürt. Extra früh soll es losgehen, damit die Party nach den Konzerten dann auch einigermaßen pünktlich anfangen kann. Weiterlesen

Schwedifizierung der Festivalwelt, Teil 1

IMG_7958Nach dem wunderschönen Call the ship to port vom Vorabend bin ich jetzt schon voll im Festivalmodus und starte den Amphi-Samstag mit dem ersten Act des Tages auf dem Schiff, den Italienern Ash Code. Das sympathische Trio habe ich vor einiger Zeit schon mal in München beim Katzenclub gesehen, wo es einen hervorragenden Eindruck auf mich gemacht hat. Dark Wave mit Postpunk-Anleihen und ordentlich Tempo, spannende Visuals und drei Musiker*innen, die sich an den Instrumenten und am Mikro abwechseln – eine hervorragende Mischung. Das Schiff ist schon überaus ordentlich gefüllt, was mich sehr für Alessandro, Adriano und Claudia freut. Drei Alben hat das Trio bereits veröffentlicht, das letzte, Perspektive, ist von 2018. Wir hören einen schönen Querschnitt, vor allem „Betrayed“ mit Claudia am Mikro oder das druckvolle „Want“. Das TheSound-Cover „I can’t escape myself“ fehlt diesmal, aber das fällt bei dem starken eigenen Material überhaupt nicht auf. Weiterlesen

Ohren auf!

Credits: Agent Side Grinder_AX_Bandcamp

Credits: Agent Side Grinder_Bandcamp

Agent Side Grinder haben im April 2019 ihr fünftes Album A/X veröffentlicht – wenn euch der Name nicht bekannt ist, wird es Zeit, dass ihr euch damit beschäftigt, denn das Electronic/Post Punk/Industrial Projekt aus Stockholm ist mehr als hörenswert und wird sicherlich in einschlägigen Clubs öfters zu hören sein.
Ich gebe zu, mir war die Band bis November 2018 auch unbekannt, aber seitdem lassen sie mich nicht mehr los. Agent Side Grinder durchlebten in den letzten zwei Jahren einen großen Besetzungswechsel, die Mitbegründer Peter Fristedt und Johan Lange mussten sich einen neuen Frontmann engagieren, den sie in Emanuel Åström gefunden haben. Ein perfektes Team für Liveauftritte und auch für A/X. Weiterlesen

Von rutschenden Hosen, Zombieclowns und tanzenden Katzen

 

Meine Güte, wie die Zeit vergeht. Fünf Jahre gibt es den Katzenclub schon, die vierteljährliche Party- und Konzertreihe, die es schafft, an nostalgische Pulverturmzeiten anzuknüpfen und gleichzeitig die derzeit angesagtesten Bands aus dem schwarz-wavigen Untergrund auf die Bühne zu holen. Die Tempers waren schon da, Zanias, She Past Away, Lebanon Hanover, Ash Code, aber auch so Szenelegenden wie Psyche oder The Invincible Spirit; Klangstabils Boris May ist sowieso Stammgast. Doch die schönste Partyreihe taugt nichts ohne die DJs hinter den Reglern, und da kann der Katzenclub auf die langjährige Erfahrung der Pagan DJs zurückgreifen, auf DJ Thaly aus dem Pulverturm und diverse hochklassige Gäste an den Reglern, die die kleine Tanzfläche mit oft wohltuend unbekanntem Material versorgen. Solche Erfolge müssen gefeiert werden, dachten sich daher die Veranstalter, und daraus wurde das erste Katzenclub Festival im Feierwerk. Weiterlesen