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CD/Sampler: Bats of Mercy – A Nordic Gothic Collection

Bats and Goth Rock

Bat Night - Bats Of Mercy - Bats of Mercy2Beim Herumsurfen auf Bandcamp bin ich neulich auf eine Perle gestoßen, die ich euch vorstellen möchte. Bat Night ist ein Gothic Club aus Stockholm, der mit diesem Sampler zum einen Underground-Bands unterstützen möchte und zum anderen zum Schutz von Fledermäusen beitragen möchte. Ein obersüsses Exemplar ziert auch das Cover, mehr Gothic geht nicht. Weiterlesen

CD/Sampler: Alice’s Curiosities – A tribute to Paul Roland

Eine längst fällige Hommage

coverPaul Roland hat vor ein paar Jahren auf dem Wave-Gotik-Treffen, von den meisten Besuchern unbeachtet, in der hinteren kleinen Agra-Halle eines der besten Konzerte meiner bisherigen WGT-Laufbahn gespielt. Und diese Laufbahn jährte sich erst kürzlich zum immerhin zwanzigsten Mal.
Nun mag sich der eine oder die andere wahrscheinlich fragen, wer überhaupt Paul Roland ist, daher folgt an dieser Stelle ein kurzes Porträt. Weiterlesen

CD: King Dude – Sex

Besser als Sex

King-DudeIch muss ja zugeben, dass mich King Dude bislang nicht so richtig begeistern konnte, trotz vieler positiver Reaktionen in meinem Umfeld. Seinen vom Country inspirierten Neofolk-Stil, auch gern als Dark Americana bezeichnet, fand ich zwar nicht schlecht, aber es war eben nicht meine persönliche Baustelle. Auch seinen Auftritt beim WGT 2015 empfand ich als zu Neofolk-lastig, einfach zu viel einschläfernde Lagerfeuerromantik. Doch dann wurde mir das neue Album Sex empfohlen, auf dem sich King Dude erstmalig einem externen Produzenten anvertraut und somit zwangsläufig neuen Einflüssen gegenüber geöffnet hat. Zusammen mit T. J. Cowgill sei nicht nur ein neuer Sound entstanden, auch eine Bassgitarre soll massiv in die Musik von King Dude eingeflossen sein. Dementsprechend bin ich gespannt, wie Sex nun musikalisch ausfällt. Davon kann man sich außerdem auf dem kommenden Konzert am 07.06.2017 im Backstage höchstpersönlich überzeugen. Weiterlesen

CD: The Stompcrash – Swear by the moon

Herzblut

StompcrashTrotz bislang vier veröffentlichen Alben sind mir The Stompcrash auf dem Sampler This is Gothic Rock Vol1 das erste Mal bewusst begegnet, daher bin ich nun gespannt auf das aktuelle Album Swear by the moon. Das Mailänder Quartett hat sich düsterer und melancholischer Musik verschrieben und bezieht einen nicht geringen Teil der Inspiration aus den Werken von Kafka, Poe und Lovecraft. Auch auf den Bandfotos zeigen sich The Stompcrash geprägt vom klassischen Gothic-Stil der viktorianischen Ära. Weiterlesen

CD: Second Still – Second Still

Modern und retro zugleich

second stillDas Plattencover von Second Still ist eines derjenigen, die man sieht und quasi sofort weiß, da ist richtig gute Musik aus dem Gothic-Bereich drin. Was verbirgt sich also dahinter? Second Still sind eine klassische Dreierbesetzung aus Los Angeles in Kalifornien. Aber Moment mal, Kalifornien? Sommer, Sonne, Strand und Gothic – kann das gutgehen? Warum nicht, schließlich stammen auch Legenden wie Christian Death und 45Grave aus der Gegend. Weiterlesen

CD: Bleib Modern – Antagonism

Please dance with me

Pünktlich zum ersten April erschien daBleib Modern - Antagonism - Covers dritte Album Antagonism von Bleib Modern, und das ist alles andere als ein Aprilscherz. Als ich die junge Band vor einiger Zeit im Rahmen einer Decadance Veranstaltung in der Augsburger Ballonfabrik gesehen habe, haben sie mich direkt begeistert. Shoegaze, Gothic Rock, Postpunk, irgendwo dazwischen ist ihr Sound einzuordnen. Mittlerweile ist die Band zum Quintett erweitert worden, daher bin ich natürlich gespannt, wie sie sich in der Zwischenzeit entwickelt haben und wie Antagonism nun musikalisch ausfällt. Weiterlesen

LP: Nova Et Vetera – Lightnings

Tribal Gothic Rock aus Frankreich

NovaEtVeteraDie französische Band Nova Et Vetera aus Paris besteht schon seit 1998, dennoch ist jetzt erst ihre zweite LP Lightnings erschienen. Sie selbst haben für ihre Musik die Schublade Tribal Gothic Rock kreiert, was mich neugierig gemacht hat. Auch von Performance-Kunst lassen sie sich inspirieren und führen bei Konzertauftritten ein Pagan-Ritual durch. Das Cover der LP ziert ein Kreis aus unzähligen Einzellinien, der mich irgendwie an Neo-Tribal-Tattoo-Art erinnert und gleichzeitig sowohl sehr hohes Alter als auch Unendlichkeit ausstrahlt. Aber lassen wir die Langrille selbst sprechen. Weiterlesen

CD: La Danse Macabre Vol. 2 – Sampler (At Sea Compilations)

Die Rückkehr des Undergrounds

LadansemacabreMal ehrlich: Ein großer Teil des aktuellen Gothic Mainstreams ist klangtechnisch sehr ähnlich, profillos und daher beliebig austauschbar. Und im Grunde genommen verzichtbar, von der willkommenen Einnahmequelle der professionellen Musikindustrie vielleicht abgesehen. Hier setzt das Projekt At Sea Compilations des Musikjournalisten Axel Meßinger an, das er 2013 ins Leben rief. Bei At Sea Compilations geht es darum, eine Plattform zu schaffen für neue, junge, unbekannte Bands, die sich abseits des kommerziellen Mainstreams bewegen, und damit auch Alternativen zu Schlager-Gothic und Elektro-Einheitsbrei-Bummbumm aufzuzeigen. Weiterlesen

CD: Christine Plays Viola – Spooky Obsessions

Endlich wieder richtiger Old School Goth

a2905104856_10Für mich als Rezensenten ist es immer wieder aufregend und spannend, eine italienische Gothic-Rock-Band zu besprechen. Die aus Peligna Pratola (l´Aquila – Abruzzen) stammende Formation Christine Plays Viola, 2008 gegründet, ist eine der mittlerweile recht zahlhaften Bands der neuen italienischen Gothic-Bewegung. Christian, Daniele, Fabrizio und Desio spielen einen Sound, den man am ehesten als Gothic Rock / Post Punk / Shoegaze und einer Portion Joy Division umschreiben kann. Mir lag das neue Release Spooky Obsessions über ihre Bandcamp-Seite zum Review bereit. Eines kann ich sagen, ich hatte schon lange kein Album mehr, das ich durchhören konnte ohne auch nur einmal die Skip-Taste zu drücken. Weiterlesen

CD: Edward Helsing – All the Way diabolic

Gothic Doom Atmosphere

Edward_Helsing_-_All_The_Way_Diabolic_-_cover[1]Edward Helsing ist ein Künstler aus Helsinki, der im Alleingang sein erstes Album eingespielt und dieses auch selbst produziert hat. Als Einflüsse gibt er selbst Type O Negative, Paradise Lost, Cradle of Filth, My Dying Bride und Dissection an.

In den Grundzügen und von der Gitarrenarbeit her könnte der Opener „Tenebrae Baby“ auch von der Gothic Rock Legende Fields of the Nephilim stammen. Allerdings verbreitet das Keyboard eine andere Stimmung, und Helsing schreckt auch nicht vor dem Einsatz eines Glockenspiels zurück, das ähnlich wie bei einem Soundtrack zu einem Horrorfilm eine unheilschwangere und beunruhigende Wirkung hat. Weiterlesen