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„Billy Idol and Glenn Danzig meet The Sisters Of Mercy in a barfight.“

TheNecromancersUnion_CoverZitat Presseinfo, Klappe zu, kaufen. Hier könnte die Rezension eigentlich schon enden. Aber das wäre ja auch irgendwie blöd, also halte ich mich an den üblichen Ablauf.
The Necromancer’s Union ist das neue Projekt von Daniel Belasco aus dem kanadischen Niagara On The Lake, Ontario, mit dem er seine Leidenschaft für Horrorfilme und Gothic Rock der Achtziger Jahre auslebt. Mit seinem Hauptprojekt Glass Apple Banzai widmet er sich ebenfalls stark Achtziger-lastigem Synthwave und Synthiepop. Petrichor wurde auf seine zwei 2019 digital veröffentlichten EPs aufmerksam, die für das nun erschienene Debütalbum Flesh of the dead von Daniel noch einmal neu eingespielt und mit einem neuen Track ergänzt wurden. Also rein in die Kneipe, in der der das Fleisch von Toten serviert wird. Weiterlesen

Für Freunde der Nacht

Ich zitiere den Pressetext: „Goth N’ Roll/Deathrock from the tombs of Buffalo, NY. Fields of the Nephilim, Idle Hands and Danzig eat your heart out!“ Aber hallo, das weckt natürlich Erwartungen. Doch vorher noch kurz zur Band: Diese wurde 2019 in Buffalo, New York, ins Leben gerufen, nachdem sich die Metal-Bands der Mitglieder zuvor aufgelöst hatten. Näher lassen sich Rob Palumbo, Erik Wagonblott, Jay Zgoda und Kenny Zotara darüber aber auch nicht aus, lassen also auch wir stattdessen die Musik für sich sprechen. Weiterlesen

Hier stimmt die (Al-)Chemie

672155Ein neues Album von The Awakening flattert ins Haus, This alchemy ist das mittlerweile zehnte. Dabei ist vor erst einem Jahr das letzte Soloalbum Waiting for a voice von Mastermind Ashton Nyte erschienen, dem aus Südafrika stammenden und mittlerweile in den USA lebenden Künstler. Die Pandemie erzeugt bei ihm keinen Stillstand, sondern fördert offensichtlich seine Kreativität. Da mir das Vorgängeralbum Chasm außerordentlich gut gefallen hatte (Link), bin ich natürlich dementsprechend gespannt. Weiterlesen

Wave Gothic Treffen

cover-Lp-aufeinander, und zwar beim Mailander Duo Hidden House. Das hat sich 2019 gegründet und besteht aus dem Gitarristen Fran Cesco und Giò am Bass, der auch für das Programming zuständig ist. Den Gesang teilen sich die beiden auf. Ein bisschen wie früher also, als Drumcomputer noch häufig eingesetzt wurden. Nach zwei EPs haben Hidden House nun ihr Debütalbum Inside the house veröffentlicht, das die EPs und vier neue Songs umfasst. Ob Absicht oder nicht, ein wenig halten sich die zwei tatsächlich versteckt, da ich dem Internet kaum mehr Informationen entlocken konnte. Zeit also das Haus zu betreten, um mehr herauszufinden. Weiterlesen

Goth ’s not dead

A-Haunted-Place-Promo-Cover-ArtNeues von Pete Burns, dem englischen Kopf hinter Kill Shelter (Link zum Interview), der mich schon mit seinem letzten Album Damage begeisterte (Link zur Review). Dort war „In decay ft. Antipole and Delphine Coma“ mein Favorit, insofern bin ich entsprechend voller Vorfreude über die Zusammenarbeit mit Antipole, hinter dem sich der Norweger Karl Mortem Dahl verbirgt. Die Grundidee wurde 2019 auf dem Cold Transmission Festival in Köln geboren. Karl steuert sein Gitarrenspiel bei, und Allrounder Pete übernimmt Gesang und Texte sowie Bass, Gitarre, Synthesizer und das Programming auf A haunted place. Das Album wird u.a. mit „euphorischer Melancholie“ beworben und passt somit perfekt ins Programm von Manic Depression Records. Kann da noch etwas schiefgehen? Weiterlesen

Dark as a crypt

Die persönlichen Informationen zu dem Hamburger Dark sind nur spärlich vorhanden, eigentlich gar nicht. Ein bisschen geheimnisvoll ist das schon, aber er lässt scheinbar lieber seine Musik für sich sprechen. Geschrieben hat er die Songs in Eigenregie während des Lockdown Sommers, und über die sozialen Medien wurde schließlich das DIY-Label Young & Cold Records auf ihn aufmerksam. Veröffentlicht wird das Minialbum konsequent retro und oldschool auf Tape. Das Cover ziert dabei übrigens das kanadische Gothic Model Madame Absinth, die auch im Video die Hauptrolle inne hat. Weiterlesen

He’s lost control

John-SavageJoy Division sind eine der wichtigsten subkulturellen Musikbands, deren Einfluss für Bands in den Bereichen Post Punk, Dark Wave, Gothic und Indie Rock bis heute ungebrochen ist. Und deren Sänger Ian Curtis wurde durch seinen Selbstmord zum Mythos. Eine Woche vor seinem 40. Todestag halte ich das Buch in meinen Händen, und so beschließe ich noch zu warten. Der 18. Mai erscheint mir nur allzu richtig, um mit dem Lesen zu beginnen.
Im vorliegenden Buch handelt es sich mitnichten um eine Biographie, auch wenn die Bandkollegen Peter Hook, Bernard Sumner und Stephen Morris natürlich eine prominente Stellung haben. Stattdessen kommen außer ihnen eine Menge weiterer Zeitzeugen zu Wort, die zum Teil aus dem engsten Umfeld von Joy Division stammen. Darunter sind unter anderem die beiden Frauen in Curtis‚ Leben, Deborah Curtis und Annik Honoré, Manager Rob Gretton und Tony Wilson, gemeinsame Gründer des Independent-Plattenlabels Factory Records, Tourmanager Terry Mason sowie Produzent Martin Hannett. Und so wird man auch als langjähriger Fan mit Einblicken überrascht, die man so noch nicht kennt. Weiterlesen

Neue Einflüsse

Italien bringt in den letzten Jahren immer wieder Bands zum Vorschein, die uns mit ihrem recht experimentellen Oldschool Gothic Rock erfreuen. Eine jener Formationen ist Christine Plays Viola aus der Provinz l´Aquila. Dieser Tage ist ihr bereits viertes reguläres Album Fading über dem für sein feines Näschen beim Signing seiner Acts bekannten Pariser Label Icy Cold Records erschienen. Da mir die Wandelbarkeit von Christine Plays Viola bewusst ist und ich immer noch ihr Album Spooky Obsessions (hier entlang) abfeiere, war ich sehr gespannt, wie die Zeit ihren Sound verändern würde. Weiterlesen

Der Soundtrack meiner Jugend

MisophoniaDie ungewöhnliche Schreibweise von [di:unruh] beruht auf der Lautschrift und liest sich „die Unruh“, was man entweder auf einen unruhigen Geist oder die Unruh einer Uhr beziehen kann. 2012 wurde die Band in Helsinki gegründet, wobei Sänger und Gitarrist Jan Ferres ursprünglich aus Flensburg kommt. Das lässt mich aufhorchen, weil ich ebenfalls dort aufgewachsen bin. Seine beiden Mitstreiter sind Vesa-Matti Pekkola am Bass und Antti Meriläinen am Schlagzeug. Nach einer 7″ und einer 10″ haben [di:unruh] nun ihre erste offizielle Langrille Misophonia u. a. bei Icy Cold Records veröffentlicht. Weiterlesen


Im letzten Jahr haben wir in unserer „Wie klingt…?“ Interview-Reihe Künstlerinnen und Künstler zum Klang der Jahreszeiten (Herbstklang & Sommerklang) befragt. In diesem Jahr blicken wir zurück und widmen uns dem Klang der letzten Dekade. Der Auftakt der Reihe ist unser Interview mit Pete Burns und seine Gedanken zur Entwicklung der Darkwave & Post-Punk-Szene in den letzten Jahren.
Für Pete klingt die letzte Dekade … „dark with a little sprinkling of hope.“ Das beschreibt auch wunderbar seinen eigenen dunklen Sound, der sich zwischen Hoffnung und Melancholie bewegt.

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