CD-Review: Cultus Ferox – Beutezug (VÖ: 1.3.2013)

cultusWenn Freibeuter nachdenklich werden

Cultus Ferox (lat. „wilde Lebensart“) ist eine Band, deren Mitglieder auf verschiedenen Hochzeiten tanzen. Nein, damit ist nicht gemeint, dass es sich um ein Band handelt, die man für ein solches Ereignis buchen kann (zumindest ist das bis dato nicht bekannt), sondern bezieht sich auf die Zusammensetzung. So kann der eine oder andere bei Corvus Corax, Tanzwut oder Wolgemut wiedererkannt werden. Dies dürfte einer der Gründe sein, warum es nicht verwunderlich ist, dass sich diese Gruppe immer weiter entwickelt und neue Impulse deutlich zu hören sind.
Leider scheint es auch einen Nachteil zu geben, denn nachdem zwischen 2003 und 2007 sieben Tonträger erschienen sind, dauerte es sechs Jahre bis zum achten, dem hier vorgestellten Beutezug. Weiterlesen

Rezension: Kaja Evert – Flügel aus Asche

Träume von Freiheit

Kaum jemand kann sich an die letzte Landung der fliegenden Stadt Rashija erinnern. Die Gesellschaft  funktioniert in den vom Herrscher vorgegebenen Bahnen, jeder hat seinen Platz. So versteht der junge Schreiber Adeen – wegen seiner schwarzen Hautfarbe von den bunt schillernden Magiern nur „Krähe“ genannt – die Welt nicht mehr, als er durch Zufall in eine Rebellengruppe gerät, die an der althergebrachten Ordnung rütteln will. Jahrelange Demütigung durch die Himmelsmagier von Rashija machen ihn empfänglich für den Gedanken an Freiheit und Gleichheit unter den Bürgern, vor allem das strikte Verbot jeglicher Kunst bedrückt den verträumten jungen Mann. So schließt er sich der Gruppe an, deren Ziel simpel und gleichzeitig unerreichbar scheint: Die fliegende Stadt bei ihrer kurz bevorstehenden Landung verlassen. Doch was sie in der erträumten Freiheit erwartet, welche Macht in Adeen schlummert und welche Konsequenzen damit für die Stadt verbunden sind, hätte niemand geahnt.

Black Sabbath: Neues Album „13“ (VÖ: 07.06.2013)

Mit fast Originalbesetzung melden sich im Juni Black Sabbath zurück. Ozzy Osbourne, Toni Iommi , Geezer Butler und der neue Drummer Brad Wilk wollen mit dem neuen Album „13“ den altbewährten Metal unter die Leute bringen. Nach all den Jahren im Musikgeschäft werden sie damit wohl auch keine Probleme haben. Weiterlesen

Rezension: Rebecca Michéle – Der Tod schreibt mit

Miss Marple in Cornwall

Clark Kernick, ein aufstrebender Autor für historische Romane, wird tot in seinem Cottage aufgefunden. Die Polizei scheint den Täter schnell überführt zu haben, doch Mabel Clarence entdeckt in dem kleinen Häuschen ein Geheimnis und begibt sich in tödliche Gefahr. 

„Der Tod schreibt mit“ ist der zweite Roman von Rebecca Michéle. Dieser führt wieder in das romantische, idyllische Cornwall und zu Mabel Clarence. Diese hat in ihrem ersten, nicht gewollten, Fall „Die Tote von Higher Barton“ schon eine gute Spürnase bewiesen und gerät jetzt wieder ohne großes Zutun in eine neue Ermittlung.
Auf den ersten Seiten versucht man sich Mabel und ihre Umgebung vorzustellen: Eine kleine, alte Frau, mit weißem Haar, leicht gekrümmter Haltung, die aber froh gelaunt ihrer Arbeit bei dem einheimischen Tierarzt nachgeht. Sie kommt sehr sympathisch rüber, eben eine Oma zum Liebhaben. Weiterlesen

Rosary Blue: Duett von The 69 Eyes und Kat von D (VÖ: 12.04.2013)

Gefühlvoll und stimmig klingt das Duett von Tattoo-Lady Kat von D und The 69 Eyes-Sänger Jyrki 69. Der Song „Rosary Blue“ verzaubert mit eindringlichen und berührenden Stimmen. Kat von D möchte wohl auch in Zukunft mehr Musik machen. Bleiben wir gespannt und warten, was da noch kommen mag.

Erscheinungstermin: 12. April 2013
Label: Nuclear Blast
0,99 € bei Amazon

Zum reinhören und genießen!

Rezension: Su Turhan – Kommissar Pascha

Döner Delüks

978-3-426-51191-6turhan-kommissar-pascha_druckZeki Demirbilek ist Ende Dreißig, Komissar bei der Münchner Polizei und hat trotz seiner türkischen Wurzeln eine fatale Vorliebe für Schweinebraten. Von seiner ersten Frau und großen Liebe Selma ist er geschieden, Tochter Özlem lebt bei ihm in München (bzw. in ihrer Studentenwohnung), Sohn Aydin bei der Mutter in Istanbul. Auch die Ehe mit seiner zweiten Frau Frederike scheitert gerade, sodass Ablenkung in Form der neugegründeten Abteilung „Migra“ gerade recht kommt, deren Leitung Zeki allerdings eher widerwillig übernimmt. Migra soll sich um all die Fälle kümmern, in die ausländische Mitbürger verwickelt sind. An seiner Seite stehen die beiden jungen Beamtinnen Isabel Vierkant und Jale Cengiz, die wegen des Jobs von Berlin nach München zieht. Schon der erste Fall des jungen Teams ist aufsehenerregend, aus dem Eisbach an der Surferbrücke beim Haus der Kunst wird die Leiche eines Mannes geborgen. Dem Äußeren nach wohl südländischer Herkunft, und man hat dem Opfer eine Reihe Reißnägel in die Brust getrieben, die das arabische Wort „schaitan“ bilden, Teufel.  Weiterlesen

Rezension: Letzte Instanz – Für die Ewigkeit

Für die Ewigkeit

Seit 15 Jahren gehört die Letzte Instanz zu den Bands in der Szene, die durch abwechslungsreiches Liedgut immer wieder verzaubern und begeistern können. Die letzten Jahre haben sie hart an der Schuldig, Heilig sowie Ewig Trilogie gearbeitet und haben dafür viel Lob bekommen. Zum Jubiläum haben sie in den alten Kisten gekramt und daraus Material für ein Buch gewonnen.

Der Leser und Betrachter hält ein 144 Seiten dickes A4-Buch in der Hand. Von dem Cover grinst uns mit etwas spöttischem und schelmischem Lächeln Holly Loose entgegen. Die restlichen Bandmitglieder sind um ihn herum versammelt und schauen zu ihm hinab.

Die folgenden Seiten sind übersichtlich gestaltet, natürlich startet das Werk mit der Gründung und dem ersten Foto aus der damaligen Zeit. Ein erstes Schmunzeln wurde mir entlockt: man sieht Holly D und Benni Cellini in jungen Jahren – da hat sich in den letzten doch einiges am Aussehen verändert. Bei dem einen sind jetzt die Haare ab und bei dem anderen wuchsen sie zum Markenzeichen. Weiterlesen

19.04.2013 – Lilith, Need2Destroy u.a. im Soundcafé München

Lokale Metal-Power

Es ist schade, dass für die einheimischen Bands so wenig getan wird. Schließlich bieten München und das Umland einige musikalische Leckerbissen, denen eine Bühne fehlt, um sich zu beweisen. Umso schöner ist es, wenn hin und wieder kleine lokale Bands das Line-Up bilden und zu Konzerten laden. So auch am Freitag im Soundcafé in München. Vier Formationen aus München und Ulm luden zum hemmungslosen Kopfschütteln und Abtanzen ein. Weiterlesen