Everybody move!
Grey Scale – Graustufen: Unter diesem Motto veranstaltet GL Concerts seit einiger Zeit in München Konzerte mit Künstler*innen, die verschiedene Graustufen des gothisch-darkwavig-elektronisch-technoiden Musikspektrums abdecken, eine Mischung aus liebgewonnenen und auch regelmäßig zu sehenden Künstler*innen sowie Acts, die durchaus auch mal ungewöhnlich oder selten auf deutschen/Münchner Bühnen zu Gast sind. Letztes Jahr fand dann die fulminante Festivalpremiere statt, mit Publikumslieblingen wie Rue Oberkampf, Lebanon Hanover oder Selofan. Dieses Jahr legen die Veranstalter noch eine Schippe drauf: mehr Bands, mehr Aftershowparty, mehr Festival! Vor allem mit der Ankündigung des schwedischen Duos Kite geht ein Freudenschrei durch die Münchner Szene, aber auch die Verpflichtung der 80er-Legende The Human League sorgt für schnelleren Puls. Große Namen wie Schwefelgelb und Ellen Allien sind für die Aftershowparty angekündigt, und auch das sonstige Programm kann sich sehen lassen. Mit dem Muffatwerk hat man auch wieder eine bewährte und wirklich schöne Location gewählt, die auch Festivalfeeling verbreiten kann. Nichts wie hin also, oder? Weiterlesen


Die „lauteste Band New Yorks“ hatte ich euch schon letztes Jahr mit der EP Hologram vorgestellt (Link), nun hat A Place To Bury Strangers, die Band um Gründer, Sänger und Gitarrist Oliver Ackermann, ihr sechstes Album See through you auf dem eigenen Label Dedstrange herausgebracht. Die weiteren Mitstreiter sind Drummerin Sandra Fedowitz und Bassist John Fedowitz von der Band Ceremony East Coast, der auch schon mit Ackermann zusammen bei Skywave gespielt hat. Das Probehören muss aus technischen Gründen leider ohne Röntgenbrille erfolgen.
DURAN DURAN, muss man diese 1978 gegründete Band noch irgendwem groß vorstellen? Wenn, dann hat diese Person die Achtziger verpennt oder war noch nicht geboren. Sänger Simon Le Bon, Bassist John Taylor, der nicht verwandte Schlagzeuger Roger Taylor und nicht zuletzt Nick Rhodes am Keyboard waren die Vorreiter der New-Romantic-Bewegung und lieferten mit New-Wave-Megahits wie „The Wild Boys“, „Hungry like the wolf“ oder „Rio“ einen elementaren Bestandteil zum Soundtrack der Achtziger. Und im Gegensatz zu manch anderen Vertretern sahen sie dabei nicht nur umwerfend gut aus, sondern waren auch im gleichen Maße musikalisch.
Auch wenn der Name Schonwald ziemlich deutsch klingt, stammen Alessandra Gismondi und Luca Bandini, die beiden Köpfe hinter dem Projekt, aus Italien. Bereits 2008 veröffentlichten sie ihr Debütalbum, und nun erscheint mit Abstraction ihr fünftes Album auf Manic Depression Records. Sie sind mir zwar schon von tollen Samplerbeiträgen her bekannt, dennoch bin ich zu meiner Schande noch nicht dazu gekommen, mich eingehender mit den beiden Musikern zu befassen, die vor allen Dingen mit Synthesizer und Gitarre arbeiten. Doch nun ist es endlich soweit.
Fall Shock ist eine italienische Band, die 2018 von Francesco Kay, einem Ghost Producer, Sänger und Schlagzeuger in Personalunion, gegründet wurde. Kurz darauf trifft er den Death Metal Gitarristen Markus O., gemeinsam haben sie den Sound vom Debütalbum Interior entwickelt, das unlängst bei Manic Depression Records erschienen ist. Der Tod mag vielleicht vorhanden sein, doch Metal sucht man dabei vergeblich. Stattdessen wagen sie den Tanz auf dem schmalen Grad zwischen Darkwave und Synthiepop.
Fünf Jahre sind seit dem letzten Album Mandrills vergangen, die sicher für jeden von uns ereignisreich waren, für Henric de la Cour aber ganz besonders. Der seit seiner Kindheit an Mukoviszidose erkrankte Musiker musste sich mit der Entdeckung eines Medikaments, das seine Lungenfunktion dramatisch verbessert, auseinandersetzen (wie er zuerst diese Nachricht aufnimmt, sieht man in dem hervorragenden
Boy George ist eine ‚der‘ herausragenden Ikonen der achtziger Jahre. Mit seiner Band, dem Culture Club, hat er mit „Do you really want to hurt me?“ oder „Karma Chameleon“ Welthits geschaffen. Auch mich hat Boy George nachhaltig geprägt, allerdings nicht so sehr durch die Musik, sondern vielmehr durch seine androgyne Person an sich. Ein Typ mit reichlich Schminke und in Damenklamotten, so etwas hatte ich bis dahin noch nie gesehen. Noch dazu lebt er offen homosexuell, was in der damaligen Zeit alles andere als üblich oder gar akzeptiert war. Nun ist nach dem letzten Culture–Club-Album Don’t mind if I do von 1999 mit Life nach neunzehn Jahren überraschend ein neues Lebenszeichen von ihm und dem Culture Club erschienen, natürlich auch mit Gitarrist Roy Hay, Bassist Mikey Craig und Jon Moss an den Drums. Ich bin mächtig gespannt darauf.