CD: Tuomas Holopainen – The Life and Times of Scrooge

Aus dem Leben einer Ente

So manch einer mag den Kopf geschüttelt haben, als vor zwei Jahren Gerüchte laut wurden, Nightwish-Mastermind Tuomas Holopainen schreibe an einem Soloalbum über Dagobert Duck. Interessierte Fans wissen vielleicht von seiner Leidenschaft für Disney, das Lustige Taschenbuch und besonders den epischen Comic The Life and Times of Scrooge McDuck (auf deutsch erschienen als Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden) von Don Rosa.

So sollte es denn sein: der Finne mit dem Hang zu melancholischem Symphonic Metal zog sich zurück, schrieb einen Soundtrack über das Leben der reichsten Ente der Welt und nahm ihn mit dem London Philharmonic Orchestra auf.

Weiterlesen

CD: Grand Magus – Triumph and Power

Erhabenheit pur



Viel muss man zu den Schweden Grand Magus ja eigentlich nicht mehr sagen. Seit 1996 gibt es die Stockholmer Band um Sänger Janne „JB“ Christoffersson schon, Triumph and Power ist ihr siebtes Studioalbum. Waren die ersten Alben noch tief im Doom verwurzelt, begannen sie mit dem Album Iron Will aus dem Jahr 2008 ihren Stil zu erweitern, hin zum majestätischen, eindringlichen Metal. Mittlerweile haben sie den Stilwandel perfektioniert, wie Triumph and Power anschaulich zeigt.  Weiterlesen

CD: Alghazanth – The three-faced Pilgrim

Finnischer Durchschnitt

Symphonischer Black Metal ist ja so eine Sache: Die einen wollen nicht zugeben, dass sie Dimmu Borgir oder Cradle of Filth gern hören, weil’s untrue ist; den anderen ist diese Musik zu überladen, zu barock verschnörkelt, zu viel Symphonic, zu wenig Black Metal. Alghazanth, eine finnische Formation, die seit 1995 aktiv ist und einen langen Weg in diesem Subgenre zurückgelegt hat, gehört zu den Bands, die eigentlich recht solides Material abliefern – allein, der Ruhm will sich nicht einstellen. Und das wird sich vermutlich auch mit dem aktuellen, siebten Studioalbum The three-faced Pilgrim nicht ändern … Weiterlesen

CD: Leichtmatrose – Jonny fand bei den Sternen sein Glück (EP)

nonkonform, anders, interessant

 

Fünf Jahre sind seit dem erfolgreichen Debüt des Leichtmatrosen vergangen, am 25. April meldete er sich mit seiner neuen EP Jonny fand bei den Sternen sein Glück zurück. Andreas Stitz wird seinen Mentor Joachim Witt als Special Guest auf dessen Neumond-Tour quer durch Deutschland begleiten, nicht jeder wird sich mit den dunkel-romantischen Elektro-Chansons anfreunden können, aber einen Versuch ist es allemal wert. Es erwartet den Zuhörer eine gutes Zusammenspiel zwischen Stimme und Musikmischung. Weiterlesen

CD: need2destroy – Genoma (EP)

Energiebündel

genoma-cover-jpg-kopieDie Ulmer need2destroy gehören nicht zu den Kapellen, die man schnell wieder vergisst. Vor allem dann nicht, wenn man sie schon mal live gesehen und als Band der Woche vorgestellt hat. Jetzt haben sie mit Genoma eine EP vorgelegt, bei der jeder, der Sinn für ungewöhnliche Musik hat, unbedingt ein Ohr riskieren sollte! Weiterlesen

CD: Rapture – Epic Fails in Doom Minor (EP)

Gelungener Hybrid

digiDie Münchner von Rapture haben wir euch ja schon als Band der Woche vorgestellt, und auch live durfte ich die Herren Tiny (Vox), Dr. White (Gitarre), Doctator (Gitarre), Quartz 4 (Bass) und Killertits (Drums) bereits bewundern – höchste Zeit, auch ihre Digi-EP Epic Fails in Doom Minor aus dem Jahr 2012 unter die Lupe zu nehmen! Weiterlesen

Joachim Witt: Neumond (VÖ.: 25.04.2014)

Starke Worte im neuen Gewand

 

Im neuen Album Neumond von Joachim Witt treffen seine großen und berührenden Worte auf Sequenzer, Bassdrum und Powerchords. Ein Zusammenspiel der neuen Art mit Martin Engler von Mono Inc. Die neue Scheibe ist erst seit dem 25. April auf dem Markt, aber die Musik dazu durfte ich mir schon seit längerem für diese Review anhören: Weiterlesen

CD: As Autumn Calls: Cold, Black & Everlasting

Kanadischer Schwermut

RWE003Andrew (Gitarre + clean Vocals) und James (Bass + Growls) gründeten die Band As Autumn Calls, die sich episch-melodischem Dark Doom verschrieben hat, 2005. Nach drei Jahren Songwriting nahmen sie zehn Stücke in Überlänge für das erste Album An Autumn Departure auf, das jedoch nicht veröffentlicht wurde. 2011 unterschrieb die Band beim Label Naturmacht Productions, inzwischen erweitert um Drummer Darren und einen zweiten Gitarristen, Brendan. Hier veröffentlichten sie endlich An Autumn Departure. 2013 schließlich kam Cold, Black & Everlasting auf den Markt – ein Album, für das man definitiv in der richtigen Stimmung sein muss; ein Album, das geradezu einen Veröffentlichungstermin im Herbst verlangt!

CD: Darkhaus – My only Shelter (VÖ: 22.11.2013)

Erstklassiges Debüt

Einigen dürften die Namen Rupert Keplinger und Gary Meskil ein Begriff sein. Der eine schreibt Songs und spielt Bass bei Eisbrecher, der andere ist Sänger und Chef der Band Pro-Pain. Was die beiden verbindet? Die Gründung von Darkhaus.
Zusammen bastelten sie an Songs für das Debütalbum. Fehlten nur noch Drums, Gesang und noch mehr Gitarrenriffs, also brachte Gary seinen Gitarristen Marshall Stephens mit. Paul Keller übernahm die Sticks am Schlagzeug und der Schotte Kenny Hanlon steuerte den Gesang bei.
Am 22.11.2013 erschien My only Shelter. Und, wie klingt das Debüt der zusammengewürfelten Band?

Weiterlesen

CD: Narbeleth – A Hatred Manifesto

Nihilistische Propaganda aus Kuba

narbeleth-a-hatred-manifesto_coverZugegeben, wenn es um Black Metal geht, stand Kuba bisher nicht im Zentrum meiner Aufmerksamkeit – und das ist bestenfalls die Untertreibung des Jahrhunderts, denn eigentlich kam dieses Eiland auf meiner Extreme-Metal-Landkarte gar nicht vor. Das ändert das Ein-Mann-Projekt Narbeleth mit seinem zweiten Album A Hatred Manifesto, das, kurz gesagt, alles mitbringt, was ein Black-Metal-Album haben sollte: Es ist roh, abgrundtief böse und schwärzer als die finsterste Nacht. Weiterlesen