CD: Pequod – Forgotten (2011)

Scheiße, ist das fett!

pequod-cover … waren die ersten Worte, die mir in den Sinn kamen, als mir Pequods erster Silberling zum ersten Mal die Gehörgänge polierte. Doch der Reihe nach. Über die Live-Qualitäten des Münchner Quintetts Pequod hab ich mich ja schon zur Genüge ausgelassen, als Band der Woche habe ich sie vorgestellt – und weil aller guten Dinge drei sind und es noch ein wenig dauert, bis die neue Scheibe auf den Markt kommt, liefere ich eben ein Review zum bereits erschienen Album Fogotten ab. Nur noch mal kurz zur Erinnerung: Die Pequod stach 1998 in See, die Crew besteht aus Sänger Roland Wagner, den beiden Gitarristen Daniel Kirstein und Jens Burbaß, Maurizio Guolo hinter dem Schlagzeug und Kris Samodol am Bass. Nach zwei Demos und der EP PequoD von 2004 erschien 2011 das erste Album Forgotten.

 

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CD: Down Below: Zur Sonne – zur Freiheit (VÖ: 20.09.2013)

Zu viel POP!

Seit 10 Jahren ist die Dessauer Dark Rock Band Down Below im Musikgeschäft aktiv. Zunächst gestalteten sie ihre Alben mit englischen Texten, 2008 gingen sie allerdings mit dem deutschen Stück „Sand in meiner Hand“ beim Bundesvision Song Contest an den Start und erlangten damit Platz drei. Nach Sinfony folgten die deutschsprachige Alben Wildes Herz und Zeichen. Jetzt hat die Band nach einjähriger Arbeit ein weiteres Album veröffentlicht: Zur Sonne – Zur Freiheit

Wer die früheren düsteren Werke der Band kennt, wird die Veränderung in den letzten Jahren natürlich bemerkt haben. Die Stücke sind reifer, nachdenklicher und ausgefeilter, die Texte sehr tiefgründig und auch Zur Sonne – Zur Freiheit erzählt wieder eine eigene Geschichte. Weiterlesen

CD: Quintessence Mystica – The 5th Harmonic Of Death (VÖ: 2011)

Musikalische Horrorshow

Wir schreiben das Jahr 2008, als Master Alafern und Dromos Aniliagos aus dem ukrainischen Städtchen Kharkov endlich die Zeit fanden, ihr Black Metal-Projekt zu starten, das den Namen Quintessence Mystica erhielt. Master Alafern, der Violinist im National Kharkov Philharmonic Orchestra ist sowie in verschiedenen Bands aktiv war, übernimmt dabei sämtliche Instrumente und Dromos den Gesang. Ziel des Projekts war es von Anfang an, all jene Dinge auszudrücken, die die Grenzen des menschlichen Verstandes überschreiten. In nur zwei Wochen wurde das Material für ihr Debütalbum geschrieben, das ich hier vorstelle. Im Jahre 2009 unterschreiben Quintessence Mystica dann beim deutschen Label Schwarzdorn Productions, über das The 5th Harmonic Of Death 2011 veröffentlicht wurde. Das Artwork hierbei wurde vom russischen Künstler Mstibog übernommen und fügt sich sehr gut zum Gesamteindruck. Genug geredet, lassen wir die Horrorshow beginnen!

CD: Herlathing – Alva und die Nachtgespenster

Alvas Debüt

cover_0Von der Band aus Menden erfährt man nicht viel: Herlathing fehlt eindeutig eine Bandhomepage mit Biografie und Beschreibung ihrer selbst. Selbst auf Facebook sind die Informationen rar und man fragt sich zuweilen, ob sie nicht schon bekannter sein könnten, wäre eine gewisse Informationsbasis vorhanden. Aber Herlathing lassen sich dennoch nicht unterkriegen und arbeiten fleißig an sich und ihrer Musik. 2013 ist ein kleines bisschen ihr Jahr, denn nun haben sie endlich das angekündigte Debütalbum veröffentlicht. Weiterlesen

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Interview mit Unzucht

2012 erschien der erste Unzucht-Longplayer Todsünde 8, am 04.10.2013 legten sie mit Rosenkreuzer nach. Ab dem 12. Oktober beginnt wieder das Tourleben für die unzüchtigen Mannen. Ihr Weg wird sie auch nach München ins Backstage führen (30.11.), das ist erst recht ein Grund, einen Blick auf das zu werfen, was da auf uns zukommen wird. De Clercq, Der Schulz und Blaschke haben sich Zeit genommen meine Fragen zu beantworten:

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CD: Ctulu – Seelenspiegelsplitter (VÖ: 04.10.2013)

Extreme Töne aus dem Norden

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Na, bitte, es geht doch: Vernünftiger Black Metal aus Deutschland ist nichts, was der Vergangenheit angehört, sondern ist im Gegenteil überaus lebendig und extrem vielseitig. Das beweist das Quartett Ctulu aus Delmenhorst im hohen Norden. Mathias Junge (Lead-Gitarre & Vocals), Arne Uekert (Rhythmus-Gitarre & Vocals), Lasse Bodenstein (Bass) und Infernal Desaster (Drums) legen 2013 mit Seelenspiegelsplitter ihr drittes Album vor. „Seastorming Extreme Metal“ nennen sie das, was dem Hörer auf Seelenspiegelsplitter entgegenschalmeit – und ja, damit haben sie durchaus recht.

Ctulu knüppeln sich gut eine Stunde lang munter durch 11 Songs, ohne allerdings in allzu wilde Raserei zu verfallen. Statt dessen dominiert ein gesundes Helikopter-taugliches Mid-Tempo – die ersten drei Songs lang ist alles fein bis hierher. Dadurch vermisse ich zwar das „Seastorming“ etwas (das ich bei den Kollegen von Hallig dafür umso mehr herausgehört habe – ich glaube, wenn diese Bands mal gemeinsam irgendwo spielen würden, ich wäre dabei, selbst wenn das Konzert in Delmenhorst stattfände!), aber gut sind Ctulu allemal. Weiterlesen

CD: Introspection – Human Emancipation

Brasilianische Brachialien

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Was kommt dabei heraus, wenn ein Philosophie-Magister mit Hang zum extremen Metal eine Band gründet? Introspection! Die Brasilianer wurden irgendwie auf unser Webzine aufmerksam, kontaktierten uns, schickten mir ihren Erstling Human Emancipation (da kommt der Philosophie-Magister durch!) und siehe da, ist alles gar nicht mal schlecht, was die Herren da produzieren!

Die allwissende Encyklopaedia Metallum jedenfalls verrät, dass die Band 2006 gegründet wurde, 2007/08 insgesamt drei Demos auf den Markt geworfen hat und sich thematisch mit „Nietzsche Nihilism“ befasst – ein Eindruck, den ich bestätigen kann. Weiterlesen

CD: Xerión – Nocturnal Misantropia UND Cantares das loitas esquecidas

Die dunkle Seite Spaniens im Doppelpack

Die Black Metal-Band Xerión wurde im Jahre 2001 als Soloprojekt von Nocturnal in Spanien gegründet. Nach mehreren Demos folgten Split-CDs mit Omendark, Nakkiga und Decayed. 2006 nahm Nocturnal mit Hilfe von Keyboarder Daga, Schlagzeuger Aboriorth und Gitarrist Iron das erste Album Nocturnal Mistantropia auf, welches 2007 vom deutschen Label Schwarzdorn Records veröffentlicht wurde. Nach einigen Liveshows in Spanien, Portugal und Deutschland folgte dann 2010 das zweite Album Cantares das loitas esquecidas, wobei allerdings nur noch Daga mitwirkte. Das Album enthält u.a. eine Coverversion eines Taunusheim-Songs, sowie einen Videoclip des Songs „Morte na iauga“.
Hier möchte ich euch nun beide Alben vorstellen. Weiterlesen

CD: In Extremo – Kunstraub (Vö: 27. September 2013)

Verrocktes Mittelalter

 

Die 1995 in Berlin gegründete Mittelalter-Rockband In Extremo zählt heute längst zu den Vorreitern ihres Genres und wurde zu einer der erfolgreichsten Bands Deutschlands. Seit dem ersten Studioalbum In Extremo, das 1996 erschien, veröffentlichten sie inzischen bereits zehn weitere Studioalben, mehrere Live-CDs sowie das Best of Album Kein Blick zurück. Es ist auffällig, dass der Stil In Extremos dabei immer rockiger wurde, waren die ersten Alben noch rein akustisch, wurden immer mehr Rockelemente hinzugefügt, bis diese schließlich dominat wurden. Allerdings vergessen In Extremo dabei niemals ihre Wurzeln und legen weiterhin viel Wert auf mittelalterliche Instrumente in ihrer Musik. Mit dem 1999 erschienenen Album Verehrt und Angespien erreichten sie erstmals eine Chartplatzierung auf Platz elf in Deutschland. Jedes darauf folgende Album war unter den Top 10 zu finden, mit den Alben Sterneneinsen und Sängerkrieg hielten sie insgesamt 45 Wochen Platz eins. Nun wollen es die Jungs um Sänger Micha wieder wissen, ihr am 27.09.13 erschienenes Album Kunstraub werde ich euch nun vorstellen. Weiterlesen

CD: Seelennacht – Gone with the Rain (VÖ 11.10.2013)

Zeitenwende wird das dritte Album der Dark Wave – Synthpop Band Seelennacht heißen. Am 11.10.2013 erschien die erste Auskopplung „Gone with the Rain“.

Düster und melancholisch leitet Marcs Stimme in den Song ein. Es breitet sich die erste Gänsehaut aus, denn die tiefen Klänge sind eindringlich und hinterlassen, wie bereits auf den Konzerten, einen bleibenden Eindruck.
Die Synths setzen ein, und automatisch beginnt man sich im Takt zu bewegen. Es ist kein schnelles Stück, aber wird definitiv zum Tanzen verleiten können. Marc zeigt mit diesem Song erneut seine Kreativität und sein Talent. Auch wenn nach wie vor ein Vergleich zu Blutengel gezogen werden wird, ist er doch ein eigenständiger Künstler, der sich längst nicht mehr hinter den Großen zu verstecken braucht. Weiterlesen