CD: Amberian Dawn – Magic Forest

„Run for your Life“

amberiandawn_magic-forestSymphonic Metal ist mitunter eine andere Art von Theater, das Album Magic Forest von Amberian Dawn beweist dies wieder einmal. Es wird eine phantastische Geschichte erzählt, und nur die musikalische Umsetzung mit Schlagzeug, Synthesizer und wirkungsvollem Gitarrenspiel hebt sich vom klassischen Schauspiel ab.
Die Finnen veröffentlichten im Juni dieses Jahres ihr sechstes Album und entführen die Zuhörer damit in eine geheimnisvolle Welt mit eindrucksvoller Musik und Stimme: Weiterlesen

CD: Audrey Horne – Youngblood

Ein Revival

 

youngbloodBei Audrey Horne könnte man an die amerikanische Fernsehserie Twin Peaks denken. Aber seit einigen Monaten ist dieser Name für mich verbunden mit bestem Gitarrensound. Die fünf Norweger stehen laut so manchem Online-Bericht für Hard Rock, aber mit Youngblood haben sie eine solide Classic-Rock-CD fabriziert. Es gibt so einige Anklänge, die an Kiss, Led Zepplin oder Thin Lizzy denken lassen, aber der Sound ist nicht gecovert, sondern weist eindeutig neue Klänge auf. Diese Mischung zieht mit und begeistert. Den Auftritt von Audrey Horne im Backstage als Vorband von Grand Magus im März habe ich leider verpasst, aber durch torshammares Bericht angefixt, kaufte ich mir Audrey Hornes letzte CD, die im Februar 2013 veröffentlicht wurde.

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CD: Quintessence Mystica – Duality

Ukrainische Epik

qm2frontrgbNach dem vielbeachteten The 5th Harmonic of Death (2011) liegt seit wenigen Tagen das zweite Album des Charkiwer Musiker-Duos Master Alafern (alle Instrumente) und Dromos Aligianos (Vocals) vor, die es sich unter dem Namen Quintessence Mystica zur Aufgabe gemacht haben, die Grenzgebiete unserer Realität zu ergründen. Duality heißt das gute Stück, und in Bezug auf das soeben Gesagte kann man sich schon ziemlich gut vorstellen, wohin uns das in insgesamt zehn Songs und 38 Minuten führt: Munter verlassen wir den schwankenden Boden der Realität und rudern hinaus in die Weiten all dessen, was unsere Schulweisheit negiert!  Weiterlesen

CD: Weesp – This will destroy us (EP)

Ausgewogen

Hinter diesem etwas kryptischen Bandnamen Weesp verbergen sich fünf Weißrussen mit viel Spaß an harten Riffs und elektronischen Klängen. Seit 2008 machen sie gemeinsam Musik und wandeln dabei in den zugegebenermaßen weiten Ebenen zwischen Rock und Electro. Ob das klappt, ohne langweilig zu sein? Ein Blick auf ihre EP This will destroy us soll es zeigen.

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CD: Stille Volk – La Pèira Negra

Mystik und Mittelalter



stille-volk-coverStille Volk sind eine Folkband aus den französischen Pyrenäen und seit 1994 aktiv. Sie beziehen ihre Inspirationen aus der Natur, diversen Mythen, Zauberei und allen möglichen paganen Themen. Ihr Debüt – und immer noch Referenzwerk – Hantaoma erschien 1997. Mit La Pèira Negra ist nun ihr sechstes Album auf dem Markt, nachdem es einige Jahre ruhig um die Band geworden war. Wie gewohnt sind die Songtexte in Französisch und anderen romanischen Sprachen (ob wieder Katalan und Okzitanisch vertreten sind, kann ich leider mangels Sprachkenntnissen nicht beurteilen), die Lieder sind akustisch und wunderbar altmodisch mit allen Arten von Pfeifen, Saiteninstrumenten und Drehleiern instrumentiert. 
Hantaoma gehört zu meinen Lieblingsalben aus dem Folk-Mittelalter-Bereich, Maudat aus dem Jahr 2002 war auch noch sehr ordentlich, dann habe ich die Band etwas aus den Augen verloren. Ob sie immer noch diese magisch-mystischen Stimmungen erzeugen kann wie früher?  Weiterlesen

CD: Arch Enemy – War Eternal

Inferno!

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Überraschungen aus dem Nichts

Der eine oder andere war wohl mehr als nur ein bisschen überrascht, als am 17. März auf der Website des Metal Hammer die Newsmeldung zu lesen war, das Angela Gossow nach 13 Jahren Arch Enemy als Sängerin verlassen wird. Wieso und warum, wird man sich gefragt haben. Das neue Album ist doch schon angekündigt, was wird nun? Tatsächlich waren diese Neuigkeiten vielleicht für den unbedarften Fan überraschend, intern allerdings war die Sache schon lange in trockenen Tüchern. Tatsächlich hatte Angela ihre Stimme für das neue Album noch nicht einmal mehr eingesetzt, sondern schon vor den Aufnahmen alles mit der Band geregelt, um sich nach über einem Jahrzehnt anderen Dingen zuzuwenden. Und War Eternal bildet einen Schnitt, in dem sie das Szepter weitergibt.

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CD: :wumpscut: – Bulwark Bazooka

Gezügelter Wahnsinn

 



wumpscut_cover_ohne-beschriftungAlle Jahre wieder ist es soweit, Rudy Ratzinger entlässt ein neues Album aus seiner Soundschmiede. Ich persönlich habe da ein klein wenig den Überblick verloren, manches blieb auch nicht so recht im Gedächtnis, weshalb ich mich diesmal darauf gefreut habe, mich mal wieder intensiver mit einem :wumpscut:-Album auseinanderzusetzen.  Weiterlesen

CD: Depicting Abysm – Immersion

„Selbst die kühnste Phantasie könnte sich kein Panorama von gleich trostloser Verlassenheit ausdenken“*

np0461Immersion ist das Debüt der noch jungen Atmospheric-Black-Metal-Band Depicting Abysm aus dem schönen St. Petersburg, das im Dezember letzten Jahres via Naturmacht Productions erschienen ist. Verantwortlich zeichnen die beiden Musiker A (alle Instrumente/Synths) und K (Vox), und das allein macht schon deutlich, worauf Depiciting Abysm abzielt: Der Einzelne tritt voll und ganz in den Hintergrund im Angesicht des übermächtigen, weiten Ozeans, der ebenso schön wie tödlich ist.  Weiterlesen

CD: Deathrow – The eerie Sound of the slow Awakening

Schauerliche Geräusche

deathrow_the-eerie-sound-of-the-slow-awakeningDeathrow, 2006 ins Leben gerufen, ist das Ein-Mann-Projekt von Thorns, der unter anderem bei Kult die Drumsticks schwingt und im mittlerweile vierten Album The eerie Sound of the slow Awakening einmal mehr seine Vision davon, wie Black Metal sein sollte, zum Ausdruck bringt. Und die sieht im Grunde genommen so aus: einfach strukturierte Songs im Gorgoroth-Style, die sich einen feuchten Kehricht um so ziemlich alles scheren. Klingt an sich ja schon mal gut… Weiterlesen

CD: Chrom – Synthetic Movement

„Das klingt gut“

 

chromIch stand am 27. April beim DMF in der Kultfabrik geschützt vor dem strömenden Regen und unterhielt mich mit einer Bekannten. Auf einmal waren da diese Electroklänge. „Wer spielt denn da? Das klingt gut!“ Die Band war Chrom, sie haben sich vom Wetter nicht unterkriegen lassen und gute Stimmung verbreitet. Ihren letzten Silberling Synthetic Movement aus dem Jahr 2012 stelle ich heute vor: Weiterlesen